M.2

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mSATA (links) und M.2 (rechts) SSDs
Ein LTE-Modul im M.2-Format

M.2, früher als Next Generation Form Factor (NGFF) bezeichnet, ist eine Spezifikation für interne Computer-Erweiterungskarten und entsprechende Ports. Die Spezifikation wurde entworfen, um mSATA abzulösen. Aufgrund der kleineren und flexibleren Abmessungen in Verbindung mit erweiterten Funktionen ist M.2 besser für den Anschluss von SSDs geeignet – insbesondere in kompakten Geräten wie Ultrabooks oder Tablets.[1]

Der M.2-Standard beschreibt Varianten mit bis zu vier PCI-Express-Lanes, einem SATA Revision 3.x (6 Gbit/s) und/oder einem USB 3.0 Port – alles über einen Anschluss. Damit kann man sowohl PCI-Express als auch SATA-Speicher per M.2 anschließen. An jedem Port können beide Bussysteme auch parallel genutzt werden.

Formfaktoren und Keys[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M.2-Karten sind rechteckig mit einer Steckerleiste auf einer Seite und einer halbkreisförmigen Aussparung zur Befestigung in der Mitte der gegenüberliegenden Seite. Jeder der bis zu 67 Pins auf 75 möglichen Positionen ist für bis zu 50 V Spannung und 0,5 A Stromstärke ausgelegt. Der Stecker an sich ist auf eine Lebenszeit von bis zu 60 Steckzyklen ausgelegt. Der M.2-Standard erlaubt Steckkarten mit Breiten von 12, 16, 22 oder 30 Millimetern. Die Länge kann 16, 26, 30, 38, 42, 60, 80 oder 110 Millimeter betragen. Die derzeit gebräuchlichen M.2-SSDs sind 22 mm breit und 42, 60 oder 80 mm lang.[2]

Eine M.2-Karte wird in den passenden Port auf der Platine eines Hosts gesteckt und mit einer Befestigungsschraube fixiert. Komponenten können auf beiden Seiten der Karte angebracht sein. Der Kartentyp gibt vor, ob Komponenten ein- oder beidseitig angebracht sein dürfen und wie hoch die Komponenten auf jeder Seite sein dürfen. Die maximal erlaubte Höhe der Komponenten liegt bei 1,5 mm.[2]

Je nach Einsatzzweck der M.2-Karte hat diese an bestimmten Stellen der Steckerleiste Aussparungen, den so genannten Key. M.2-Ports können Module eines oder mehrere Keys aufnehmen, je nachdem welche Steckkarten unterstützt werden. Derzeit unterstützen Host-Geräte lediglich einen der Keys B und M.[3] M.2-Module mit Aussparungen in den Positionen B und M nutzen bis zu zwei PCI-Express-Lanes, während M.2-Karten, die nur für Key M geeignet sind, bis zu vier PCI-Express-Lanes verwenden. Beide Typen unterstützen auch SATA als Protokoll.[2]

M.2-Modul Keys und Schnittstellen[4]:8[5]:3[6]
Key
ID
Ausgesparte
Pins
Verfügbare Schnittstellen
A 8–15 PCIe ×2, USB 2.0, I2C und DP ×4
B 12–19 PCIe ×2, SATA, USB 2.0 and 3.0, audio, UIM, HSIC, SSIC, I2C and SMBus
C 16–23 reserviert für zukünftige Varianten
D 20–27
E 24–31 PCIe ×2, USB 2.0, I2C, SDIO, UART und PCM
F 28–35 Future Memory Interface (FMI)
G 39–46 Reserviert für herstellerspezifische Varianten (nicht definiert in der M.2-Spezifikation)
H 43–50 reserviert für zukünftige Varianten
J 47–54
K 51–58
L 55–62
M 59–66 PCIe ×4, SATA und SMBus

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alles, was man über M.2 wissen muss. HardwareSchotte, abgerufen am 4. Juli 2014.
  2. a b c All About M.2 SSDs. SATA-IO, abgerufen am 4. Juli 2014.
  3. Kent Smith: M.2: Is this the Prince of SSD form factors? lsi.com, abgerufen am 4. Juli 2014.
  4. M.2 Connector (NGFF) Introduction (PDF) ATTEND. Archiviert vom Original am 3. Februar 2014. Abgerufen am 17. Januar 2014.
  5. M.2 (NGFF) Quick Reference Guide (PDF) Tyco Electronics. Abgerufen am 16. November 2013.
  6. SMBus interface for SSD Socket 2 and Socket 3 (PCI-SIG engineering change notice) (PDF) PCI-SIG. 11. August 2014. Abgerufen am 5. August 2015.