M114 (Haubitze)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
M114 (Haubitze)


M114 im Jahr 1985

Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: M114
Hersteller-Bezeichnung: 155 mm Howitzer M1
Herstellerland: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Entwickler/Hersteller: Rock Island Arsenal
Entwicklungsjahr: 1934
Produktionsstart: 1941
Stückzahl: über 6.000
Modellvarianten: M114A1, M114A2, M114F
Waffenkategorie: Feldhaubitze
Mannschaft: 11
Technische Daten
Gesamtlänge: 7,31 m (fahrbereit)
Rohrlänge: 3,62 m
Kaliber:

155 mm

Kaliberlänge: L/23
Gewicht Einsatzbereit: 5.760 kg
Kadenz: 2–4 Schuss/min
Höhenrichtbereich: −2° bis 63 Winkelgrad
Seitenrichtbereich: ±24,5°
Ausstattung
Verschlusstyp: Schraubenverschluss
Ladeprinzip: manuell
Munitionszufuhr: manuell

Die M114 war eine mittlere 155-mm-Haubitze der US-Armee, deren Entwicklung in den 1930er-Jahren begann.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die M114 bestand aus zwei Hauptkomponenten – dem federstabilisierten Geschützrohr mit dem Verschluss und der Visiereinrichtung sowie der Lafette. Zwischen beiden Komponenten befand sich der hydropneumatische Rohrrücklauf, der den Rückstoß des Geschützes dämpfte. Die Räder wurden in Feuerstellung hochgeklappt, das Geschütz ruhte dann auf einem massiven Sockel. Die Stützen der Spreizlafette waren zusammenklappbar und fungierten als Deichsel.

Der um 25° nach links und 24° nach rechts schwenkbare Lauf wurde von hinten geladen. Der Höhenrichtbereich reichte von −2° bis +63°. Die Geschützbedienmannschaft bestand aus elf Mann. Trotz ihres Gewichts von fast sechs Tonnen war die M114 noch luftverlastbar, was ihr gegenüber den schweren, selbstfahrenden Haubitzen einen Mobilitätsvorteil einbrachte, da sie auch an Orte verlegt werden konnte, die nicht über Straßen erreichbar waren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M114-Haubitzen im Einsatz in Korea

Die Entwicklung der M114 begann 1934, als die Army eine neue 155-mm-Haubitze suchte. Im April 1941 wurde der Entwurf der noch M1 genannten Waffe angenommen, die Produktion lief 1942 an. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden etwa 6.000 Geschütze produziert. Im Koreakrieg wurde das Geschütz ebenso wie im Vietnamkrieg eingesetzt. In Vietnam zeigte sich besonders der Vorteil der Luftverladbarkeit, da der undurchdringliche Dschungel für die Selbstfahrgeschütze nahezu unpassierbar war. Von Vorteil erwies sich auch das im Vergleich zur M101-Haubitze vierfach größere Geschossgewicht sowie die um drei Kilometer größere Reichweite.

Ab 1982 wurde die M114 vom neuen M198-Geschütz abgelöst, die ausgemusterten Exemplare wurden an andere Länder verkauft und sind zum Teil noch heute im Einsatz. Zu den Nutzern (neben den Vereinigten Staaten) zählen Argentinien, Äthiopien, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Chile, Dänemark, Deutschland, El Salvador, Griechenland, Iran, Irak, Israel, Italien, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Laos, Libanon, Libyen, Marokko, die Niederlande, Norwegen, Pakistan, Peru, die Philippinen, Portugal, Saudi-Arabien, Senegal, Serbien, Somalia, Spanien, Südkorea, Sudan, Taiwan, Thailand, Tunesien, die Türkei, Uruguay und Vietnam

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 155-mm-Haubitze M114 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien