M6 Linebacker

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Ein M6 Linebacker
Ein M6 Linebacker beim Schuss

Der M6 Linebacker war ein Flugabwehrpanzer der United States Army, der auf dem M2 Bradley ODS (M2A2 ODS) basierte. Er wurde ab den 1990er Jahren eingeführt. Seine Aufgabe ist die Flugabwehr im Nahbereich (englisch Short-range Air Defense (SHORAD)) der mechanisierten Infanterie- und Panzerdivisionen. Der Name ist der Terminologie des American Football entnommen und bezeichnet dort eine defensive Spielposition in zweiter Reihe.

Der M6 Linebacker basiert auf dem M2 Bradley ODS (M2A2 ODS). Die TOW-Startrohre des Bradley wurden durch einen FIM-92 Stinger-Startbehälter ersetzt sowie die Zielerfassung und weitere Elektronik der neuen Aufgabe angepasst. Die Zielerfassung ist computergestützt und funktioniert bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 40 km/h. Die Kosten des Systems sind auf Grund der Verwendung vieler Teile des Bradley IFV viel geringer als bei einer kompletten Neukonstruktion. Dies vereinfacht auch die Ersatzteilversorgung und Wartung der Fahrzeuge.

Der M6 Linebacker soll Marschflugkörper, Hubschrauber, Drohnen und konventionelle Flugzeuge im Nahbereich um die eigenen Verbündeten bekämpfen und diese so vor Angriffen aus der Luft schützen. Der M6 ist dabei auf Panzerunterstützung angewiesen, da er mangels effektiver Panzerabwehrwaffen deren Angriffen gegenüber verwundbar ist. Der M6 ist ebenso schnell und wendig wie der Bradley, auf dem er basiert und kann so mit den eigenen Panzertruppen problemlos mithalten.

Zieldaten werden von vorgeschobenen Beobachtern (engl. Forward Area Air Defense (FAAD)) und den bordeigenen Systemen (C3I, IFF etc.) geliefert. Die Stingerraketen können während der Fahrt abgefeuert werden und ohne dass ein Besatzungsmitglied den Panzer verlassen muss. Der am Turm angebrachte Startbehälter fasst vier Stingerraketen und im Fahrzeug können weitere sechs mitgeführt werden. Zum Nachladen muss die Besatzung allerdings den Panzer verlassen. Herkömmliche Bradleys können ebenfalls bis zu sechs Stinger mitführen, die entweder aus Schulterwerfern von Infanteristen abgefeuert oder an Linebacker weitergegeben werden.

Zusätzlich zu den Stingerraketen hat der Linebacker auch eine 25-mm-Maschinenkanone und ein 7,62-mm-Maschinengewehr. Diese ursprünglich zur Selbstverteidigung geplanten Waffen können unter Verwendung eines verbesserten Laser-Zielentfernungsmessgerätes ebenfalls effektiv gegen Luftziele eingesetzt werden.

Zum Selbstschutz gegen feindliche Panzerabwehrraketen ist der Linebacker mit einem Missile Countermeasure Device (MCD) ausgestattet, das die Zielerfassung von anfliegenden Panzerabwehrraketen mit starker Infrarotstrahlung zu blenden versucht. Dieses System arbeitet allerdings nur für den Panzer selbst und kann keine anderen Fahrzeuge schützen.

Die nächste, auf dem M2A3 basierende, Linebackergeneration soll über eine verbesserte Zielerfassung und einen verbesserten Selbstschutz verfügen. Geplant war eine Steigerung der Trefferquote um 140 Prozent und eine Senkung der eigenen Verluste um 30 Prozent.

Der M6 Linebacker wurde von den Firmen United Defense und Boeing unter Aufsicht des Bradley-Programmes und des Fort-Bliss-SHORAD-Programmes gefertigt. Es wurden 107 Fahrzeuge bestellt.

Durch Umstrukturierungen wurden die Linebacker überflüssig und inzwischen restlos wieder zu normalen M2 zurückgerüstet.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: M6 Linebacker – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seite 8 der Hinweis auf die Linebaker (Memento des Originals vom 6. März 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/firsttofire.com