MATE Desktop Environment

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MATE ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Mate aufgeführt.
MATE Desktop Environment
Mate-logo.svg
MATE Desktop Environment 1.8 - About.png
MATE 1.8
Basisdaten
Entwickler Perberos und andere
Erscheinungsjahr 2011
Aktuelle Version 1.14[1]
(8. April 2016)
Betriebssystem Unixoide Systeme mit X11
Kategorie Desktop-Umgebung
Lizenz GPL, LGPL (Freie Software)
Deutschsprachig ja
www.mate-desktop.org

MATE ist eine freie Desktop-Umgebung für unixoide Systeme wie z. B. Linux. MATE entstand 2011 als Abspaltung der Desktop-Umgebung Gnome 2. Der Name leitet sich von der Mate-Pflanze ab[2] (spanisch yerba mate).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Gnome 2 wurde Gnome 3 entwickelt und das Bedienkonzept stark verändert. Viele Benutzer wollten die bewährten Bedienmechanismen von Gnome 2 beibehalten, nur wurde Gnome 2 nicht mehr weiterentwickelt und nicht länger mit Sicherheitsentwicklungen weitergepflegt. Aus Unzufriedenheit darüber ist in der Folge das MATE-Projekt entstanden, deren Mitwirkende sich dann der Gnome 2-Desktopumgebung angenommen haben.

Versionsgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

18. Juni 2011
Im Arch-Linux-Forum bekanntgegeben
19. August 2011
Erstveröffentlichung
1.2.0, 16. April 2012
Alle Konflikte mit dem generellen Gnome wurden behoben; alle Konfigurationsdateien wurden nach ~/.config/mate verschoben[3]
1.4.0, 30. Juli 2012
Die Integration von mate-keyring wurde verbessert; Dateimanager wurde verbessert[4]
1.6.0, 2. April 2013
Systemd-logind-Unterstützung wurde verbessert; Dateimanager wurde verbessert[5]
1.8.0, 4. März 2014
verbessert wurden: Dateimanager, Panel (Desktopleisten), Dokumentation, Bildschirmschoner, Applets (Zusatzprogramme), Übersetzungen, Programmcode; Fenstermanager lässt Fenster einrasten; optionaler Fenstermanager Metacity wird unterstützt; Diashow des Bildbetrachters zeigt Bilder auch in zufälliger Reihenfolge; Blueman wird als Bluetoothgrundlage verwendet; Befehls-Applet wurde hinzugefügt; Programm für online-Textveröffentlichung wurde hinzugefügt (für paste.mate-desktop.org); Installationspakete wurden ersetzt; Fehler wurden beseitigt[6]
1.10, 11. Juni 2015
Die Portierung auf Gtk+ 3 ist weiter vorangetrieben worden und ist nun in einer experimentellen Form verfügbar: damit ist jede MATE-Komponente derzeit mit Gtk+ 2 oder mit Gtk+ 3 kompilierbar. Der Dateimanager Caja hat einen Erweiterungsmanager erhalten: mit ihm ist es Anwendern möglich, Plugins zur Laufzeit hinzuzufügen und diese zu aktivieren oder zu deaktivieren. libmatemixer, eine Audio-Mixer-Objektcodebibliothek kommt neu zur Desktop-Umgebung hinzu; der Dokumentenbetrachter Atril beherrscht mit der neuen Version das eBook-Format ePub. Diverse Speicherlecks sind mit der neuen Version beseitigt worden.[7][8]
1.12, 5. November 2015
Verbesserungen der GTK3-Unterstützung inkl. GTK 3.18, sowie in Multitouch, Natural Scrolling, Multi Monitor, Power Applet, Screensaver (Deaktivierung während Videowiedergabe), und systemd. Unterstützung von win32 und osx wurde entfernt.[9]
1.14, 8. April 2016
Verbesserungen der GTK3-Unterstützung inkl. GTK 3.20 Unterstützung aller MATE-Themes.[10]

Übernommene Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der eigentlichen Desktopumgebung wurden auch die Systemanwendungen von GNOME 2 übernommen und in hauptsächlich spanische Begriffe umbenannt.

  • Caja (Box, Kiste, Gehäuse) — Dateimanager (von Nautilus)
  • Pluma (Schreibfeder, Federkiel) — Texteditor (von Gedit)
  • Eye of MATE — Bildbetrachter (von Eye of GNOME)
  • Atril (Lesepult) — Dokumentenbetrachter (von Evince)
  • Engrampa (Hefter) — Archivverwalter (von File Roller)
  • MATE Terminal — Terminalemulation (von GNOME Terminal)
  • Marco ((Fenster-)Rahmen) — Fenstermanager (von Metacity)
  • Mozo (Kellner) — Menüeditor (von Alacarte)

Linux-Distributionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mate ist in einigen Linux-Distributionen enthalten. Die offizielle Website listet verschiedene Distributionen von Arch Linux bis Void Linux auf.[11] Die dedizierte Distribution Ubuntu MATE gibt es ab der Ubuntu-Version 14.04 LTS.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: MATE Desktop Environment – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Wimpress: MATE 1.14 released. mate-desktop.org/blog, 8. April 2016, abgerufen am 11. April 2016 (englisch).
  2. mate-desktop.org
  3. MATE 1.2 released. Abgerufen am 31. März 2013.
  4. MATE 1.4 released. Abgerufen am 31. März 2013.
  5. MATE 1.6 released. Abgerufen am 31. März 2013.
  6. MATE 1.8 released. Abgerufen am 11. März 2014.
  7. Mirko Lindner: Mate 1.10 freigegeben. www.pro-linux.de-Internetportal, 15. Juni 2015
  8. MATE 1.10 released. Abgerufen am 11. Juni 2015.
  9. MATE 1.12 released. Abgerufen am 5. November 2015.
  10. MATE 1.14 released. Abgerufen am 17. Mai 2016.
  11. MATE Desktop Environment
  12. Download Ubuntu MATE Team