MSC Opera
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MSC Opera im Kieler Hafen
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Die MSC Opera ist ein Kreuzfahrtschiff, das im Jahr 2004 im Auftrag der Reederei MSC Crociere als Schwesterschiff der MSC Lirica gebaut wurde. Sie wurde bis zur Indienststellung der MSC Musica als das Flaggschiff der Reederei geführt.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Bau und Indienststellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das Schiff wurde mit der Baunummer L32 auf der Werft ALSTOM Chantiers de l’Atlantique in Saint-Nazaire gebaut. Die Schiffstaufe durch Sophia Loren fand am 26. Juni 2004 statt.
Einsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nach der Indienststellung wurde die MSC Opera für Kreuzfahrten in europäischen Gewässern (Mittelmeer, Ostsee) eingesetzt. Während des Winters kommt sie auch in der Karibik zum Einsatz. 2014 machte sie in der Sommersaison Westeuropareisen ab IJmuiden, in der Wintersaison 2014/2015 machte sie Kurzreisen in Südafrika.
Vom 2. Mai bis 4. Juli 2015 wurde die MSC Opera durch die italienische Werft Fincantieri auf 275 m verlängert, mit modernerer Technik und neuen Möglichkeiten zur Unterhaltung der Gäste ausgestattet. Im Rahmen des sogenannten „Renaissance-Programms“ der Reederei wird dabei sowohl bei ihr, als auch bei allen anderen Schiffen der Lirica-Klasse, die maximal zulässige Passagierzahl durch etwa 200 zusätzliche Kabinen auf 2680 angehoben.[4]
Zwischenfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Während einer Ostseekreuzfahrt kam es am Morgen des 14. Mai 2011 an Bord des Schiffes zu einem technischen Defekt in der elektrischen Anlage des Schiffes. Der Schiffsbetrieb konnte zunächst mit der Notstromversorgung aufrechterhalten werden. Nach einem erneuten technischen Problem, das sich am Morgen des 15. Mai 2011 ereignete, fiel die Stromversorgung komplett aus und das Schiff trieb manövrierunfähig vor der schwedischen Insel Gotland. Ein Schlepper brachte die MSC Opera zu Reparaturarbeiten in den Hafen von Nynäshamn.[5] Die Kreuzfahrt wurde abgebrochen.
Maschinenanlage und Antrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die dieselelektrische Maschinenanlage der MSC Opera besteht aus vier Generatorsätzen, bei denen je ein 12-Zylinder-Dieselmotor der Baureihe 38 des finnischen Herstellers Wärtsilä mit einem Generator gekoppelt ist. Diese Maschinensätze versorgen das komplette Schiff mit elektrischer Energie. Die Abwärme der Motoren wird unter anderem für die Trinkwasseraufbereitung genutzt.
Der eigentliche Antrieb des Schiffes erfolgt über zwei im Heck angeordnete Propellergondeln des Typs Rolls-Royce „Mermaid“ (dt. „Meerjungfrau“), die zum Steuern um 360 Grad gedreht werden können. Die in den Gondeln eingebauten Elektromotoren treiben in Fahrtrichtung voraus angeordnete Festpropeller (Zugpropeller) mit einer Drehzahl von bis zu 170/min an. Diese Technik ermöglicht eine hohe Manövrierfähigkeit und erzeugt nur geringe Vibrationen und Geräusche.
Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ a b c d e f g Bureau Veritas: Technische und administrative Daten der "MSC Opera". Abgerufen am 16. Mai 2011.
- ↑ M/V MSC Opera. Abgerufen am 24. Juli 2016.
- ↑ Wärtsilä: Technische Informationen zum Schiffsdieselmotor Wärtsilä 38. Abgerufen am 16. Mai 2011.
- ↑ MSC Kreuzfahrten baut Lirica Klasse um. In: Pressemitteilung. MSC Kreuzfahrten, 20. Dezember 2013, abgerufen am 30. Dezember 2013.
- ↑ MSC Kreuzfahrten: MSC Opera: Technischer Defekt im elektrischen System. Abgerufen am 16. Mai 2011.