Małkinie

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Małkinie
Małkinie führt kein Wappen
Małkinie (Polen)
Małkinie
Małkinie
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Ełk
Gmina: Ełk
Geographische Lage: 53° 51′ N, 22° 14′ OKoordinaten: 53° 50′ 58″ N, 22° 14′ 12″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 19-300[1]
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: NEL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: Woszczele/DW 656 → Małkinie
Schienenweg: Korsze–Białystok
Bahnstation: Woszczele
Nächster int. Flughafen: Danzig



Małkinie (deutsch Malkiehnen, 1938 bis 1945 Malkienen) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren, das zur Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck) gehört.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Małkinie liegt am Westufer des Woszczeller Sees (1938 bis 1945 Neumalker See, polnisch Jezioro Woszczelskie) im Osten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, acht Kilometer nordwestlich der Stadt Ełk (Lyck).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malkiehnen wurde im Jahre 1473 gegründet und bestand aus ein paar kleinen Höfen[2].

Von 1874 bis 1945 war das Dorf in den Amtsbezirk Grabnick (polnisch Grabnik) eingegliedert[3], der zum Kreis Lyck im Regierungsbezirk Gumbinnen (ab 1905: Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

Im Jahr 1910 verzeichnete Malkiehnen 81 Einwohner[4]. Ihre Zahl stieg bis 1933 auf 92 und belief sich 1939 noch auf 73[5].

Am 3. Juni 1938 wurde die Schreibweise des Ortsnamens in „Malkienen“ geändert.

In Kriegsfolge kam das Dorf 1945 mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und trägt seither die polnische Namensform „Małkinie“. Heute ist es Sitz eines Schulzenamtes[6] (polnisch Sołectwo) und damit eine Ortschaft im Verbund der Gmina Ełk (Landgemeinde Lyck) im Powiat Ełcki (Kreis Lyck), vor 1998 der Woiwodschaft Suwałki, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1945 war Malkiehnen (Malkienen) in die evangelische Kirche Grabnick[7] in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union und in die katholische St.-Adalbert-Kirche in Lyck[8] im Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Małkinie zur Pfarrei Grabnik mit der Filialkirche in Woszczele (Woszczellen/Woszellen, 1938 bis 1945 Neumalken) im Bistum Ełk der Römisch-katholischen Kirche in Polen. Die evangelischen Einwohner halten sich zur Kirchengemeinde in der Kreisstadt Ełk, einer Filialgemeinde der Pfarrei in Pisz (deutsch Johannisburg) in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Małkinie ist von der Woiwodschaftsstraße 656 aus zu erreichen, von der in Woszczele ein Landweg abzweigt, der nach Małkinie führt. Woszczele ist außerdem die nächste Bahnstation und liegt an der Bahnstrecke Korsze–Białystok.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2013, S. 762
  2. Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Malkienen
  3. Rolf Jehke, Amtsbezirk Grabnick
  4. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Lyck
  5. Michael Rademacher, Deutsch-österreichisches Ortsbuch, Landkreis Lyck
  6. Gmina Ełk
  7. Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen, 1968, S. 493
  8. Malkiehnen