Mac Zimmermann

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Mac Zimmermann (* 22. August 1912 in Stettin; † 11. Juni 1995 in Wasserburg am Inn; eigentlich Heinz Hans Oskar Zimmermann) war ein deutscher Maler und Grafiker. Er zählt zu den bedeutendsten deutschen Vertretern des Surrealismus.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zimmermann wuchs in seiner Heimatstadt Stettin auf, wo er bis 1928 die Realschule besuchte. Anschließend machte er eine Lehre bei einer Stettiner Versicherungsgesellschaft. Er lernte nebenbei zeichnen und begann 1930 ein Studium an der Stettiner Werkschule für gestaltende Arbeit bei Gregor Rosenbauer, das er aber nach zwei Semestern abbrach.

1934 zog er nach Hamburg. Dort arbeitete er als Bühnenbildner, Illustrator, Pressezeichner und Lehrer an einer Zeichenschule. 1939 ging Zimmermann nach Berlin. Dort hatte er 1940 auch seine erste Ausstellung, doch wurde er 1943 aus der Reichskulturkammer ausgeschlossen.

Von 1940 bis 1948 war er verheiratet mit der 1914 geborenen Kunsthandwerkerin Minka Zimmermann.[1]

Seine erste große Ausstellung nach dem Zweiten Weltkrieg fand 1946 in der Galerie Gerd Rosen in Berlin statt. Für ein Jahr übernahm er eine Lehrtätigkeit an der Kunstschule in Weimar. 1950 gehörte Zimmermann zusammen mit Karl Hofer, Karl Schmidt-Rottluff, Ewald Mataré, Karl Hartung und Willi Baumeister zu den Gründungsmitgliedern des 1936 aufgelösten Deutschen Künstlerbundes; er war mit zwei kleinformatigen Ölbildern an der ersten Ausstellung in Berlin beteiligt.[2] Als ordentliches Mitglied nahm er zwischen 1951 und 1979 an insgesamt 30 DKB-Jahresausstellungen teil.[3]

1958 übernahm er eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Durch seine Lehrtätigkeit ist das spätere Bekanntwerden seiner Schüler als Vertreter des Phantastischen Realismus und des Kritischen Realismus begründet. Schüler waren in dieser Zeit unter anderem Peter Sorge, Reiner Schwarz und Rainer Mordmüller.

1964 ging er als Professor an die Akademie der Bildenden Künste München. Dort waren seine Schüler unter anderem Otfried Culmann, Rüdiger Frank (ab 1984: Tilopâ Monk), Christian Mischke, Franziska Fuchs und Rolf Thiele. Von 1979 bis 1986 war er Präsident der Neuen Gruppe in München.

Sein Nachlass wurde von der Witwe 2010 an das Pommersche Landesmuseum in Greifswald übergeben, das aus Anlass seines 100. Geburtstages 2012 eine Ausstellung vorbereitet hat.[4]

Auszeichnungen und Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorit Marhenke (Redaktion): Deutsche Radierer der Gegenwart. Kunstverein Darmstadt, Darmstadt 1982, ISBN 3761081219, S. 176 f.
  • Zimmermann, Mac,  in: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Fünfter Band (V-Z / Nachträge A-G), E. A. Seemann, Leipzig 1999 (Studienausgabe). ISBN 3-363-00730-2. (S. 209)
  • Eckhard Wendt: Stettiner Lebensbilder. Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern, Reihe V, Band 40. Böhlau Verlag, Köln Weimar Wien 2004, ISBN 3-412-09404-8, S. 495–497.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.tuch-und-technik.de/dokumente/pdf/Biographie%20Minka%20Zimmermann.pdf
  2. s. Katalog Deutscher Künstlerbund 1950. Erste Ausstellung Berlin 1951, in den Räumen der Hochschule der Bild. Künste, Hardenbergstr. 33, Gesamtherstellung: Brüder Hartmann, Berlin 1951. (Mac Zimmermann, Kat.nr. 229: Metamorphose II (1951), 35 × 51 cm; 230: Verwandelte Landschaft (1951), 36 × 47 cm )
  3. s. Zimmermann, Mac in: Kunstreport 1903/1995. Der Deutsche Künstlerbund im Überblick, DKB Sonderausgabe Winter 1994/95, Berlin 1995. ISBN 3-929283-08-5 (S. 136)
  4. Ostseezeitung, Regionalausgabe Greifswald, 13. Januar 2012