Machinima

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Als Machinima bezeichnet man Filme, die mit Hilfe von Spiel-Engines produziert werden. Dieses Kunstwort setzt sich aus „machine“ und „cinema“ zusammen. Wenn man die Game-Engine installiert hat, können Machinimas direkt in dieser wiedergegeben werden. Um ein größeres Publikum zu erreichen, wird mittels der Game-Engines eine Video-Datei (z. B. avi, mov) erstellt und zum Download im Internet angeboten, wobei alleine über den Youtube-Kanal „Machinima” milliardenweise Videos angeschaut wurden.

Entwicklung[Bearbeiten]

Ermöglicht wurden die ersten Machinima durch das Programm LMPC (Little Movie Processing Centre) des Leipziger Physikers und Programmierers Uwe Girlich. Dieser hatte im Jahr 1996 die Struktur der Game-Engine Quake analysiert. LMPC ermöglicht es einem Benutzer, filmartige Szenarien zu erstellen oder zu verändern.

Als erster Machinima-Film gilt Diary of a Camper (1996) der Gruppe The Rangers. Dieser Film war noch nicht vertont, er besaß lediglich Untertitel. Devil's Covenant von Clan Phantasm ist der erste mehrstündige Machinima-Film.

Zu den wohl bekanntesten Machinima zählt Apartment Huntin (1999) von Ill Clan. Diese eher kurze Comedy-Episode zog eine ganze Serie von Nachfolgern nach sich.

Die zuvor gebräuchliche Bezeichnung Quake-Movies für dieses Sub-Genre wurde 1998 von Anthony Bailey in Machinema geändert, eine Synthese aus „machine“ und „cinema“. Hugh Hancock von der Strange Company änderte den Begriff aufgrund eines Schreibfehlers in einer E-Mail-Konversation erneut in Machinima ab. Nachträglich wird argumentiert den Begriff „animation“ einbezogen zu haben.

Charakteristik[Bearbeiten]

Machinimas werden im Gegensatz zu herkömmlichen 3D-Animationsfilmen in Echtzeit berechnet. Der Film liegt in Form digitaler Informationen (Texturen, 3D-Models, Animationen, Sound etc.) vor und wird immer wieder neu berechnet. Allerdings gibt es die Möglichkeit, Machinimas auch als Videodatei zu speichern und computerunabhängig zu verbreiten.

Festivals[Bearbeiten]

Das seit 2002 jährlich stattfindende Machinima Film Festival kürt jeweils die besten Beiträge. Sie werden in der Folge auf DVD veröffentlicht. Das Machinima Film Festival fand zum letzten mal 2008 statt. Seit 2008 gibt es in dessen Nachfolge die Machinima Expo (MachinExpo).

Besondere Kategorien[Bearbeiten]

Eine besondere Art von Machinima sind Filme, bei denen die Haupthandlung ausschließlich durch Autos, Flugzeuge etc. sowie die Hintergrundkulisse getragen wird. Charaktere werden erst durch den Dialog eingebracht – die Protagonisten sind damit die Piloten der entsprechenden Fahrzeuge. Erstellt werden diese Machinima meist in Flugsimulatoren, Autorennspielen oder ähnlicher Software. Da sich Abläufe in Simulatoren nicht so gut skripten lassen, entsteht der fertige Film meist in einem Videoschnittprogramm. Ein gutes Beispiel für eine sehr humorige Simulator-Machinima ist der Film Bensky & Mutch (Dialoge sind französisch, es sind jedoch Untertitel-Dateien erhältlich). Ein weiteres Beispiel ist ein aufwändig inszeniertes „Fliegerepos“, genannt I Promise.

Eine andere Kategorie von Machinima sind Filme, die die spielerische Überlegenheit von Clans in Multiplayer-Spielen illustrieren sollen, beispielsweise um neue Mitglieder anzuwerben. Diese enthalten meist mit reißerischer Musik unterlegte, schnell geschnittene Kampfszenen sowie die Namen der Clanmitglieder. Als Beispiel für derartige Machinima seien Filme genannt, die im MMPOG-Spiel Planetside erstellt wurden.

Die Deutsche Post benutzt den Machinima „When the Postman spits twice“ als Werbemittel. Inworld-Productions fertigte den Spot an.

Die Southparkfolge „Make Love, Not Warcraft“ entstand 2006 überwiegend in Machinimatechnik. Sie gewann 2007 den Primetime Emmy Award der Academy of Television Arts & Sciences und wurde in Folge international im Fernsehen ausgestrahlt.

The Movies[Bearbeiten]

The Movies ist ein Computerspiel, entwickelt von den Lionhead Studios, welches für den PC am 10. November 2005 erschienen ist. Es wird vertrieben von Activision. Ziel des Spieles ist es, ein Filmstudio aufzubauen und erfolgreiche Filme zu produzieren, aber die meisten Menschen verwenden das Spiel hauptsächlich, um Machinimas zu drehen. Es gibt nämlich einen sehr detailreichen Film-Editor: Der Spieler darf dabei aus einer großen Anzahl von fertig geskripteten Szenen, Darstellern, Kostümen oder Kulissen wählen, und diese nach Belieben miteinander kombinieren. Da die Auswahl dabei nicht so groß ist gibt es natürlich auch noch Mods, viele Seiten stellen freiwillig Downloads gratis zur Verfügung um das Spiel zu erweitern. So ist viel mehr möglich als im Originalspiel.

Machinima Festivals[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]