Vartholomio

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Gemeindebezirk Vartholomio
Δημοτική Ενότητα Βαρθολομιού
(Βαρθολομιό)
Vartholomio (Griechenland)
Basisdaten
Staat: Griechenland Griechenland
Region: Westgriechenland

f6

Regionalbezirk: Elis
Gemeinde: Pinios
Geographische Koordinaten: 37° 48′ N, 21° 21′ OKoordinaten: 37° 48′ N, 21° 21′ O
Höhe ü. d. M.: 24 m
(Zentrum)
Fläche: 59,793 km²
Einwohner: 5.899 (20112011[1])
Bevölkerungsdichte: 98,7 Ew./km²
Code-Nr.: 390702
Gliederung: f121 Stadtbezirk
4 Ortsgemeinschaften
Lage in der Gemeinde Pinios und im Regionalbezirk Elis
Datei:DE Vartholomiou.svg
f9

Vartholomio (griechisch Βαρθολομιό (n. sg.)) ist eine Kleinstadt auf der Peloponnes in Griechenland.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt auf der Kyllini-Halbinsel im Osten der Halbinsel Peloponnes am rechten Unterlauf des Flusses Pinios, der östlich von Vatholomio ins Ionische Meer mündet.

Vartoholomio verfügt über einige schöne Strände, so den von Thines und den an der Grenze zu Kastro-Kyllini gelegenen Strand von Arkoudi. Ein Naherholungsziel ist der Pinienwald von Thines.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort trug ursprünglich die Namen Valtochori (Βαλτοχώρι „Sumpfdorf“) und Vatrachochori (Βατραχοχώρι „Froschdorf“), ein Hinweis auf die Sümpfe im Pinios-Tal. Der heutige Name soll auf einen Ritter der von 1204 bis 1430 hier herrschenden Franken namens Bartholomé oder Barthélémy II. Guise zurückgehen, gräzisiert als Vartholomeo (Βαρθολομαίο).

Während der Griechischen Revolution war Vartholomio am 10. November 1825 Schauplatz einer Schlacht der in die Festung Chlemoutsi geflohenen griechischen Bevölkerung gegen die Truppen des ägyptischen Generals Ibrahim Pascha, der die Gegend eroberte und für einige Jahre beherrschte. Erst nach der Schlacht von Navarino 1827 wurde Vartholomio Teil des unabhängigen Griechenland.

1988 lag bei Vartholomio das Epizentrum eines schweren Erdbebens.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vartholomio wurde 1912 als Landgemeinde (kinotita) anerkannt und 1989 zur Stadtgemeinde (dimos) erhoben. In den folgenden Jahren wurden zahlreiche Dörfer der Umgebung eingemeindet. Mit der Eingemeindung in die neu geschaffene Gemeinde Pinios zum 1. Januar 2011 wurde Vartholomio einer von deren vier Gemeindebezirken.

Stadtbezirk
Ortsgemeinschaft
griechischer Name Code Fläche (km²) Einwohner 2001 Einwohner 2011 Dörfer und Siedlungen
Vartholmio Δημοτική Κοινότητα Βαρθολομιού 39070201 24,470 3714 4271 Vartholmio, Agios Pandeleimonas, Vationas, Vranas, Thines, Kokkala, Romeika, Stroumbouli
Dimitra Τοπική Κοινότητα Δήμητρας 39070202 02,753 0307 0324 Dimitra, Rengleika
Kalyvia Τοπική Κοινότητα Καλυβίων Μυρτουντίων 39070203 05,234 0159 0139 Kalyvia
Lygia Τοπική Κοινότητα Λυγιάς 39070204 21,423 0698 0787 Lygia, Arkoudi, Glyfa, Ioniko, Paralia
Machos Τοπική Κοινότητα Μάχου 39070205 05,913 0470 0378 Machos
Gesamt 390702 59,793 5348 5899

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vartholomio hatte seit 1891 einen Bahnhof an der Stichstrecke KavasilaKyllini, die in Kavassila von der Bahnstrecke Patras–Zevgolatio abzweigte. Die Stichstrecke Kavassila–Kyllini wurde 1996, die Hauptstrecke 2011 aufgegeben. Im Bahnhof von Vartholomio zweigte seit 1892 weiter eine Strecke nach Loutra ab, die aber bereits 1969 stillgelegt wurde.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 2000 gegründete städtische Volkskundemuseum versammelt Zeugnisse und Erinnerungsstücke aus der Geschichte der Gemeinde wie Trachten, Interieurs und Werkzeuge.

Zu besichtigen ist ferner ein Kloster der Heiligen Eleousa.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)