Macroglossinae

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Macroglossinae
Kleiner Weinschwärmer (Deilephila porcellus)

Kleiner Weinschwärmer (Deilephila porcellus)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Unterordnung: Glossata
Überfamilie: Bombycoidea
Familie: Schwärmer (Sphingidae)
Unterfamilie: Macroglossinae
Wissenschaftlicher Name
Macroglossinae
Harris, 1839
Hummelschwärmer (Hemaris fuciformis)
Raupe des Kleinen Weinschwärmers mit Augenflecken und reduziertem Analhorn

Die Macroglossinae sind eine Unterfamilie der Schwärmer (Sphingidae). Sie kommen weltweit mit etwa 600 Arten vor, 25 sind aus Europa bekannt,[1] in Mitteleuropa kommen davon 13 Arten vor.[2]

Merkmale[Bearbeiten]

Die Labialpalpen der Falter besitzen auf der Innenseite des ersten Segmentes feine Sinneshärchen. Die Männchen mancher Arten haben asymmetrisch geformte Genitalien. Deren Valven besitzen häufig eine oder mehrere Reihen von länglichen Schuppen. Die Tiere besitzen alle gut ausgebildete Saugrüssel. Bei einigen Gattungen der Choerocampini ist der Pilifer, eine Struktur die sich aus dem Labrum ableitet, zu einem Ultraschallrezeptor weiterentwickelt.

Die Raupen haben eine kugelige Kopfkapsel. Viele Arten tragen auffällige Augenflecken am Thorax oder insbesondere am Hinterleib. Das Analhorn ist bei vielen Arten zu einem unauffälligen, flachen Fortsatz reduziert.

Lebensweise[Bearbeiten]

Innerhalb der Unterfamilie gibt es eine Reihe von Arten, die unüblich für Schwärmer tagaktiv sind. Dazu gehören alle Hemaris-, die meisten Cephonodes- und viele Macroglossum-Arten. Zu den Nahrungspflanzen gehört eine große Bandbreite an Pflanzen, die unter anderem zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynaceae), Aronstabgewächsen (Araceae), Rosenapfelgewächsen (Dilleniaceae), Nachtkerzengewächsen (Onagraceae), Rötegewächsen (Rubiaceae) und Weinrebengewächsen (Vitaceae) gehören.

In Ruhestellung sind große Teile oder der gesamte Hinterleib unverdeckt und der Innenrand der Vorderflügel liegt entweder knapp am Hinterleib an, oder lässt nur eine kleine Lücke frei.

Systematik[Bearbeiten]

Im Folgenden werden die 86 derzeit der Unterfamilie zugeordneten Gattungen nach Kitching/Cadiou (2000)[3] und sämtliche in Europa auftretenden, sowie ausgewählte weitere Arten gelistet. Die in Europa auftretenden Arten sind mit „E“ gekennzeichnet, die, die auch in Mitteleuropa vorkommen sind jeweils mit dem Länderkürzel (A, CH, D) versehen.

Tribus Dilophonotini Burmeister, 1878[Bearbeiten]

Subtribus Dilophonotina Burmeister, 1878[Bearbeiten]

Subtribus Hemarina Tutt, 1902[Bearbeiten]

Tribus Philampelini Burmeister, 1878[Bearbeiten]

Tribus Macroglossini Harris, 1839[Bearbeiten]

Subtribus Macroglossina Harris, 1839[Bearbeiten]

Subtribus Choerocampina Grote & Robinson, 1865[Bearbeiten]

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMacroglossinae. Fauna Europaea, abgerufen am 22.03.2008.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSphingidae. Lepiforum e.V., abgerufen am 22.03.2008.
  3. Ian J. Kitching, Jean-Marie Cadiou: Hawkmoths of the World. An Annotated and Illustrated Revisionary Checklist (Lepidoptera: Sphingidae). Cornell University Press, New York 2000, ISBN 0-8014-3734-2

Literatur[Bearbeiten]

  • N. P. Kristensen: Lepidoptera, Moths and Butterflies, 1: Evolution, Systematics, and Biogeography. Handbuch der Zoologie 4 (35) S. 345f, Walter de Gruyter. Berlin, New York 2003, ISBN 3-11-015704-7
  • Malcolm J. Scoble: The Lepidoptera: Form, Function and Diversity. S. 327 Oxford University Press 1995, ISBN 978-0-19-854952-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Macroglossinae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien