Mactra glauca

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Mactra glauca
Mactra glauca (aus G. B. Sowerby II, 1859: Taf. 3, Fig. 24[1])

Mactra glauca (aus G. B. Sowerby II, 1859: Taf. 3, Fig. 24[1])

Systematik
Überordnung: Imparidentia
Ordnung:
Überfamilie: Mactroidea
Familie: Trogmuscheln (Mactridae)
Gattung: Mactra
Art: Mactra glauca
Wissenschaftlicher Name
Mactra glauca
v. Born, 1778

Mactra glauca ist eine Muschelart aus der Familie der Trogmuscheln (Mactridae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das gleichklappige, leicht aufgeblähte Gehäuse erreicht eine Adultgröße von 8 bis 12 cm. Es ist ungleichseitig, die kleinen, spitzen, nach vorne geneigten Wirbel befinden sich vor der Mittellinie (bei etwa 45 % der Gehäuselänge vom Vorderende entfernt). Der Gehäuseumriss ist leicht querelliptisch, das Länge-/Höhe-Verhältnis beträgt etwa 1,3. Der kürzere, vordere Dorsalrand sitzt etwas tiefer als der längere, hintere Dorsalrand. Hinterer und vorderer Dorsalrand sind nur schwach konvex gewölbt. Vorder- und Hinterende sind gut gerundet. Das geschlossene Gehäuse klafft am Vorder- und am Hinterende.

Es ist ein externes und ein internes Ligament vorhanden; sie werden durch ein dünnes, cremefarbenes Septum voneinander getrennt. Das externe, hinter dem Wirbel gelegene Ligament ist ein kleines, dunkelbraunes Band. Das interne Ligament sitzt in einem großen, löffelförmigen Fortsatz (Chondrophor). Die Spitze der Grube sitzt direkt unter den Wirbeln. Die Lunula ist lanzettförmig, aber wenig deutlich abgesetzt. Die Area ist konvex und deutlicher markiert.

Die linke Klappe zeigt drei Kardinalzähne, zwei die eine umgekehrt v-förmige Struktur direkt vor der Ligamentgrube bilden, und ein sehr kleiner, dünner Lateralzahn zwischen der Ligamentgrube und den beiden großen Kardinalzähnen, der aber sehr leicht abbricht. Dicht am Gehäuserand und parallel dazu verlaufend, sind vorn und hinten je ein kleiner, lamellenartiger Seitenzahn vorhanden. In der rechten Klappe sind zwei Kardinalzähne vorhanden, und je zwei schwach ausgebildeter, lamellenartiger, vorderer und hinterer Lateralzahn. Die jeweils unteren Lateralzähne sind jeweils etwas länger als die oberen Lateralzähne. Der Mantel ist nur flach eingebuchtet, der Scheitel der Bucht reicht nur wenig über den hinteren Schließmuskeleindruck hinaus. Es sind zwei Schließmuskeln vorhanden.

Die Schale ist dünnwandig, aber fest. Die Ornamentierung besteht aus feinen konzentrischen Linien und Gruben, die im hinteren Dorsalbereich auch gröber sein können. Auf der (creme)weißen Schale sind radiale blassbraune Strahlen vorhanden. Das Periostracum ist blassbraun, und wird jeweils zum Vorder- und Hinterende hin etwas dunkler. Der innere Gehäuserand ist glatt, die Innenseiten sind weiß-glänzend mit blassbrauner Tönung.

Geographische Verbreitung, Lebensraum und Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet der Art erstreckt sich vom Ärmelkanal bis in das Mittelmeer. Sie lebt in meist sauberen sandigen Böden von etwas unterhalb der Niedrigwasserlinie bis in etwa 44 Meter Wassertiefe. Sie leben nur wenige Zentimeter tief eingegraben im Sand.

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Taxon wurde von 1778 von Ignaz von Born aufgestellt.[2] Die MolluscaBase akzeptiert das Taxon als gültige Art.[3]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • S. Peter Dance, Rudo von Cosel (Bearb. der deutschen Ausgabe): Das große Buch der Meeresmuscheln. 304 S., Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 1977 ISBN 3-8001-7000-0 (S. 251)
  • Rudolf Kilias: Lexikon Marine Muscheln und Schnecken. 2. Aufl., 340 S., Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 1997 ISBN 3-8001-7332-8 (S. 180 und Abb. 320)
  • Fritz Nordsieck: Die europäischen Meeresmuscheln (Bivalvia). Vom Eismeer bis Kapverden, Mittelmeer und Schwarzes Meer. 256 S., Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1969 (S. 141)
  • Guido Poppe, Yoshihiro Goto: European Seashells Volume 2 (Scaphopoda, Bivalvia, Cephalopoda). 221 S., Verlag Christa Hemmen, Wiesbaden 1993 (2000 unv. Nachdruck), ISBN 3925919104 (S. 101)

Online[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. George Brettingham Sowerby II: Illustrated index of British shells. containing figures of all the recent species, with names and other information. XV S., XXIV Taf.. London, Simpkin, Marshall & Co., 1859 Online bei www.biodiversitylibrary.org (Taf. 3)
  2. Ignaz von Born: Index rerum naturalium Musei Caesarei Vindobonensis. Pars I.ma. Testacea. Verzeichniß der natürlichen Seltenheiten des k. k. Naturalien Cabinets zu Wien. Erster Theil. Schalthiere. 458 S., Vindobona/Wien, Kraus, 1778 Online bei www.biodiversitylibrary.org (S. 40).
  3. MolluscaBase: Mactra glauca (Born, 1778)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mactra glauca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien