Madona

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Madona (dt.: Modohn)
Wappen von Madona
Madona (Lettland)
Red pog.svg
Basisdaten
Staat: Lettland
Landschaft: Livland (lettisch: Vidzeme)
Verwaltungsbezirk: Madonas novads
Koordinaten: 56° 51′ N, 26° 13′ OKoordinaten: 56° 51′ 0″ N, 26° 13′ 0″ O
Einwohner: 7.971 (1. Jan. 2016)
Fläche: 10,5 km²
Bevölkerungsdichte: 759,14 Einwohner je km²
Höhe:
Stadtrecht: seit 1926
Webseite: www.madona.lv
Postleitzahl:
ISO-Code:

Madona (deutsch Modohn) ist eine lettische Bezirksstadt im Landschaftsgebiet Livland. Im Jahre 2016 zählte Madona 7971 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine frühe Besiedlung des Stadtgebiets ist durch Gräberfunde nachgewiesen. In historischer Zeit siedelten die Lettgallen in der Gegend. 1461 wird erstmals ein Gut Modohn schriftlich erwähnt, als es der Erzbischof von Riga als Lehen vergab.[2] In der schwedischen Zeit war das Gut Kronbesitz.[3] Dem Friedensvertrag von Nystad gemäß fiel Modohn – wie ganz Livland – 1721 an das Russische Kaiserreich. 1760 schenkte Zarin Katharina II. das Gut dem General Alexander Borissowitsch Buturlin.[2]

Der Ort Madona entstand erst nach 1903 mit der Eröffnung einer Eisenbahnstation an der Schmalspurstrecke von Stockmannshof (lett:Pļaviņas) nach Walk.

1925 hatte Madona 1357 Einwohner und bekam ein Jahr später Stadtrechte.

Durch Ansiedlung von Industrie nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl auf 5700 im Jahr 1959, im Jahr 1967 betrug sie 7200.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 waren folgende Nationalitäten in der Stadt vertreten: Letten: 80,3 %, Russen: 14,7 %, Weißrussen: 1,7 %, Ukrainer: 0,9 %, 13 andere: zusammen 2,3 %.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1990 ist Madona die Partnerstadt der Gemeinde Weyhe.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausflugsziel in der näheren Umgebung ist der Gaising, lettisch Gaiziņkalns, die höchste Erhebung Lettlands (311 m).
  • In Madona gibt es eine lutherische Kirche (1805), eine orthodoxe Kirche (1866) und eine katholische Kirche (1934).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Madona war von 1932 bis 1944 Standort eines Rundfunksenders. Zuerst wurde eine Antenne getragen von zwei 116 Meter hohen Holztürmen, später wurde ein 230 Meter hoher Sendemast verwendet.[4]

Madonas novads[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2009 ist Madona Bezirkszentrum. Dem Bezirk Madona (Madonas novads) gehören 14 Gemeinden des ehemaligen Landkreis Madona an. 2010 betrug die Einwohnerzahl 27.732 bei einer Fläche von 2153,4 km².

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Feldmann, Heinz von zur Mühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon, Teil 2: Lettland (Südlivland und Kurland). Böhlau, Köln 1990, ISBN 3-412-06889-6, S. 400.
  • Astrīda Iltnere (Red.): Latvijas Pagasti, Enciklopēdija. Preses Nams, Riga 2002, ISBN 9984-00-436-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. «Latvijas iedzīvotāju skaits pašvaldībās pagastu dalījumā»
  2. a b Heinrich von Hagemeister: Materialien zu einer Geschichte der Landgüter Livlands, Bd. 1. Eduard Frantzen, Riga 1836, S. 232.
  3. Heinrich von Hagemeister: Materialien zu einer Geschichte der Landgüter Livlands, Bd. 1. Eduard Frantzen, Riga 1836, S. 233.
  4. Радиофон в Латвии (russisch, abgerufen 11. September 2012)