Magdalene von Waldeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Magdalena von Waldeck)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Magdalene von Waldeck (* 1558; † August 1599) war eine Tochter des Grafen Philipp IV. von Waldeck-Wildungen (* 1493; † 1574) und dessen Frau Jutta von Isenburg-Grenzau († 1564).

Ehen und Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Ehe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre erste Heirat mit Philipp Ludwig I. von Hanau-Münzenberg mag seitens ihres Bräutigams ein bewusstes Absetzen gegen den politisch dominierenden Einfluss seines Vormundes, des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg, gewesen sein.[1] So erfolgte die Ehe gegen den anfänglichen Widerstand des Nassauer Vormunds, der eine Heirat in das Umfeld des eigenen Clans bevorzugt hätte. Die Grafen von Waldeck waren eher in Richtung der Landgrafschaft Hessen und des Erzbistums Mainz orientiert.

Magdalene heiratete am 2. oder 6. Februar 1576 den Grafen Philipp Ludwig I. von Hanau-Münzenberg. Aus dieser Ehe gingen hervor:

  1. Philipp Ludwig II. (* 18. November 1576; † 9. August 1612)
  2. Juliane (* 13. Oktober 1577; † 2. Dezember 1577), beigesetzt im Chor der Marienkirche in Hanau
  3. Wilhelm (* 26. August 1578; † 14. Juni 1579), beigesetzt im Chor der Marienkirche in Hanau
  4. Albrecht von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels (Albert) (* 12. November 1579; † 19. Dezember 1635)

Zweite Ehe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich ihrer zweiten Eheschließung übernahm sie das reformierte Bekenntnis ihres zweiten Ehemanns. Sie zog mit ihm nach Dillenburg, wobei sie die beiden überlebenden Kinder aus erster Ehe mitnahm. So gelangte vor allem der Regierungsnachfolger in der Grafschaft Hanau-Münzenberg, Philipp Ludwig II., schon frühzeitig unter reformierten Einfluss, was ihn prägte und dazu führte, dass er 1595 auch in Hanau-Münzenberg in einer „zweiten Reformation“ die reformierte Variante der Reformation als verbindlich einführte.

Am 24. November 1581[2] mit Graf Johann VII. von Nassau-Siegen. Aus dieser Ehe gingen hervor:

  1. Johann Ernst (* 1582; † 1617)
  2. Johann VIII., der Jüngere; (* 1583; † 1638)
  3. Elisabeth (* 1584; † 1661) ⚭ Graf Christian von Waldeck
  4. Adolf (* 1586; † 1608)
  5. Juliane (* 1587; † 1643) ⚭ Landgraf Moritz von Hessen-Kassel
  6. Anna Maria (* 1589; † 1620) ⚭ Johann Adolf von Daun-Falkenstein (* 1582; † 1623)
  7. Johann Albrecht (* 1590; † 1593)
  8. Wilhelm (* 13. August 1592; † 18. Juli 1642) ⚭ Christine zu Erbach
  9. Anna Johanna (* 1594; † 1636) ⚭ Johann Wolfart van Brederode (* 1599; † 1655)
  10. Friedrich Ludwig (* 1595; † 1600)
  11. Magdalena (* 1596; † 1661)
  12. Johann Friedrich (* 1597)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. vgl. Menk, S. 154f u. G. Schmidt, S. 548
  2. Varnhagen, Bd. 2, S. 71.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reinhard Dietrich: Die Landesverfassung in dem Hanauischen = Hanauer Geschichtsblätter 34. Hanau 1996. ISBN 3-9801933-6-5
  • Jacob Christoph Carl Hoffmeister: Historisch-genealogisches Handbuch über alle Grafen und Fürsten von Waldeck und Pyrmont seit 1228. Kassel 1883.
  • Gerhard Menk: Philipp Ludwig I. von Hanau-Münzenberg (1553-1580). Bildungsgeschichte und Politik eines Reichsgrafen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. In: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 32 (1982), S. 127 – 163.
  • Georg Schmidt: Der Wetterauer Grafenverein = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen 52. Marburg 1989. ISBN 3-7708-0928-9
  • Reinhard Suchier: Genealogie des Hanauer Grafenhauses. In: Festschrift des Hanauer Geschichtsvereins zu seiner fünfzigjährigen Jubelfeier am 27. August 1894. Hanau 1894.
  • Johann Adolf Theodor Ludwig Varnhagen: Grundlage der Waldeckischen Landes- und Regentengeschichte. Arolsen 1853.
  • Ernst Julius Zimmermann: Hanau Stadt und Land. 3. Auflage, Hanau 1919, ND 1978.