Volksstimme

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Volksstimme (Begriffsklärung) aufgeführt.
Volksstimme
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Beschreibung Tageszeitung
Verlag Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH
Erstausgabe 15. Juni 1890
Erscheinungsweise Montag bis Sonnabend
Verkaufte Auflage
(IVW 1/2014, Mo–Sa)
184.467 Exemplare
Reichweite (MA  2009) 0,529 Mio. Leser
Chefredakteur Alois Kösters (1.10.2011)
Herausgeber Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH
Weblink www.volksstimme.de
Das Geschäftshaus der Volksstimme in Magdeburg

Die Volksstimme ist eine Tageszeitung für das nördliche und mittlere Sachsen-Anhalt mit Stammsitz in Magdeburg. Sie erreicht eine verkaufte Auflage von 184.467 Exemplaren.[1] Chefredakteur ist seit 1. Oktober 2011 Alois Kösters.[2]

Die Zeitung ist mit ihren 18 Lokalausgaben im Norden und in der Mitte Sachsen-Anhalts erhältlich und orientiert sich in ihrem Verbreitungsgebiet an den Grenzen des ehemaligen Bezirkes Magdeburg. Im Süden Sachsen-Anhalts, auf dem Gebiet des ehemaligen Bezirkes Halle, erscheint die Mitteldeutsche Zeitung. Die Volksstimme ist als regional erscheinende Tageszeitung in der Mitte Sachsen-Anhalts Monopolist. Lediglich in der Altmark hat sie mit der 1990 gegründeten Altmark Zeitung einen Wettbewerber auf dem regionalen Zeitungsmarkt.

Die Zeitung erscheint sechs Mal wöchentlich, Werktag morgens, einschließlich sonnabends, im Rheinischen Format. Bundesweit vertrieben und zitiert wird die Lokalausgabe der Landeshauptstadt, die Magdeburger Volksstimme, die im Untertitel einige Jahre den traditionsreichen Namen der ehemaligen bürgerlich-liberalen Magdeburgischen Zeitung weiterführte.

Geschichte[Bearbeiten]

Die 1890 gegründete, damals sozialdemokratisch orientierte Tageszeitung Volksstimme erreichte vor dem Ersten Weltkrieg eine Auflage von 34.000 Exemplaren und wurde 1933 von den Nationalsozialisten verboten. Ab August 1947 als Zeitung der SED für Magdeburg herausgegeben, war sie seit 1952 Organ der SED-Bezirksleitung Magdeburg. Nachdem sich die Redaktion am 19. Januar 1990 von ihrem Herausgeber lossagte, wird sie in Eigenregie geschrieben. Eine Übereignung an die Belegschaft erfolgte nicht. Die SPD als früherer Eigentümer gab ihren Eigentumsanspruch auf, stattdessen nahm sie eine Beteiligung an der Dresdner Sächsischen Zeitung an.

Der Treuhandanstalt lagen im Jahr 1991 13 Gebote zur Privatisierung und Übernahme für die im früheren Magdeburger Pressehaus von Fritz Faber residierende Volksstimme vor, wo bis 1944 die Magdeburgische Zeitung, die im 17. Jahrhundert gegründete älteste fortlaufend erschienene Zeitung Deutschlands, produziert worden war. Die Volksstimme erscheint seitdem bei der Magdeburger Verlags- und Druckhaus GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der für ihre Programm- und Yellowpress-Blätter bekannten Bauer Verlagsgruppe Hamburg, der heutigen Bauer Media Group. Die Druckerei befindet sich seit Mitte der 1990er Jahre und die Mantelredaktion seit 1998 wenige Kilometer nördlich von Magdeburg in Barleben im Landkreis Börde.

Auflagenstatistik[Bearbeiten]

Im vierten Quartal 2012 lag die durchschnittliche verbreitete Auflage nach IVW bei 189.948 Exemplaren. Das sind 3.667 Exemplare pro Ausgabe weniger (–1,89 %) als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Die Abonnentenzahl nahm innerhalb eines Jahres um 3.875 Abonnenten auf durchschnittlich 176.981 pro Ausgabe ab (–2,14 %); damit bezogen rund 93,17 % der Leser die Zeitung im Abo.

Anzahl der durchschnittlich im Quartal verbreiteten Ausgaben[Bearbeiten]

Anzahl der durchschnittlich im Quartal verkauften Exemplare durch Abonnements[Bearbeiten]

Lokalausgaben[Bearbeiten]

Das Druckzentrum der Volksstimme in Barleben

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. laut IVW, erstes Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  2. http://www.bdzv.de/aktuell/bdzv-branchendienste/bdzv-intern/artikel/detail/alois_koesters_chefredakteur_der_magdeburger_volksstimme/