Mageia

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Mageia
Mageias Logo
Bildschirmfoto
Mageia 4
Mageia 4 mit der KDE SC Oberfläche
Basisdaten
Entwickler Mageia-Community [1]
Aktuelle Version 5
(19. Juni 2015[2])
Abstammung GNU/Linux
↳ Red Hat Linux
↳ Mandrake
↳ Mandriva Linux
↳ Mageia
Architekturen x86, x86-64
Lizenz GPL und andere
Sonstiges Sprache: mehrsprachig, u. a. Deutsch
Website mageia.org

Mageia ist eine Linux-Distribution, die im September 2010 als Abspaltung von Mandriva Linux ins Leben gerufen wurde.[3] Der Name ist griechisch (μαγεία) und bedeutet „Magie“.[4]

Im Juni 2011 arbeiteten über 100 Personen, organisiert in mehr als 10 Teams, innerhalb der internationalen Mageia-Community an der Entwicklung.[1] Träger des Projekts ist eine Non-Profit-Organisation, die von gewählten Mitgliedern geleitet wird.[1]

Besonderheiten der Distribution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Systemkonfiguration wird bei Mageia Linux mit eigenen Werkzeugen im Rahmen der „Drak-Tools“ konfiguriert – hierzu steht eine zentrale grafische Oberfläche (genannt „Mageia-Kontrollzentrum“) zur Verfügung.

Paketverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mageia nutzt zum Installieren von RPM-Paketen als Standard-Paketverwaltung urpm, welches Abhängigkeiten selbstständig auflöst und auch zum Aktualisieren des Systems dient. Die zur Verfügung stehende Auswahl an Software ist in folgende Repositorys unterteilt:

  • Core – Enthält ausschließlich Freie Software
  • Nonfree – Enthält kostenlose, aber proprietäre Software- hauptsächlich Treiber von Hardware-Herstellern.
  • Tainted – Enthält problematische Software, die zwar teilweise auch unter freier Lizenz steht, allerdings möglicherweise Patente und/oder Urheberrechtsgesetze in einigen Ländern verletzen könnte. Tainted ist daher standardmäßig deaktiviert.

Veröffentlichungszyklen, Unterstützung und Pläne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es ist geplant, alle neun Monate eine neue Version zu veröffentlichen. Diese soll dann 18 Monate lang unterstützt werden. Ein Update von der jeweiligen Vorversion auf eine neuere Version (z.B. von 4 auf 5) wird über die Installationsmedien unterstützt.[5]

Eine Portierung auf die ARM-Architektur, für Geräte wie den Raspberry Pi 2, ist in Arbeit.[6] [7]

Boot- und Installationsmöglichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die DVD-ISO und die Dual-arch-ISO mit Benutzung des Drakx-Installers.
  • Eine Live-Version zum Testen des Systems, die auf die Festplatte installiert werden kann.
  • Netzwerkinstallation-ISO, bei der das komplette System von einem Mageia Spiegelserver oder einer eigenen Installationsquelle heruntergeladen wird.

Versionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Version Veröffentlichung Kernelversion Anmerkung
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 1 1. Juni 2011 2.6.38 erste Version nach der Abspaltung von Mandriva Linux[3]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 2 22. Mai 2012 3.3.6 [8] zweite Version
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 3 19. Mai 2013 3.8.13 [9] dritte Version[10][11]
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4 1. Februar 2014 [12] 3.12.8 [13] vierte Version
Ältere Version; nicht mehr unterstützt: 4.1 20. Juni 2014 [14] 3.12.21 [14] Maintanance Version mit Aktualisierung der Installations-Medien.
Aktuelle Version: 5 19. Juni 2015 [2] 3.19.8[2] fünfte Version, u. a. mit Unterstützung für UEFI.[15]
Zukünftige Version: 6 Voraussichtlich 29. Juni 2016[16]
Legende:
Ältere Version; nicht mehr unterstützt
Ältere Version; noch unterstützt
Aktuelle Version
Aktuelle Vorabversion
Zukünftige Version

Desktop-Umgebungen und Windowmanager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mageia war bei Distrowatch im Jahr 2012 auf Platz zwei, 2013 auf Platz vier und 2014 auf Platz sechs der aufgerufenen Distributionsseiten.[18] Auf den Coverdiscs 148, 160 und 173 der englischen Zeitschrift Linux Format wurde sie mit ausgeliefert.[19] In der Ausgabe 03/2015 war Mageia 5 in der EasyLinux als DVD-Beilage erhältlich. [20]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mageia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Etwas über Mageia 1. mageia.org, abgerufen am 31. März 2014.
  2. a b c Rémi Verschelde: Solid and strong and humming along – here’s Mageia 5! mageia.org, 19. Juni 2015, abgerufen am 20. Juni 2015 (englisch).
  3. a b Andrea Müller: Die Woche: Mageia mausert sich. heise.de, 29. April 2011, abgerufen am 26. März 2014.
  4. Magie,el:Μαγεία
  5. Mageia 5 Veröffentlichungshinweise. mageia.org, 23. März 2015, abgerufen am 23. März 2015 (deutsch).
  6. Neue Kleider für Mageia: Vorschau des ARM-Ports ist jetzt verfügbar. mageia.org, 23. Juni 2011, abgerufen am 31. März 2014.
  7. ARMv5 port now online. ml.mageia.org, 25. März 2016, abgerufen am 25. März 2016.
  8. Mageia 2 Release-Notes. mageia.org, 8. Februar 2013, abgerufen am 22. Februar 2015 (englisch).
  9. Mageia 3 Release Notes. mageia.org, 15. April 2014, abgerufen am 22. Februar 2015 (englisch).
  10. Carla Schroder: The Elegant Mageia Linux Prepares a New Release. linux.com, 3. Mai 2013, abgerufen am 9. November 2014 (englisch).
  11. Jim Lynch: Mageia 3. Desktop Linux Reviews, 14. Oktober 2013, abgerufen am 26. März 2014 (englisch).
  12. Mageia 4 Development. mageia.org, 15. April 2014, abgerufen am 22. Februar 2015 (englisch).
  13. Mageia 4 Release Notes. mageia.org, 3. Dezember 2014, abgerufen am 22. Februar 2015 (englisch).
  14. a b Rémi Verschelde: Pulling Mageia 4.1 out of the hat. mageia.org, 20. Juni 2014, abgerufen am 21. August 2015 (englisch).
  15. Mageia 5 Veröffentlichungshinweise. mageia.org, 14. Januar 2016, abgerufen am 14. Januar 2016 (deutsch).
  16. Mageia 6 Entwicklungsplanung. mageia.org, 2. März 2016, abgerufen am 2. März 2016 (deutsch).
  17. Mageia 5 Veröffentlichungshinweise
  18. Mageia bei distrowatch.com (englisch)
  19. Suche nach Text:Mageia
  20. http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2015/03/