Funktionelle Dyspepsie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Magenverstimmung)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Reizmagen – auch „funktionelle Dyspepsie“ oder „nichtulzeröse Dyspepsie“ (NUD) genannt – definiert sich über wiederkehrende oder chronische Schmerzen oder ein Unwohlsein im oberen Bauchbereich, ohne dass organische Ursachen gefunden werden können.

Magenkrämpfe, Brechreiz, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Sodbrennen, Übelkeit, Blähungen, krampfartige Sensationen und Durchfall können auftreten.

Neben psychosomatischen Gründen werden ein verändertes Schmerzempfinden und eine veränderte Magenmotilität als Ursache angesehen.

Nach den Rom-II-Kriterien unterscheidet man:

  • Ulcus-artige Dyspepsie
  • Dysmotilitäts-bedingte Dyspepsie

Diese Unterform beruht auf einer verminderten bzw. beschleunigten Bewegung des Magens. Die Beschwerden treten oft nach dem Essen auf und haben ein unregelmäßiges Erscheinungsbild. Oft kommt es zu Magendruck, Übelkeit und Erbrechen, wobei das Erbrechen auch ohne Übelkeit auftreten kann.

  • unspezifische Dyspepsie

Die Behandlung erfolgt – nach einer durchgeführten Magenspiegelung – rein symptomatisch. Wichtig ist eine Beobachtung und ggf. Umstellung von Ernährungsgewohnheiten und die Vermeidung von Stress. Hilfreich kann beispielsweise die Aufnahme vieler kleiner Mahlzeiten sein.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!