Magnesiumacetat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Magnesiumacetat
Allgemeines
Name Magnesiumacetat
Andere Namen
  • Magnesiumdiacetat
  • Magnesiumethanoat (IUPAC)
Summenformel C4H6MgO4
CAS-Nummer
  • 142-72-3
  • 16674-78-5 (Tetrahydrat)
PubChem 8896
Kurzbeschreibung

weißer geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 142,39 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,45 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

80 °C[2]

Siedepunkt

> 135 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

sehr gut löslich in Wasser (1200 g·l−1 bei 15 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Magnesiumacetat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Magnesiumverbindungen und Acetate. Es ist das Magnesiumsalz der Essigsäure mit der Konstitutionsformel Mg(CH3COO)2.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumacetat kann durch Reaktion von Magnesium oder Magnesiumoxid mit Essigsäure hergestellt werden.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumacetat liegt als weißer geruchloser Feststoff vor. Bei Temperaturen über 135 °C zersetzt sich die Verbindung. Sie kommt auch als Tetrahydrat vor, welche in einer monoklinen Kristallstruktur analog zu Nickelacetat vorliegt. Die Raumgruppe ist P21/c (Nr. 14)Vorlage:Raumgruppe/14 und zwei Molekülen in einer Gruppe mit einer Kantenlänge von a = 475 pm, b = 1179 pm, c = 852 pm und β = 94°54'.[3]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumacetat-Tetrahydrat wird bei der Herstellung anderer chemischer Verbindungen und zur Analyse verwendet.[1] In Kombination mit Calciumacetat (Calciummagnesiumacetat) wird es als Streusalz eingesetzt. Weiterhin kann es bei der Färbung von Textilien, als Katalysator bei der Polyester-Produktion, bei der Herstellung von Zigarettenpapier und beim Offset-Druck verwendet werden. Medizinisch reines Magnesiumacetat kann in Dialyselösungen verwendet werden.[4]

In der klinischen Chemie wird es zusammen mit Phosphorwolframsäure als Fällungsreagenz für ApoB-haltige Lipoproteine verwendet.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Magnesiumacetat (PDF) bei Merck, abgerufen am 19. Januar 2011.
  2. a b c d e Eintrag zu CAS-Nr. 142-72-3 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 30. April 2010 (JavaScript erforderlich).
  3. Jagdish Shankar, P. G. Khubchandani, V. M. Padmanabhan: The crystal structure of magnesium acetate-tetrahydrate Mg(CH3COO)2·4 H2O. In: Proceedings of the Indian Academy of Sciences - Section A. Band 45, Nr. 2, 1957, S. 117–123, doi:10.1007/BF03052789.
  4. Todd S. Ing, Mohamed A. Rahman, Carl M. Kjellstrand (Hrsg.): Dialysis: History, Development and Promise. World Scientific, Singapur 2012, ISBN 978-981-4289-75-7, S. 817 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Axel M. Gressner, Torsten Arndt (Hrsg.): Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik. 2. Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg 2013, ISBN 978-3-642-12921-6, S. 1074, doi:10.1007/978-3-642-12921-6.