Magnesiumnitrat

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Strukturformel
Struktur von Magnesiumnitrat
Allgemeines
Name Magnesiumnitrat
Summenformel Mg(NO3)2
Mg(NO3)2 · 6 H2O
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 10377-60-3
  • 13446-18-9 (Hexahydrat)
Wikidata Q411014
Eigenschaften
Molare Masse 148,3 g·mol−1
256,4 g·mol−1 (Hexahydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,46 g·cm−3 (Hexahydrat)[1]

Schmelzpunkt

89 °C (Hexahydrat)[1]

Siedepunkt
  • Kristallwasserabgabe > 90 °C[1]
  • Zersetzung bei 330 °C[1]
Löslichkeit

gut löslich in Wasser (420 g·l−1 bei 20 °C)
(Hexahydrat)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
03 – Brandfördernd 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​315​‐​319​‐​335
P: 210​‐​220​‐​221​‐​305+351+338​‐​405​‐​501 [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Magnesiumnitrat ist das Magnesiumsalz der Salpetersäure. Es ist hygroskopisch und hat die Summenformel Mg(NO3)2.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumnitrat kann durch Reaktion von Magnesium mit Distickstofftetroxid in Ethylacetat gewonnen werden.[3]

Magnesiumnitrat entsteht durch die Neutralisation von Magnesiumhydroxid und Salpetersäure (siehe auch Titration, Synthese (Chemie)).

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumnitrat wird als Dünger, Latentwärmespeicher (als Hexahydrat) oder in der Keramikindustrie eingesetzt. Ferner ist es ein bauschädliches Salz und wird bei der Entwässerung von Salpetersäure verwendet (siehe auch Nitrate).

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumnitrat wird gekennzeichnet mit der UN-Nummer 1474 und der Gefahrenzahl 50 (oxidierende/brandfördernde Wirkung).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f Datenblatt Magnesiumnitrat-Hexahydrat (PDF) bei Merck, abgerufen am 10. August 2012.
  2. a b Eintrag zu Magnesiumnitrat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie, Band II, Seite 912. 1978, ISBN 3-432-87813-3.