Magnesiumnitrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Struktur von Magnesiumnitrat
Allgemeines
Name Magnesiumnitrat
Summenformel Mg(NO3)2
Mg(NO3)2 · 6 H2O
CAS-Nummer 10377-60-3
13446-18-9 (Hexahydrat)
Kurzbeschreibung

farb- und geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 148,3 g·mol−1
256,4 g·mol−1 (Hexahydrat)
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,46 g·cm−3 (Hexahydrat)[1]

Schmelzpunkt

89 °C (Hexahydrat)[1]

Siedepunkt
  • Kristallwasserabgabe > 90 °C[1]
  • Zersetzung bei 330 °C[1]
Löslichkeit

gut löslich in Wasser (420 g·l−1 bei 20 °C)
(Hexahydrat)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Magnesiumnitrat ist das Magnesiumsalz der Salpetersäure. Es ist hygroskopisch und hat die Summenformel Mg(NO3)2. Gekennzeichnet wird es mit der UN-Nummer 1474 und der Gefahrenzahl 50 (Oxidierende (brandfördernde) Wirkung). Eingesetzt wird es als Dünger, Latentwärmespeicher (als Hexahydrat) oder in der Keramikindustrie. Ferner ist es ein bauschädliches Salz und wird bei der Entwässerung von Salpetersäure eingesetzt (siehe auch Nitrate).

Herstellung[Bearbeiten]

Magnesiumnitrat kann durch Reaktion von Magnesium mit Distickstofftetroxid in Ethylacetat gewonnen werden.[3]

\mathrm{Mg + 2 \ N_2O_4 \longrightarrow Mg(NO_3)_2  +  2 \ NO}

Magnesiumnitrat entsteht durch die Neutralisation von Magnesiumhydroxid und Salpetersäure (siehe auch Titration, Synthese (Chemie)).

\mathrm{Mg(OH)_2 + 2 HNO_3 \longrightarrow Mg(NO_3)_2 + 2 H_2O}

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Magnesiumnitrat-Hexahydrat (PDF) bei Merck, abgerufen am 10. August 2012.
  2. a b Datenblatt Magnesium nitrate hexahydrate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 10. August 2012 (PDF).
  3.  Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie, Band II, Seite 912. 1978, ISBN 3-432-87813-3.

Weblinks[Bearbeiten]