Mah-Jongg (Genre)

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Mah-Jongg (jap. 麻雀, mājan) ist ein Genre von Mangas und Animes, das sich mit dem Spiel Mah-Jongg beschäftigt.

Das Spiel ist in Japan besonders als Glücksspiel populär, obwohl es illegal ist. Aus dieser Popularität entstand, neben Mangas über andere Glücksspiele, das Genre der Mah-Jongg-Mangas, dem seit den 1970er Jahren auch eigene Magazine gewidmet waren. In den 1980er Jahren erschienen bis zu sieben Magazine mit einer monatlichen Auflage von jeweils etwa 150 000 Exemplaren. Diese enthalten Kurzgeschichten, Fortsetzungsgeschichten und Artikel zum Thema Mah-Jongg.

Der erste Mah-Jongg-Manga war Mājan Hōrōki von Tetsuya Asada und Eimei Kitano aus dem Jahr 1975. Andere Sportarten und Spiele wurden bereits in den früheren Jahrzehnten in Mangas thematisiert, doch Mahjongg wurde lange als zu statisch erachtet, als dass es in Comicform umgesetzt werden könnte.

Die Geschichten behandeln meist die Entwicklung eines Mah-Jongg-Spielers vom Anfänger zu einem Meister des Spiels. Dabei können unterschiedliche Aspekte zum Thema Mah-Jongg ergänzt werden, so gibt es Liebesgeschichten, Hentais, Dramen oder familienfreundliche Versionen. Das Spiel wird oft unrealistisch dargestellt, Mah-Jongg-Steine fliegen durch die Luft oder reagieren auf die Worte der Spieler. Zielgruppe sind vor allem berufstätige Männer, die oft keine Zeit haben, selbst Mah-Jongg zu spielen.

Liste von Mah-Jongg-Mangas und Animes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mājan Hōrōki (1975)
  • Gyuambura no Uta
  • Pai Maijutsu
  • Mājan Fūunroku (1981)
  • Akagi (1992)
  • Shōbushi Densetsu Tetsuya (2000)
  • The Legend of Koizumi (2006)
  • Saki (2006)

Magazine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frederik L. Schodt: Manga! Manga! The World of Japanese Comics. Kodansha America, 1983. S. 117–119. (englisch)