Mahamed Nurudsinau

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Mahamed Nurudsinau (weißrussisch Магамэд Нурудзінаў, russisch Магомед Нурутдинов Magomed Nurutdinow; * 5. Februar 1982, nach anderer Quelle 1. April 1981) ist ein weißrussischer Boxer. Er wurde 2005 Vize-Weltmeister und 2008 Europameister der Amateure im Weltergewicht.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mahamed Nurudsinau stammt aus Dagestan und startete unter diesem Namen als Boxer zunächst für Russland. Seit 2005 geht er unter dem Namen Mahamed Nurudsinau für Weißrussland an den Start. Gleich zu Beginn seiner internationalen Karriere als Boxer gelang ihm ein großer Erfolg, als er im Jahre 2005 in Mianyang/China Vize-Weltmeister im Weltergewicht wurde. Auf dem Weg zu diesem Erfolg besiegte er zunächst Konstantin Buga aus Deutschland nach Punkten (27:8), hatte dann in seinem nächsten Kampf Glück, als er bei Punktgleichstand von 21:21 äußerst knapper Punktsieger über Roy Sheahan aus Irland wurde, gewann dann noch über Adam Trupish, Kanada und Neil Perkins, England und verlor im Endkampf gegen Erislandi Lara aus Kuba klar nach Punkten (9:24).

Bei der Europameisterschaft 2006 in Plowdiw war Nurudsinau im Weltergewicht nicht so erfolgreich, denn er verlor dort im Achtelfinale gegen Zoran Mitrovic aus Serbien-Montenegro nach Punkten (25:28) und belegte deshalb zusammen mit allen Verlierern des Achtelfinales den 9. Platz.

Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago erging es ihm genauso, denn er verlor dort nach Siegen über Mariano Hilario aus Spanien und Möngöntsoodschyn Nandin-Erdene aus der Mongolei im Achtelfinale gegen Demetrius Andrade aus den Vereinigten Staaten (6:26) und landete damit wieder auf dem 9. Platz.

Im Jahre 2008 gelang Mahamed Nurudsinau beim Olympia-Qualifikations-Turnier in Pescara mit einem beeindruckenden Turniersieg die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking. Er schlug dabei im Endkampf Oleksandr Strezkyj aus der Ukraine durch Abbruch in der 3. Runde. Bei den Olympischen Spielen selbst enttäuschte er, denn er verlor in Peking gleich seinen ersten Kampf gegen Jack Johnson von den Virgin Islands, womit er ausschied und nur den 17. Platz belegte. Im November 2008 gelang ihm dann aber noch ein großer Erfolg, denn er wurde in Liverpool Europameister im Weltergewicht. Er siegte dabei über Torben Keller aus Dänemark, Velidor Vilic aus Bosnien-Herzegowina u. Abdulkadir Kuroglu aus der Türkei. Im Finale führte er gegen den Deutschen Jack Culcay-Keth knapp nach Punkten, als dieser wegen einer Verletzung aus dem Kampf genommen werden musste.

Bei der Europameisterschaft 2011 in Ankara erreichte Mahamed Nurudsinau wieder das Finale, in dem er allerdings gegen den erst zwanzigjährigen Waliser Fred Evans (Boxer) nach Punkten unterlag (9:14).

Internationale Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse
2002 2. "Umachanow"-Memorial in Machatschkala Welter nach einer Punktniederlage im Finale gegen Malchaz Berkataschwili, Georgien
2005 1. "Umachanow"-Memorial in Machatschkala Welter
2005 2. WM in Mianyang/China Welter mit Siegen über Konstantin Buga, Deutschland (27:9), Roy Sheahan, Irland (+21:21), Adam Trupish, Kanada u. Neil Perkins, England u. einer Punktniederlage im Finale gegen Erislandi Lara, Kuba (9:24)
2006 2. "Feliks-Stamm"-Memorial in Warschau Welter mit Siegen über Naim Terbunja, Schweden, Piotr Olejniczak, Polen, Samuel Matewosjan, Armenien u. Punktniederlage gegen Zarif Radu, Rumänien (22:24)
2006 3. "Tammer"-Turnier in Tampere Welter mit einem Sieg über Adam Sidibe, Nigeria u. einer kampflosen Niederlage wg. Verletzung gegen Aki Selesmaa, Finnland
2006 9. EM in Plowdiw Welter mit einem Sieg über Orhan Öztürk, Niederlande u. einer Niederlage gegen Zoran Mitrovic, Serbien-Montenegro
2007 1. Turnier in Minsk Welter mit Siegen über Aigbedion John Fimi, Nigeria, Hracha Oganesjan, Armenien, Wilati Gruschak, Moldawien u. Aslanbek Kozajew, Russland
2007 2. "Feliks-Stamm"-Turnier in Warschau Welter mit Siegen über Abdulkadir Kuroglu, Türkei u. Yasser Abdo Iriba, Schweden u. einer Punktniederlage im Finale gegen Oleg Komissarow, Russland
2007 9. WM in Chicago Welter mit Siegen über Mariano Hilario, Spanien u. Möngöntsoodschyn Nandin-Erdene, Mongolei u. einer Punktniederlage im Achtelfinale gegen Demetrius Andrade, USA (6:26)
2008 1. Olympia-Qualif.-Turnier in Pescara Welter mit Punktsieg über Mariano Hilario, Abbruchsieg 3. Runde über Bostan Kevin, Slowenien, Abbruchsieg 2. Runde über Pavol Havalka, Slowakei u. Abbruchsieg 3. Runde über Oleksandr Strezkyj, Ukraine
2008 17. OS in Peking Welter nach Niederlage gegen Jack Johnson, Virgin Islands
2008 1. EM in Liverpool Welter mit Punktsiegen über Torben Keller, Dänemark, Velidor Vilic, Bosnien-Herzegowina u. Abdulkadir Kuroglu, Türkei u. einem Abbruchsieg (Verletzung) 3. Runde über Jack Culcay-Keth, Deutschland
2009 9. "Umachanow"-Turnier in Machatschkala Mittel nach Aufgabeniederlage (Verletzung) gegen Terence Vorrath, Deutschland
2011 2. EM in Ankara Welter nach einer Punktniederlage im Finale gegen Fred Evans (Boxer), Wales (9:14)

Weißrussische Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(soweit bekannt)

Jahr Platz Gewichtsklasse Ergebnis
2007 1. Welter Punktsieger im Finale über Nikolai Veselow
2008 1. Welter

Länderkämpfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Ort Begegnung Ergebnis
2005 Minsk Weißrussland gegen Litauen Welter Punktsieger über Darius Jasevicius
2005 Minsk Weißrussland gegen Polen Welter Punktsieger über Lukasz Wawrzyczek
2006 North Miami USA gegen Weißrussland Welter Punktniederlage gegen Charles Hatley
2006 Glen Burnie USA gegen Weißrussland Welter Abbruchsieg 2. Runde über Jacey Thompson

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Website "amateur-boxing.strefa.pl"
  • Fachzeitschrift Box Sport
  • Website "www.nbcolympics.com"
  • Website "www.forum.boxrec.com"

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biogr. Daten von Mohamed Nurudzinau