Maierklopfen

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Maierklopfen
Gemeinde Bockhorn
Koordinaten: 48° 18′ 9″ N, 12° 2′ 16″ O
Höhe: 505 (497–513) m ü. NHN
Fläche: 3,06 km²
Einwohner: 259 (1. Jan. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 85 Einwohner/km²
Postleitzahl: 85461
Vorwahl: 08084
Maierklopfen (Bayern)

Lage von Maierklopfen in Bayern

Hofkapelle

Maierklopfen ist ein Ortsteil der Gemeinde Bockhorn im Landkreis Erding in Oberbayern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt fünf Kilometer östlich von Bockhorn und gehört zur Gemarkung Eschlbach, das sich 2,5 Kilometer nördlich befindet. Es liegt auf einem flachen Hügel im tertiären Isar-Inn-Hügelland (Erdinger Holzland). Auf einem Hügelzug von Nord nach Süd liegen die Einzelsiedlung Hubberg, der Weiler Übermiething und das Dorf Maierklopfen, die damit zu den am höchsten gelegenen Ortsteilen der Gemeinde Bockhorn zählen.

Ein Kilometer östlich liegt der Weiler Hörgersdorf in der Nachbargemeinde Taufkirchen (Vils), ein Kilometer westlich der Weiler Haselbach, ein Kilometer südlich befindet sich die Einzelsiedlung Untermailling.

Zwei Bäche haben hier ihre Quelle: Der Maierklopfener Graben fließt 500 Meter östlich in die Große Vils (siehe Liste von Zuflüssen der Vils); die Quelle der großen Vils befindet sich zwei Kilometer südlich in Seeon. Der Tankhamer Bach fließt westlich nach Tankham, in den Haselbach (bei Haselbach), der über den Hochbach (bei Bockhorn) in die Strogen (bei Hecken) mündet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

809[2][3] ist ein Mataclapfin belegt.[4][5] Der Name könnte Matte (Wiese) und Klapf (Hügel) bezeichnen,[6] oder einfach Mähwiese.[7]

Bischof Abraham von Freising tauschte 972/76 „von dem edlen Vasallen der Kirche Ruodbert“ Liegenschaften zu Sollach, Maierklopfen und Riedersheim gegen anderen in Oppolding.[8][9] 994/1005 wurde Mataglappha folglich als Freisinger Besitz verzeichnet. Ab dem 13. Jahrhundert war Madechlapfen im Besitz von Au. 1571 war für Marglapfen u. a. Au als Grundherr eingetragen.[10]

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1874 wurden in Mairklopfen in der Statistischen Beschreibung des Erzbisthums München-Freising 95 Einwohner verzeichnet.[11] 1877 taucht die heutige Bezeichnung Maierklopfen auf.

Der Ort gehörte bis 1972 zu der ehemaligen Gemeinde Eschlbach und kam bei deren Auflösung zur Gemeinde Bockhorn.[12]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen entwickelten sich wie folgt:

Stand Einwohner
1871 111[13]
1874 95[11]
1925 175[13]
1950 174[13]
1970 170[13]
1987 176[13]
2015 228[14]
2019 244[15]
2021 259[1]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmäler in Bockhorn (Oberbayern) wird die Hofkapelle mit Lourdesgrotte und zwei Türmchen erwähnt (um 1750 und um 1890).

Drei Kirchen mit herausragender Rokoko-Ausstattung finden sich in der Nähe: St. Bartholomäus (Hörgersdorf) und St. Mariä Geburt (Eschlbach) in zwei Kilometer Entfernung, St. Johannes der Täufer (Oppolding) in vier Kilometer Entfernung.[16]

Verkehr und öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2084 verläuft einen Kilometer südlich und verbindet den Ort mit Erding und Dorfen. Die Bundesautobahn 94 verläuft acht Kilometer südlich. Der Bahnhof Thann-Matzbach liegt sechs Kilometer südlich. Maierklopfen ist über den MVV-Regionalbus 565 an Erding und Dorfen angebunden.[17]

Durch Maierklopfen führt eine Fahrradstrecke von Erding nach Dorfen[18] oder Taufkirchen (Vils).[19]

Für Maierklopfen ist die Freiwillige Feuerwehr Eschlbach im ein Kilometer entfernten Hörgersberg zuständig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelia Baumann: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Altlandkreis Erding, Komm. f. Bayer. Landesgeschichte, München 1989, ISBN 3-7696-9901-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Maierklopfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Lage, Gebiet und Geographie. Gemeinde Bockhorn, 1. Januar 2021, abgerufen am 29. April 2021.
  2. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern in der Google-Buchsuche
  3. Hochstift Freising (Freising, Ismaning, Burgrain) in der Google-Buchsuche
  4. Vorarbeiten zur textesausgabe von Kaiser Ludwigs oberbaierischen landrechten in der Google-Buchsuche
  5. Abhandlungen der Historischen Classe der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften in der Google-Buchsuche
  6. WikiLing - lemmaFull. Abgerufen am 18. Dezember 2021.
  7. Adolf Bach: Deutsche namenkunde. Carl Winter Universitätsverlag, 1956 (google.com [abgerufen am 18. Dezember 2021]).
  8. Die Traditionen des Hochstifts Freising: 926-1283 in der Google-Buchsuche
  9. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte in der Google-Buchsuche
  10. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern in der Google-Buchsuche
  11. a b bavarikon | Kultur und Wissensschätze Bayerns: Statistische Beschreibung des Erzbisthums München-Freising / 1. Die Decanate Abens bis Laufen inclus. Abgerufen am 29. März 2020.
  12. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 44, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Landkreis Erding,Fußnote 1).
  13. a b c d e Maierklopfen | bavarikon. Abgerufen am 12. August 2022.
  14. bockhorn-obb.de: Lage, Gebiet und Geographie (Memento vom 27. November 2015 im Internet Archive)
  15. Lage, Gebiet und Geographie. Gemeinde Bockhorn, 1. Juli 2019, abgerufen am 29. März 2020.
  16. Bernhard Schütz, Valentin Niedermeier: Hörgersdorf – Eschlbach – Oppolding: Drei Rokokokirchen im Landkreis Erding, Verlag Schnell & Steiner 1995, ISBN 978-3-7954-4668-0.
  17. Buslinie 565, Dorfen - Fahrplan & Strecke. Abgerufen am 10. April 2020.
  18. Fahrrad Routenplan erding — dorfen. Abgerufen am 11. Dezember 2020.
  19. Fahrrad Routenplan erding — Taufkirchen (Vils), Deutschland. Abgerufen am 11. Dezember 2020.
  20. Ein Benefiz-Song aus Maierklopfen. 8. Juni 2016, abgerufen am 11. Dezember 2020.