Mainbahn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mainz–Frankfurt
Streckennummer (DB):3520 (Mainz–Frankfurt Hbf)
3650 (Frankfurt Stadion–Frankfurt Süd)
3538 (drittes Gl. Gustavsburg–Bischofsheim)
Kursbuchstrecke (DB):471, 645.8, 645.9
Streckenlänge:37,5 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse:D4
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit:160 km/h
Zweigleisigkeit:(durchgehend)
Bundesländer (D): Rheinland-Pfalz, Hessen
Betriebsstellen und Strecken[1]
Strecke – geradeaus
Linke Rheinstrecke von Boppard
BSicon BS2+l.svgBSicon BS2+lr.svg
von Umgehungsbahn, Wiesbaden Hbf S8
BSicon ABZg+r.svgBSicon STR.svg
Strecke von Alzey
BSicon STR.svgBSicon ABZg+l.svg
vom Mainzer Hafen
BSicon BHF.svgBSicon S+BHF.svg
0,000 Mainz Hbf
BSicon tSTRa.svgBSicon TUNNEL1.svg
Tunnel Mainz Hbf (Fahrtrichtung Nord)
BSicon tSTRf.svgBSicon STRg.svg
Neuer Mainzer Tunnel (Fahrtrichtung Süd)
BSicon tSTRe.svgBSicon TUNNEL2.svg
Tunnel Mainz Süd (Fahrtrichtung Nord)
BSicon BHF.svgBSicon S+BHF.svg
1,800 Mainz Römisches Theater
BSicon eABZg+l.svgBSicon eKRZo.svg
Strecke vom ehem. Mainzer Hauptbahnhof
BSicon ABZqr.svgBSicon ABZgr.svg
Strecke nach Ludwigshafen
BSicon exBOOT.svgBSicon WBRÜCKE+GRZq.svg
3,076 Mainzer Südbrücke, Landesgrenze RLP/Hessen
BSicon exKBHFaq.svgBSicon eABZg+r.svg
ehem. Trajektbahnhof Rhein-Main-Bahn
BSicon .svgBSicon ABZg+r.svg
von Mainz-Gustavsburg Hafen
BSicon .svgBSicon SBHF.svg
4,580 Mainz-Gustavsburg
BSicon STR+l.svgBSicon KRZu.svg
Umgehungsbahn, von Taunus-Eisenbahn S9
BSicon BHF.svgBSicon S+BHF.svg
7,780 Mainz-Bischofsheim Pbf
BSicon dSTRr+1h.svgBSicon BS2+lc.svgBSicon dBS2c4.svg
nach Mainz-Bischofsheim Gbf
   
Rhein-Main-Bahn nach Darmstadt
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
9,560 Mainz-Bischofsheim Ültg II (Bft)
S-Bahnhof
11,206 Rüsselsheim-Opelwerk
   
12,220 Rüsselsheim
S-Bahnhof
15,875 Raunheim
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
17,373 Raunheim Mönchwald (Abzw)
   
Verbindungsstrecke nach Raunheim-Mönchhof
Straßenbrücke
A 3
Planfreie Kreuzung – unten
Schnellfahrstrecke Frankfurt-Flughafen–Köln
   
19,100 Raunheim Caltex & Ticona (Anst)
   
Verbindungsstrecke von Raunheim Caltex
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
19,349 Raunheim Brunnenschneise (Abzw)
   
Industrieanschlussgleise
S-Bahnhof
23,812 Kelsterbach
   
Flughafenschleife Frankfurt S8S9
   
26,900 Frankfurt-Schwanheim[2]
BSicon ABZq+r.svgBSicon KRZu.svgBSicon STR+r.svg
Flughafenschleife Frankfurt S8S9
            
29,096 Frankfurt-Schwanheim Fernbahn (Abzw)
            
A 5
            
Riedbahn von Riedstadt-Goddelau S7
            
31,375 Frankfurt am Main Stadion
            
urspr. Strecke über Forsthaus (s. u.)
            
Verbindungsstrecke von Forsthaus
BSicon S+BHF.svgBSicon SHST.svg
33,192 Frankfurt-Niederrad
BSicon WBRÜCKE.svgBSicon WBRÜCKE.svg
Alte Niederräder Brücke / Neue Niederräder Brücke
BSicon DST.svgBSicon STR.svg
34,250 Frankfurt-Niederrad Brücke
BSicon KRZo.svgBSicon KRZo.svg
Städtische Verbindungsbahn Frankfurt
            
zur Main-Lahn-Bahn nach Frankfurt-Höchst
            
Main-Lahn-Bahn von Frankfurt-Höchst S1S2
            
zur Taunus-Eisenbahn nach Frankfurt-Höchst
            
Strecke von Frankfurt-Griesheim
            
Taunus-Eisenbahn von Frankfurt-Höchst
            
35,358 Frankfurt (Main) Gutleuthof (Abzw)
            
Homburger Damm von Mainzer Landstraße
            
Frankfurt Kleyerstr. (Abzw)
            
35,360 Frankfurt (Main) Außenbahnhof
            
nach Galluswarte
            
Main-Neckar-Eisenbahn von Darmstadt
            
Frankfurt-Bebraer-Bahn von Offenbach
            
36,444 Frankfurt (Main) Hoch/Tief (Bft)
            
Main-Weser-Bahn von Gießen
            
Homburger Bahn vom Westbf S3S4S5S6
            
ehem. Strecke von der Friedensbrücke (s. u.)
            
37,508 Frankfurt (Main) Hbf (seit 1888) S7
            
Frankfurt (Main) Hbf tief (seit 1978)
            
City-Tunnel zum Südbahnhof/nach Offenbach
BSicon exSTR.svgBSicon exSTR.svgBSicon exSTR.svgBSicon tENDEe.svg
            
S3S4S5S6 bzw. S1S2S8S9
BSicon exSTR.svgBSicon exSTR.svgBSicon exSTR.svgBSicon tENDEe.svg
            
Frankfurter Westbahnhöfe (bis 1888)
ursprüngliche Trasse (heute Umgehungsbahn)[1]
BSicon .svgBSicon STR.svgBSicon STR.svg
Strecke von Mainz (s. o.)
BSicon .svgBSicon S+BHF.svgBSicon SBHF.svg
31,4 Frankfurt am Main Stadion
BSicon .svgBSicon ABZgl+l.svgBSicon STRl.svg
heutige Strecke über Frankfurt-Niederrad (s. o.)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
33,2 Forsthaus (Frankfurt) (Abzw., ehem. Bf)
BSicon STR+l.svgBSicon ABZglr.svgBSicon STR+r.svg
Verbindungsstrecken nach Darmstadt, Frankfurt
BSicon ABZqr.svgBSicon KRZo.svgBSicon ABZg+r.svg
Main-Neckar-Eisenbahn von Darmstadt
               
heutige Strecken zur Main-Neckar-Brücke (s. o.)
               
ehem. Lokalbahn, Main-Neckar-Eisenbahn
               
36,6 Frankfurt (Main) Süd
               
südmainische Strecke nach Hanau
               
nordmainische Strecke nach Hanau
               
City-Tunnel nach Frankfurt Hbf (tief)
   
Friedensbrücke (alte Main-Neckar-Brücke)
               
urspr. Strecke der Main-Neckar-Eisenbahn
            
heutige Strecken (s. o.)
            
Frankfurt (Main) Hbf (seit 1888) S7
            
Frankfurt (Main) Hbf tief (seit 1978)
            
City-Tunnel zum Südbahnhof/nach Offenbach
BSicon exSTR.svgBSicon exSTR.svgBSicon exSTR.svgBSicon tENDEe.svg
            
S3S4S5S6 bzw. S1S2S8S9
BSicon exSTR.svgBSicon exSTR.svgBSicon exSTR.svgBSicon tENDEe.svg
            
??,? Frankfurter Westbahnhöfe (bis 1888)

Die Mainbahn ist eine durchgehend zweigleisige und elektrifizierte Eisenbahnhauptstrecke im Süden von Hessen, die entlang des Südufers des unteren Mains die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz mit Frankfurt am Main verbindet. Sie wurde 1863 eröffnet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar nach der Eröffnung der Rhein-Main-Bahn von Mainz nach Aschaffenburg durch die Hessische-Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft war diese bestrebt, auch einen Anschluss nach Frankfurt zu gewinnen. Dazu entstand das Projekt einer bei Bischofsheim von der Rhein-Main-Bahn abzweigenden und dem Lauf des Mains am linken Flussufer nach Frankfurt folgenden Bahn. Sie trat damit in Konkurrenz zur Taunus-Eisenbahn, die am rechten Mainufer parallel verläuft. Die Konzession für Bau und Betrieb der Bahn wurde seitens des Großherzogtums Hessen-Darmstadt am 15. August 1861, seitens des Senats der Freien Stadt Frankfurt am 17. Januar 1862 erteilt.

Der Bau der Strecke dauerte nur anderthalb Jahre. Am 20. Dezember 1862 fand die Probefahrt statt, die Eröffnung am 3. Januar 1863. Die Strecke führte in Frankfurt vom „Bahnhof Goldstein“ (später „Bahnhof Sportfeld“, heute Bahnhof Frankfurt Stadion) ursprünglich weiter Richtung Osten zum ehemaligen „Bahnhof Forsthaus“ (heute nur noch Abzweigstelle). Nach Kreuzung der Main-Neckar-Eisenbahn schwenkte die Strecke im weiten Bogen nach Norden und mündete etwa in Höhe der heutigen S-Bahn-Haltestelle Stresemannallee in die Main-Neckar-Eisenbahn und verlief zusammen mit dieser über die heutige Friedensbrücke zum Main-Neckar-Bahnhof.

Diese Einfahrt wurde ab dem 16. Januar 1882 durch die Linienführung über den Bahnhof Frankfurt-Niederrad und die Niederräder Mainbrücke ersetzt. Ab 1888 übernahm dann der neue „Centralbahnhof“ die Aufgaben aller drei Frankfurter Westbahnhöfe. Das ursprüngliche Streckenende wurde nach Osten zum 1873 eröffneten Bahnhof Sachsenhausen (heute Bahnhof Frankfurt (Main) Süd) verschwenkt und dient seitdem als Umgehungsstrecke des Frankfurter Hauptbahnhofes.

Mit der Hessische-Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft ging die Strecke ab dem 1. Februar 1897 auf die Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft über. Zum 1. August 1906 ging der automatische Streckenblock zwischen den Bahnhöfen Bischofsheim (Mainz-Bischofsheim) und Goldstein (Frankfurt am Main Stadion) in Betrieb.[3]

Seit 15. Dezember 1958 ist die Strecke elektrifiziert.

In der Nähe von Rüsselsheim ereignete sich am 2. Februar 1990 einer der schwersten Eisenbahnunfälle im Rhein-Main-Gebiet, bei dem eine S-Bahn aus Frankfurt am Main mit einer aus Wiesbaden kommenden S-Bahn zusammenstieß. Dabei starben 17 Menschen, über 80 wurden zum Teil schwer verletzt.

Seit 1999 ermöglicht die Verbindungsstrecke Raunheim Mönchwald–Raunheim Mönchhof den Anschluss an die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Bauwerke sind erhalten und einige Kulturdenkmäler nach § 2 Abs. 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz:

Ort Bauwerk Baujahr km Denkmal
Mainz-Bischofsheim Bf Empfangsgebäude 1958 08,25 *
Rüsselsheim Streckenwärterhaus 1863 12,80 *
Raunheim Bf Empfangsgebäude 1863 15,87 *
Raunheim Streckenwärterhaus 1863 17,39 *
Kelsterbach Eisenbahnbrücke 1863 21,75
Kelsterbach Streckenwärterhaus 1863 23,60 *
Kelsterbach Bf Empfangsgebäude 1863 23,81 *
Frankfurt (Main) Stadion Bf Empfangsgebäude 1879 31,37 *
Frankfurt-Niederrad Bf Empfangsgebäude 1882 33,19 *
Frankfurt-Sachsenhausen Eisenbahnbrücke 1864 34,47

Bedienung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Mainbahn verkehren Züge des Schienenpersonenfern- und -nahverkehrs, sowie des Güterverkehrs.

Fernverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ICE 1 auf der Verbindungskurve der Mainbahn im Bahnhof Frankfurt-Louisa

Die Strecke wird von einzelnen Züge der ICE-Linien 20, 31, 50 und 91 sowie der IC-Linie 31 befahren.

Die Züge des Fernverkehrs fahren von Mainz Hauptbahnhof kommend ab der Abzweigstelle Raunheim Mönchwald über die Verbindungsstrecke auf die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main zum Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens.

Von dort fahren die Züge weiter ohne Halt über den Bahnhof Frankfurt am Main Stadion und entweder über die ursprüngliche Strecke zum Bahnhof Frankfurt (Main) Süd oder über die heutige Strecke nach Frankfurt (Main) Hauptbahnhof. Wenige Züge fahren auch über die Riedbahn weiter nach Mannheim Hauptbahnhof.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Züge des Regionalverkehrs und der S-Bahn Rhein-Main fahren zwischen dem Bahnhof Kelsterbach und der „Abzweigstelle Frankfurt-Schwanheim Fernbahn“ über die Flughafenschleife.

Linie Linienverlauf Takt
RE 59 Frankfurt Flughafen Frankfurt Süd Frankfurt Ost Maintal Ost Hanau einzelne Züge
RB 75 Wiesbaden – Mainz – Mainz-Bischofsheim – Darmstadt 60 min
RE 2 (ab Koblenz) und
RE 3 (ab Saarbrücken)
Koblenz oder Saarbrücken – Mainz – Mainz-Bischofsheim – Frankfurt Flughafen Frankfurt 60 min
S8 Wiesbaden – Mainz – Mainz-Bischofsheim – Kelsterbach – Frankfurt Flughafen Frankfurt (tief) City-Tunnel Frankfurt – City-Tunnel Offenbach – Hanau 30 min
S9 Wiesbaden – Mainz-Kastel – Mainz-Bischofsheim – Kelsterbach – Frankfurt Flughafen Frankfurt (tief) City-Tunnel Frankfurt – City-Tunnel Offenbach – Hanau 30 min

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mainbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Streckenverlauf, Betriebsstellen sowie einige Signale und zulässige Geschwindigkeiten auf der OpenRailwayMap

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eisenbahnatlas Deutschland. 9. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2014, ISBN 978-3-89494-145-1.
  2. Die Haltestelle Schwanheim wurde bereits ab dem 15. November 1901 aufgegeben (Eisenbahndirektion Mainz (Hrsg.): Sammlung der herausgegebenen Amtsblätter vom 9. November 1901. 5. Jahrgang, Nr. 53, Bekanntmachung Nr. 508, S. 372). 1904 erhielt die Haltestelle Ausfahrsignale (Eisenbahndirektion Mainz (Hrsg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 5. März 1904, Nr. 11. Bekanntmachung Nr. 113, S. 138).
  3. Eisenbahndirektion Mainz (Hrsg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 4. August 1906, Nr. 41. Bekanntmachung Nr. 458, S. 392.