Mainhardt Graf von Nayhauß

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Mainhardt Graf von Nayhauß (2015)

Mainhardt Maria Stani Julius-Cäsar Eduard Franciscus Hubertus Graf von Nayhauß-Cormons, kurz auch Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormons, Mainhardt von Nayhauß-Cormons oder Mainhardt von Cormons (* 1. Juli 1926 in Berlin) ist ein deutscher Journalist.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mainhardt von Nayhauß, dessen Vorfahren aus Schlesien stammen, ist der Sohn des Offiziers, Publizisten und Gegners der Nationalsozialisten Stanislaus von Nayhauß, der nach der „Machtergreifung“ von ihnen gefoltert und am 26. Juni 1933 ermordet wurde.[2]

Er lebte – mit zwei Jahren Unterbrechung – bis 1956 in seiner Heimatstadt, wo er seine Schullaufbahn an der Napola absolvierte[3] und von 1947 bis 1948 den Beruf des Wirtschaftsjournalisten als Volontär bei den „Nachrichten für Außenhandel“ erlernte.

Von 1948 bis 1955 war er in der Presseabteilung des Schwedischen Generalkonsulats in Berlin tätig und arbeitete parallel dazu von 1951 bis 1952 als Redakteur beim RIAS. Anschließend zog er nach Bonn und wurde Korrespondent verschiedener Tages- und Wochenzeitungen: Der Spiegel (1956–1958), Stern (1958–1960), der Illustrierten Quick (1963–1966), JASMIN Die Zeitschrift für das Leben zu zweit (1967–1972), Wirtschaftswoche (1974–1978), Die Welt und Welt am Sonntag (1975–1981), Bunte, SUPERillu und Bild am Sonntag.[4]

Von 1981 bis 2011 schrieb er politische Kolumnen für die Bild-Zeitung[5][6] – bis 1999 unter dem Titel „Bonn vertraulich“, von 1999 bis 2005 unter dem Titel „Berlin vertraulich“,[7] die von der Kolumne Berlin Intern von Hugo Müller-Vogg abgelöst wurde,[8] und seit 2005 eine Kolumne unter dem Titel „Meine Top 10 der Woche“.[9]

Außerdem ist Nayhauß Buchautor und war Kolumnist für die Illustrierte Bunte und die im Internet erscheinende Netzeitung.[5] Er veröffentlichte unter anderem Biografien über Helmut Schmidt (1988) und Richard von Weizsäcker (1994). Die meisten seiner Bücher sind im Lübbe-Verlag, Bergisch Gladbach beziehungsweise im Kölner Lingen Verlag erschienen.

Nayhauß ist Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Er ist verheiratet mit der Journalistin Sabine von Nayhauß geborene Beierlein[10] und hat zwei Töchter. Seine Tochter Tamara von Nayhauß arbeitet als Fernsehmoderatorin.[11][12]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Leeb: «Wir waren Hitlers Eliteschüler»: Ehemalige Zöglinge der NS-Ausleseschulen brechen ihr Schweigen. Heyne Verlag, ISBN 978-3-453-16504-5[14]
  • Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormòns, in: Internationales Biographisches Archiv 20/2011 vom 17. Mai 2011, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mainhardt Graf von Nayhauß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: Person: Nayhauß, Mainhardt /von (männlich) – Adelstitel: Graf
  2. Stolpersteine Berlin: Stanislaus Graf von Nayhauß-Cormons, abgerufen am 24. Januar 2015.
  3. Telepolis vom 6. Dezember 2009: „Die Napola-Erziehung hat mir in der Marktwirtschaft geholfen“
  4. bundesarchiv.org: Kabinettsprotokolle 1958 – Protokolle 32. Kabinettssitzung am 30. Juli 1958: Tagesordnungspunkt C: Ermittlungsverfahren gegen den „Spiegel“-Korrespondenten Graf Nayhauß
  5. a b Cicero: Rosen züchten sollen andere
  6. Bild: Meine 30 Jahre bei BILD
  7. sagmal.de: Interview mit Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormons vom 6. Juni 2000 (Memento des Originals vom 24. Juni 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sagmal.de
  8. Deutscher Depeschendienst vom 2. August 2005: Hugo Müller-Vogg schreibt «Bild»-Kolumne «Berlin intern»
  9. www.taz.de: „Ich habe nur die Macht, zu ärgern“ – Mainhardt Graf Nayhauß
  10. wc.rootsweb.ancestry.com: Sabine Beierlein
  11. ClubPremiere: Die charmanten Beobachtungen des meistgelesenen Kolumnisten Deutschlands (Memento des Originals vom 23. September 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.directgroupgermany.de
  12. ClubPremiere: Die charmanten Beobachtungen des meistgelesenen Kolumnisten in Deutschland (Memento vom 26. September 2014 im Internet Archive)
  13. Süddeutsche Zeitung vom 8. April 2008: 'Bild-Kolumnist Mainhardt Graf von Nayhauß – Ein Gesamtkunstwerk (Memento des Originals vom 8. September 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sueddeutsche.de
  14. Focus vom 31. August 1998: NS-GESCHICHTE – Hitlers Zöglinge – Erstmals erzählen Prominente aus ihrer Zeit an den Eliteschulen der Nationalsozialisten