Mainhausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mainhausen
Mainhausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mainhausen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 1′ N, 8° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Offenbach
Höhe: 112 m ü. NHN
Fläche: 17,92 km²
Einwohner: 9028 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 504 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63533
Vorwahl: 06182
Kfz-Kennzeichen: OF
Gemeindeschlüssel: 06 4 38 007
Gemeindegliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rheinstraße 3
63533 Mainhausen
Webpräsenz: www.mainhausen.de
Bürgermeisterin: Ruth Disser (SPD)
Lage der Gemeinde Mainhausen im Landkreis Offenbach
Neu-Isenburg Dreieich Langen (Hessen) Egelsbach Rödermark Dietzenbach Heusenstamm Mühlheim am Main Rodgau Obertshausen Hainburg Seligenstadt Mainhausen Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Main-Kinzig-Kreis Offenbach am Main Kreis Groß-Gerau Frankfurt am MainKarte
Über dieses Bild

Mainhausen ist mit rund 9.000 Einwohnern die kleinste Gemeinde im Landkreis Offenbach in Hessen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mainhausen ist eine von 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Offenbach und liegt im südlichsten Teil Hessens direkt an der Grenze zum Freistaat Bayern. Die Gemeinde liegt am östlichen Rand des Rhein-Main-Gebiets direkt am Main und südöstlich der Metropole Frankfurt am Main.

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet erstreckt sich über 17,92 km².

Nachbargemeinden und -kreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mainhausen grenzt im Westen und Norden an die Stadt Seligenstadt, im Osten an die Gemeinden Karlstein, Kleinostheim und Stockstadt am Main (alle drei Landkreis Aschaffenburg) sowie im Süden an die Stadt Babenhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mainhausen besteht aus den Ortschaften und Gemarkungen Mainflingen im Nordosten und Zellhausen im Südwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der einzelnen Ortsteile ist in den jeweiligen Ortsteil-Artikeln dargestellt.

Im Mittelalter bestand in der Nähe von Mainflingen der Ort Hausen (Husen) welcher um 1357 als Reichsritterschaftliches Lehen von Hanau erwähnt wird. Das „Häuser Schloss“ ist ein alter Turmhügel aus dem 10. oder 11. Jahrhundert mit unbekannten Erbauer.

Die Gemeinde Mainhausen entstand im Zuge der Gebietsreform in Hessen per Gesetz am 1. Januar 1977 durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden und heutigen Ortsteile Mainflingen und Zellhausen.[2] Ortsbezirke wurden in der Gemeinde Mainhausen nicht gebildet.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 hatte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
    
Von 27 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 53,8 15 57,6 16 45,4 14 40,8 13
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 22,2 6 26,8 7 37,5 12 56,0 17
UWG Unabhängige Wählergemeinschaft Mainhausen 16,5 4 11,1 3 5,7 2
FDP Freie Demokratische Partei 7,5 2 4,4 1 11,4 3 3,1 1
Gesamt 100,0 27 100,0 27 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 54,6 49,9 47,5 58,2
Rathaus in Mainflingen

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der letzten Bürgermeisterwahl 2009 setzte sich Ruth Disser (SPD) mit 66,9 % aller Stimmen durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,89 %. Die nächste Wahl ist turnusmäßig im Jahr 2015.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mainhausen pflegt Partnerschaften mit der Gemeinde Pöls in Österreich und mit der Gemeinde Schwerstedt (bei Straußfurt) im Landkreis Sömmerda in Thüringen.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort verläuft die Landstraße L3065, die nördlich zur Landstraße L2310 führt. Die L2310 geht östlich des Ortes am Autobahnanschluss 48 der Bundesautobahn 45 (Anschlussstelle Mainhausen) in die Bundesstraße 469 über. Im Südosten des Gemeindegebietes befindet sich das Seligenstädter Dreieck, an dem die Bundesautobahn 45 an die Bundesautobahn 3 anschließt.

Die Odenwaldbahn (RB 64/RE 64) macht im Mainhausener Ortsteil Zellhausen Station auf der Fahrt in Richtung Hanau, Frankfurt und Groß-Umstadt-Wiebelsbach (mit Anschluss nach Erbach und Eberbach).

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Sendeanlagen für Lang- und Mittelwelle, siehe Sendeanlagen in Mainflingen.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Käthe Paulus (1868–1935), erste deutsche Berufsluftschifferin, Luftakrobatin und Erfinderin des faltbaren Fallschirms

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mainhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gesetz zur Neugliederung des Landkreises Offenbach vom 26. Juni 1974 (GVBl. I) S. 316
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006