Mainila-Zwischenfall

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Karte mit Vorkriegs-Grenze

Der Mainila-Zwischenfall war ein Angriff der Roten Armee auf ein sowjetisches Dorf, eine Operation unter falscher Flagge und der Casus Belli für den sowjetisch-finnischen Winterkrieg.

Am 26. November 1939 beschoss die Artillerie der Roten Armee den sowjetischen Grenzort Mainila (russisch Майнило), wobei vier Soldaten auf sowjetischer Seite getötet worden sein sollen. Außerdem forderten sie den sofortigen Abzug der finnischen Truppen von der Grenze. Die Sowjetunion kündigte am 28. November den bestehenden Nichtangriffspakt von 1932, beendete am 29. November 1939 die diplomatischen Beziehungen mit Finnland und begann einen Tag später den Winterkrieg. Finnische Untersuchungen ergaben jedoch, dass die sowjetische Artillerie die sieben Granaten auf die Ortschaft Mainila selbst abgefeuert hatte.

Ähnlich wie beim von Deutschland fingierten Überfall auf den Sender Gleiwitz, der Deutschland als Vorwand zum Polenfeldzug diente, wurde von der Sowjetunion behauptet, der Beschuss sei von finnischer Seite ausgegangen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William R. Trotter: The Winter war: The Russo-Finnish War of 1939–1940. ISBN 1-85410-881-6

Koordinaten: 60° 15′ N, 29° 51′ O