Maintal

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der hessischen Stadt Maintal. Für den gleichnamigen Stadtteil von Schweinfurt, siehe Maintal (Schweinfurt), für das Tal des Flusses Main siehe Main#Flusslauf.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Maintal
Maintal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Maintal hervorgehoben
Koordinaten: 50° 9′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Main-Kinzig-Kreis
Höhe: 161 m ü. NHN
Fläche: 32,4 km²
Einwohner: 37.680 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 1163 Einwohner je km²
Postleitzahl: 63477
Vorwahlen: 06181; 06109 in BischofsheimVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: MKK, GN, HU, SLÜ Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 06 4 35 019
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Klosterhofstraße 4–6
63477 Maintal
Webpräsenz: www.maintal.de
Bürgermeister: Monika Böttcher (parteilos)
Lage der Stadt Maintal im Main-Kinzig-Kreis
Niederdorfelden Schöneck (Hessen) Nidderau Maintal Hanau Großkrotzenburg Rodenbach (bei Hanau) Erlensee Bruchköbel Hammersbach Neuberg (Hessen) Ronneburg (Hessen) Langenselbold Hasselroth Freigericht (Hessen) Gründau Gelnhausen Linsengericht (Hessen) Biebergemünd Flörsbachtal Jossgrund Bad Orb Wächtersbach Brachttal Schlüchtern Birstein Sinntal Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Steinau an der Straße Steinau an der Straße Bad Soden-Salmünster Bad Soden-Salmünster Gutsbezirk Spessart Bayern Landkreis Offenbach Offenbach am Main Frankfurt am Main Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Gießen Wetteraukreis HochtaunuskreisKarte
Über dieses Bild

Die Stadt Maintal liegt am Main zwischen Frankfurt am Main und Hanau und gehört dem Main-Kinzig-Kreis an, in dem sie nach Hanau die zweitgrößte Stadt ist.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maintal grenzt im Norden an die Gemeinden Niederdorfelden und Schöneck, im Osten an Hanau, im Süden – jeweils durch den Main getrennt – an Mühlheim am Main (Kreis Offenbach) und die Stadt Offenbach (Offenbach-Rumpenheim) sowie im Westen an die Frankfurter Stadtteile Fechenheim und Bergen-Enkheim.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maintal gliedert sich in die Stadtteile Bischofsheim, Dörnigheim, Hochstadt (Sitz der Stadtverwaltung) und Wachenbuchen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde am 1. Juli 1974 im Zuge der Hessischen Gebietsreform aus der Stadt Dörnigheim und den Gemeinden Bischofsheim, Hochstadt und Wachenbuchen gebildet.[2] In einer Umfrage vor der Zusammenlegung schlugen die meisten Bürger den Namen „Mainstadt“ vor.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[3] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[4][5]

Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016
     
Von 45 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften  %
2016
Sitze
2016
 %
2011
Sitze
2011
 %
2006
Sitze
2006
 %
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 32,5 14 33,2 15 34,9 16 39,9 18
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 26,6 12 31,8 14 37,4 17 42,7 19
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 11,2 5 16,4 8 9,0 4 8,7 4
WAM Wahlalternative Maintal - Soziale Gerechtigkeit 17,0 8 11,6 5 7,2 3
FDP Freie Demokratische Partei 12,8 6 4,5 2 7,6 3 4,6 2
REP Die Republikaner 2,6 1 3,3 2 4,0 2
gesamt 100,0 45 100,0 45 100,0 45 100,0 45
Wahlbeteiligung in % 36,8 39,9 37,6 44,3
Rathaus Maintal

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amtszeit Name Partei
1974–1983 Erwin Henkel SPD
1983–1995 Walter Unger SPD
1995–2001 Erhard Rohrbach CDU
2001–2003 Dorothee Diehl CDU
2004–2015 Erhard Rohrbach CDU
seit 2016 Monika Böttcher parteilos

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luisant (Frankreich), seit 11. April 1974
  • Moosburg (Österreich), seit 21. Oktober 1976
  • Esztergom (Ungarn), seit 15. Juli 1993
  • Katerini (Griechenland), seit 20. März 1994

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wahrscheinlich bekannteste Maintaler Firma ist die Norma Group, deren Schlauchschellen und Schlauchverbinder in vielen Autos zu finden sind. Große Gewerbegebiete mit Autozuliefer-, Metall-, Einzelhandel- und Dienstleistungsbetrieben, auch zur Versorgung von Hanau. Ebenfalls, aber recht neu ist der chinesische Relaishersteller Xiamen Hongfa Electroacoustic, mit seiner im Jahr 2003 gegründeten Niederlassung Hongfa Europe GmbH. Hier wird das komplette Angebot aus 110 Relaisfamilien mit allen Gütesiegeln auf den Markt angeboten. Weitere wichtige Unternehmen in Maintal sind:

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahnverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maintal ist über die Bahnstrecke Frankfurt–Hanau (auch „Hanauer Bahn“ genannt) mit Frankfurt am Main und Hanau verbunden. Der Haltepunkt Maintal West (bis Juni 1997 Bischofsheim-Rumpenheim) und der Bahnhof Maintal Ost (bis Juni 1997 Hochstadt-Dörnigheim) liegen im Stadtgebiet.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Autobahn A 66 ist Maintal an Frankfurt am Main und über das Hanauer Kreuz mit der A 45 (Dortmund–Aschaffenburg) verbunden.

Fährverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fähre Dörnigheim - Mühlheim

Zwei Autofähren über den Main verbinden Maintal mit Mühlheim am Main und Rumpenheim, einem Stadtteil von Offenbach am Main.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiterhin verfügt Maintal über ein Stadtbusnetz, welches die Maintaler Stadtteile untereinander verbindet und Maintal mit der Frankfurter U-Bahn-Station Enkheim. Von dort besteht allerdings während der letzten drei Stunden des Frankfurter U-Bahnverkehrs (werktags) keinerlei Busverbindung mehr nach Maintal. Von den insgesamt 8 Buslinien, die in Maintal fahren, werden 5 von dem Stadtverkehr Maintal betrieben.

Der ehemals für eine Stadt dieser Größe überdurchschnittlich gut ausgebaute Nachtbusverkehr wurde in den letzten Jahren ersatzlos eingestellt. Dies betraf zunächst die Linie n64 von Frankfurt am Main aus durch Maintal bis nach Wachenbuchen und anschließend die Linien MKK-28 und MKK-29, die den exakt gleichen Linienweg fuhren wie die Linien MKK-22 und MKK-23.

Flugverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Frankfurt.
Nächstgelegener Verkehrslandeplatz ist der Flugplatz Gelnhausen. Ein Segelfluggelände ist der Flugplatz Langenselbold in Langenselbold.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werner-von-Siemens-Schule in Dörnigheim

Im Stadtteil Bischofsheim befinden sich die Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik, zwei Grundschulen (Villa Kunterbunt Schule und Waldschule) sowie eine Gesamtschule (Erich-Kästner-Schule) und ein Gymnasium (Albert-Einstein-Schule). Zudem ist in diesem Stadtteil auch die Europäische Studienakademie Kälte-Klima-Lüftung (ESaK) beheimatet, sowie mehrere freie Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen für Vor- und Grundschulkinder. Der Elternverein Bischofsheim e.V. betreibt einen privaten Montessorikindergarten, der nach den Grundsätzen der italienischen Ärztin Maria Montessori arbeitet.

Im Stadtteil Dörnigheim befindet sich eine Grundschule (Wilhelm-Busch-Schule), eine kombinierte Grund-, Haupt-, Realschule (Werner-von-Siemens-Schule), sowie eine Förderschule (Friedrich-Fröbel-Schule).

Die Stadtteile Hochstadt und Wachenbuchen verfügen jeweils über eine Grundschule (Fritz-Schubert-Schule, bzw. Büchertalschule). In Hochstadt ansässig ist auch die Stiftung MainTaler für Demokratieentwicklung von unten mit Bildungsprojekten im Bereich Politik und Wirtschaft.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das kulturelle Leben wird von den Vereinen, den Kirchengemeinden, vom Kulturbüro der Stadt Maintal und dem SeniorenOffice gestaltet. Weit über die Region hinaus sind die Kirchenkonzerte, die Straßenfeste, der Weihnachtsmarkt von Hochstadt und der Ironman bekannt.

Maintals Senioren sind ehrenamtlich aktiv. Über die vielfältigen Betätigungsfelder informiert eine Seniorenzeitung und ein Internetauftritt.

Maintal ist des Weiteren eine Karnevals-Hochburg mit traditionellen Vereinen in allen vier Stadtteilen sowie einem Fastnachtsumzug, der alljährlich am Fastnachtsamstag in Dörnigheim stattfindet.

Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. November 2010 unterzeichnete Bürgermeister Erhard Rohrbach die Charta der 100 Kommunen für den Klimaschutz. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen hat sich Maintal damit zum Ziel gesetzt, Potenziale zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz weiter auszuschöpfen und die Nutzung Erneuerbarer Energien voranzubringen.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Bischofsheim befindet sich eine bemerkenswerte Alteichenpopulation am südöstlichen Rand des Gänseweihers zwischen Gänseweiherweg und dem Stadion des FSV 07 Bischofsheim. Der älteste Baum dürfte dort um das Jahr 1710 gekeimt sein. Sein Umfang beträgt fast 4 Meter.

Die Population ist Teil einer größeren Ansammlung 250-380 Jahre alter Eichen im Enkheimer Wald und im Naturschutzgebiet Enkheimer Ried. Die Enkheimer Alteichen stehen am südlichen Rand des Naturschutzgebiets Enkheimer Ried des Frankfurter Stadtwaldes und Frankfurter Grüngürtels. Diese zählen sie zu den ältesten und besterhaltenen Baumpopulationen Frankfurts. Nachgewiesen sind insgesamt 30 Einzelexemplare, die sich im Wesentlichen an vier Stellen im rund 23,3 Hektar großen Enkheimer Wald konzentrieren, von dem das Naturschutzgebiet ca. 8,9 Hektar einnimmt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 367.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  5. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maintal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien