Makrele

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Art Scomber scombrus. Zu anderen Makrelen siehe Makrele (Begriffsklärung).
Makrele
Scomber scombrus.jpg

Makrele (Scomber scombrus)

Systematik
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Scombriformes
Familie: Makrelen und Thunfische (Scombridae)
Unterfamilie: Scombrinae
Gattung: Scomber
Art: Makrele
Wissenschaftlicher Name
Scomber scombrus
Linnaeus, 1758

Die Makrele (Scomber scombrus, engl. Atlantic Mackerel) ist ein in Küstengewässern lebender Schwarmfisch. Makrelen sind durchschnittlich 30 bis 50 cm lang und können bis zu 17 Jahre alt werden. Sie fressen Plankton und Fischbrut von Heringen, Dorschen oder Sprotten. Populationen der (atlantischen) Makrele kommen in den Küstengewässern Nordamerikas, im offenen Nordostatlantik, in der Nordsee, im Mittelmeer und im Schwarzen Meer vor. Brutgebiete der Nordsee-Polulation befinden sich in der Irischen See und am Westrand der Norwegischen Rinne.

Anders als die meisten Fische hat die Makrele keine Schwimmblase, wodurch sie einerseits ohne Druckausgleich schnell die Wassertiefe wechseln kann, andererseits aber auch ständig durch Bewegung für Auftrieb sorgen muss, um nicht zu versinken.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezeichnung Makrele wurde aus dem Altfranzösischen (maquerel) über das Mittelniederländische (makereel) ins Mittelhochdeutsche (macrel) entlehnt. Die weitere Herleitung aus dem Lateinischen ist umstritten.[1][2]

Fischbestand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
die angegebene Quelle (Zeit Online) enthält die Angaben nicht

Die Makrele wird durch geringe Anlandegrößen und Höchstfangquoten geschützt. Fangzonen und Zeiten wurden begrenzt. Fangzeit ist von Juli bis Mitte Februar.

Eine 2011 veröffentlichte Studie untersuchte auf Grundlage von Daten bis 2006 Bestand und Fischereidruck auf verschiedene Bestände von Thunfisch und von unterschiedlichen Makrelenarten. Der Bestand der nordostatlantischen Population der atlantischen Makrele lag bei über 110 % der Biomasse, die für eine Maximum Sustainable Yield-Befischung erforderlich ist. Der Bestand wurde damit als nicht überfischt (not overfisched) eingestuft. Die damals aktuellen Befischungsdaten zeigten aber eine leicht zu hohe Befischung für diesen Bestand an (overfishing).[3]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
die zitierte Quelle ist eine populäre Information des WWF, keine akzeptable und wissenschaftlich reputable Quelle

Bei der gezielten Fischerei nach Makrelen gibt es kaum Beifang, dieser besteht zum Teil aus kleinen Meeressäugern. Der Meeresboden wird vom Fanggerät nicht beeinträchtigt. Die Makrele wird jedoch häufig durch andere Fischereien beigefangen. Wird sie aufgrund von Fangbegrenzungen über Bord geworfen, besteht nur eine minimale Überlebenschance. Langleinenfänge aus Südwest-England werden mit dem MSC-Siegel für bestandserhaltende Fischerei ausgezeichnet.[4]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Makrele gilt als guter Speisefisch, der gleichermaßen zum Dünsten, Braten, Grillen und Räuchern geeignet ist. Das Fleisch ist rötlich, aromatisch und hat einen hohen Fettanteil von 12 Prozent. Die Makrele lässt sich vergleichsweise einfach entgräten. Sie wird häufig im ganzen oder als Filet heißgeräuchert angeboten, oder auch in Öl oder Tomatensoße eingelegt als Dosenkonserve. In Teilen Süddeutschlands und Österreichs wird sie auch als sogenannter Steckerlfisch zubereitet. Makrelen hatten 2014 einen Anteil von 2,0 Prozent am deutschen Fischverbrauch.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Makrele – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Makrele – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Makrele bei Duden online
  2. In der englischen Sprache ist mackerel zum einen eine Bezeichnung für den Fisch, zum anderen wurde das Wort früher auch für Zuhälter gebraucht, wie im Französischen maquereau. Es gab einen Volksglauben, dem zufolge die Makrele dem Hering bei der Balz als Kuppler behilflich ist. Vgl. The Oxford English Dictionary. Band 9: Look – mouke. 2nd edition. Clarendon Press, Oxford 1989, ISBN 0-19-861221-4, s. v. mackerel, n¹ sowie mackerel, n.²
  3. Maria José Juan-Jordáa, Iago Mosqueira, Andrew B. Cooper, Juan Freire, Nicholas K. Dulvy (2011) Global population trajectories of tunas and their relatives. PNAS 108(51):20650–20655.
  4. WWF-Fischführer: Makrele (PDF; 31 kB)
  5. Fisch-Informationszentrum e.V. (Hg.): Daten und Fakten. Marktanteile 2015