Malavita – The Family

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Filmdaten
Deutscher Titel Malavita – The Family
Originaltitel The Family
Malavita Logo.png
Produktionsland Vereinigte Staaten, Frankreich
Originalsprache Englisch
Französisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 111 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
JMK 16[2]
Stab
Regie Luc Besson
Drehbuch Luc Besson,
Michael Caleo,
Tonino Benacquista
Produktion Luc Besson,
Ryan Kavanaugh,
Virginie Silla
Musik Evgueni Galperine,
Sacha Galperine
Kamera Thierry Arbogast
Schnitt Julien Rey
Besetzung

Malavita – The Family (Originaltitel: The Family) ist eine US-amerikanisch-französische Filmkomödie von Luc Besson aus dem Jahr 2013 mit Robert De Niro, Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones in den tragenden Rollen. Das Drehbuch basiert auf dem Roman Mala Vita: Ein Mafia-Roman von Claudio Michele Mancini.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film handelt von einer US-Mafia-Familie, den Manzonis, die sich im Zeugenschutzprogramm befinden und deswegen unter dem Namen Blake in der Normandie (Nordwestfrankreich) leben. Der FBI-Agent Robert Stansfield steht mit ihnen in Kontakt. Zunächst versucht die Familie eher unauffällig zu leben, verfällt daraufhin aber wieder in ihre alten Gewohnheiten. In der Schule setzen sich Sohn und Tochter mit Prügel gegen Mitschüler zur Wehr. Während sich Giovanni als Schriftsteller tarnt, suchen die Mafiosi, die er hintergangen hat, nach ihm. Ein skrupelloser Killer hat seine Spur in dem vorherigen Wohnort der Familie aufgenommen. Als der Sohn ein Gedicht für die Schülerzeitung schreiben muss, nutzt er eine alte Geschichte, die er mal bei den Mafiafreunden seines Vaters gehört hat. Durch Zufall landet eines der Zeitungsexemplare in der amerikanischen Gefängniszelle des Mafiabosses Don Luchese, der Manzoni tot sehen will. Don Luchese sieht einen Zusammenhang zwischen dem Gedicht und Manzoni und beauftragt seine Untergebenen, nach Frankreich zu reisen. Ein schwerbewaffnetes Killerkommando macht sich in die Normandie auf, während sich die Manzonis mit anderen Sorgen beschäftigen. Der Sohn wird vor den Lehrerrat zitiert, da er etliche Delikte begangen hat, Vater Manzoni verprügelt einen lokalen Chemiefabrikanten, da er mit der Wasserqualität im Ort nicht zufrieden ist und die Tochter trauert dem jungen Mathenachhilfelehrer nach, in den sie sich verliebt hat und dem sie ihre Jungfräulichkeit geopfert hat. Als die Gangster im neuen Heimatort der Manzonis eintreffen, richten sie ein wahres Blutbad an, können jedoch nach heftiger Gegenwehr alle getötet werden. Die Manzonis müssen wieder unter einer neuen Identität in einer neuen Stadt einen Neuanfang machen und verschwinden in der Nacht. Vater Manzoni stellt lakonisch fest, dass die Familie jetzt enger zusammengerückt sei.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film erhielt größtenteils negative Kritiken. Bei Rotten Tomatoes erreichte er lediglich bei 28 Prozent der Rezensenten eine positive Bewertung.[3]

„Luc Besson ist bekennender Fan des Gangsterfilms. Das merkt man auch. Vor allem seine Sympathien für Scorsese und Co. kann man förmlich spüren. Und dennoch weist seine Hommage hier und da Lücken in der Handlung auf. Vor allem unter den ständigen Frankreich-Amerika-Klischees leidet der Humor. Im Gegensatz zu Tonino Benacquistas Romanvorlage „Malavita“ hat Besson den Schwerpunkt verstärkt auf diese ausgerichtet. Das kann nur durch den überzeugenden Cast hin und wieder wettgemacht werden. Malavita – The Family bietet dennoch gute Unterhaltung und ist vor allem für Fans von Mafiafilmen eine nette Abwechslung.“

Sebastian Lohse, Filmfutter.com[4]

„Wie konnte das alles nur so furchtbar schiefgehen? Vielleicht ist Malavita – The Family ja ein Angehöriger des Genres, das ich gerne als ‚Urlaubsfilm‘ bezeichne. Damit ist nicht gemeint, dass man diese Filme im Urlaub schauen sollte, sondern dass der Film selbst das Nebenprodukt eines ausgedehnten Urlaubs ist. Filme, die bevorzugt auf Weinbergen, Karibikinseln oder herrschaftlichen Landhäusern spielen, welche oft den Filmemachern selbst gehören. Die eine eher behäbige Handlung ohne viel Action bieten und bei denen man das Gefühl hat, das Set-Catering war eigentlich wichtiger als der Inhalt des Drehbuchs.“

Filmjunkies.de[5]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Realisierung von Malavita – The Family waren die Filmproduktionsgesellschaften EuropaCorp, Relativity Media und TF1 Films Production beteiligt.[6]

Die US-amerikanische Premiere des Films erfolgte am 10. September 2013 in New York City, New York, und in den deutschen Kinos war er ab dem 21. November 2013 zu sehen.[7]

In einer Szene nimmt Giovanni Manzoni an einer Filmvorführung teil. Gezeigt wird Martin Scorseses Good Fellas, in dem Robert De Niro neben Ray Liotta die Hauptrolle spielte.

Der Name Don Luchese kann eine Anspielung auf die reale Lucchese-Familie, eine der fünf New Yorker Mafiafamilien, sein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tonino Benacquista: Malavita. Eine Mafia-Komödie. 1. Auflage. Carl's Books, München 2013, ISBN 978-3-570-58528-3 (französisch: Malavita. Übersetzt von Herbert Fell, Roman).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Malavita – The Family. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Oktober 2013 (PDF; Prüf­nummer: 141 528 K).
  2. Alterskennzeichnung für Malavita – The Family. Jugendmedien­kommission.
  3. Malavita – The Family. Rotten Tomatoes, abgerufen am 3. Dezember 2013 (englisch).
  4. Filmkritik zu Malavita – The Family auf Filmfutter.com. Abgerufen am 3. Dezember 2013.
  5. Rezension zu Malavita – The Family. Abgerufen am 3. Dezember 2013.
  6. IMDb Company Credits Malavita – The Family. Abgerufen am 2. Dezember 2013.
  7. IMDb Release Info Malavita – The Family. Abgerufen am 2. Dezember 2013.