Maleimid

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Strukturformel
Strukturformel von Maleimide
Allgemeines
Name Maleimid
Andere Namen
  • 2,5-Pyrrolidindion
  • Maleinimid
  • Maleinsäureimid
  • Maleimid
  • 1H-Pyrrol-2,5-dion
Summenformel C4H3NO2
CAS-Nummer 541-59-3
PubChem 10935
Kurzbeschreibung

beige Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 97,07 g·mol−1
Aggregatzustand

fest [1]

Dichte

1,2493 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

90–93 °C[1]

Löslichkeit
  • löslich in Wasser[1]
  • löslich in Alkohol und Ether[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​314​‐​317
P: 280​‐​301+310​‐​305+351+338​‐​310 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][4]
Giftig
Giftig
(T)
R- und S-Sätze R: 25​‐​34​‐​43
S: 26​‐​36/37/39​‐​45
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Maleimid ist eine chemische Verbindung. Es ist das Imid der Maleinsäure und damit der einfachste Vertreter der Stoffgruppe der Maleimide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Darstellung von Maleimid erfolgt meist durch Reaktion von Maleinsäureanhydrid mit Ammoniak und nachfolgender Wasserabspaltung.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maleimid ist ein brennbarer, schwer entzündbarer, kristalliner, beiger Feststoff, der löslich in Wasser ist.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maleimid und substituierte Derivate dienen sowohl als Photoinitiatoren als auch als monomere Ausgangsstoffe für anionische oder radikalische Homopolymerisationen und Copolymerisationen.[2] Maleimid dient auch als Stabilisator in Kühlschmiermitteln.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Maleinimid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Eintrag zu Maleimid. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 28. Juni 2016.
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  4. Datenblatt Maleimide, 99% bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 8. Juli 2013 (PDF).
  5. Datenblatt Maleimide (PDF) bei Fisher Scientific, abgerufen am 13. Februar 2014.
  6. Werner Baumann, Bettina Herberg-Liedtke: Chemikalien in der Metallbearbeitung: Daten und Fakten zum Umweltschutz. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-61004-2 (books.google.com).