Malstedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Malstedt
Gemeinde Deinstedt
Wappen von Malstedt
Koordinaten: 53° 25′ 37″ N, 9° 16′ 10″ O
Höhe: 15 m ü. NHN
Einwohner: 204
Eingemeindung: März 1974
Eingemeindet nach: Deinstedt
Postleitzahl: 27446
Vorwahlen: 04284, 04762
Malstedt (Niedersachsen)
Malstedt

Lage von Malstedt in Niedersachsen

Malstedt ist ein Ortsteil der Gemeinde Deinstedt, Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Malstedt ist ein Bioenergiedorf.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malstedt liegt im Zentrum des Elbe-Weser-Dreiecks, nahe der größeren Städte Bremervörde, Zeven und Apensen.

Hesedorf, Bremervörde
7 km, 11 km
Byhusen, Bremervörde
2 km, 5 km
Aspe (Kutenholz), Fredenbeck
7 km, 14 km
Bevern, Minstedt, Spreckens
4 km, 10 km, 11 km
Nachbargemeinden Farven, Apensen
6,5 km, 23 km
Deinstedt, Selsingen, Rhade
4 km, 7 km, 15 km
Anderlingen, Heeslingen
6 km, 13 km
Steddorf, Sittensen
13 km, 22 km

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmalige Erwähnung Malstedts als „Malstede“ ist in einer Urkunde der Bremer Erzbischöfe Adalbero und Gerhard I. auf das Jahr 1132 datiert. Nach geschichtlichen Überlieferungen im Zeitraum des 12. und 15. Jahrhunderts befand sich Malstedt, und die zu dem Zeitpunkt geringe Anzahl der Höfe, im Besitz des Klosters St. Georg zu Stade und dem Kloster Harsefeld. Ebenfalls wird um das 15. Jahrhundert herum beschrieben, das die Burg Vörde ein Recht auf Viehabgabe und Hofdienste besitzt.

Nach nicht genauer bekannten Überlieferungen existierte in Malstedt etwa Anfang des 16. Jahrhunderts eine Kapelle mit einer Glocke des Glockengießers Hinrich Kock. Die Glocke wurde zwischenzeitlich an die Selsinger Kirche abgegeben und dient seit 1936 als Dorfglocke von Byhusen.[2]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch Malstedt ist während des Zweiten Weltkrieges nicht verschont geblieben. Im Jahr 1945 wurden 9 Wohnhäuser, 4 Scheunen und ein Stallgebäude zerstört.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malstedt ist durch die angrenzende K118 an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen. Durch das Ortsgebiet führen des Weiteren die „Deinsteder Straße“ und die „Farvener Straße“, welche die gleichnamigen Orte mit Malstedt verbinden. Durch die „Hauptstraße“ besteht eine Verbindung zum etwa 2 km entfernten Byhusen.

Mühlenstraße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Malstedt liegt durch die Wassermühle Malstedt, einer der ältesten Wassermühlen im Landkreis Rotenburg (Wümme), an der Niedersächsischen Mühlenstraße.

Malstedter Mühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge der Malstedter Mühle liegen, wie die des Ortsteils selbst, im Jahr 1132. Sie liegt im Ortsgebiet am sogenannten „Mühlenteich“, der von der parallel verlaufenden Bever gespeist wird.[2]

Bioenergiedorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bioenergiedorf#Malstedt

Malstedt ist ein Bioenergiedorf und versorgt sich selbst, aber auch andere Ortschaften mit erneuerbarer Energie. Die Energieerzeugung geschieht durch eine von 15 Landwirten betriebene Biogasanlage.

Historische Einwohnerzahlen [2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitpunkt Einwohnerzahl
1848 129
1885 148

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.malstedt.de/unser-dorf/heute
  2. a b c http://www.malstedt.de/unser-dorf/geschichte/