Malte Thießen

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Malte Thießen (* 1974 in Hamburg) ist ein deutscher Historiker. Er leitet seit Februar 2017 das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster und lehrt als außerplanmäßiger Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem Studium der Geschichte und Germanistik für das Höhere Lehramt wurde Thießen 2006 mit einer von Klaus Saul betreuten Dissertation über die Erinnerungskultur zum Luftkrieg und zum Kriegsende 1945 an der Universität Hamburg promoviert.[1] Die Arbeit wurde von der Universität Hamburg mit dem Karl H. Ditze Preis für herausragende Dissertationen ausgezeichnet. Von 2007 bis 2009 arbeitete Thießen an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem interdisziplinären Forschungsprojekt zur transgenerationalen Tradierung des Luftkriegs im Familiengedächtnis. Nach dem Abschluss des Referendariats an der Gesamtschule Hamburg-Horn wurde er 2010 auf eine Juniorprofessur für Europäische Zeitgeschichte an die Universität Oldenburg berufen, an der er 2015 mit einer Arbeit zur Geschichte des Impfens habilitiert wurde. Während der Juniorprofessur war Thießen unter anderem als Fellow am Deutschen Historischen Institut in London tätig.

Seine Forschungsbiete sind Geschichte der Gesundheit, der Gesundheitsvorsorge und des Impfens, Erinnerungskultur und Geschichtspolitik zum Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg, „Volksgemeinschaft“ im „Dritten Reich“, Zeitzeugen und Oral History, Geschichte der Bundeswehr, Geschichte der Digitalisierung von 1960 bis heute, Geschichte von Städtepartnerschaften im 20. und 21. Jahrhundert.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eingebrannt ins Gedächtnis. Hamburgs Gedenken an Luftkrieg und Kriegsende 1943 bis 2005. Dölling und Galitz Verlag, München 2007, ISBN 978-3-937904-55-9.
  • Immunisierte Gesellschaft. Impfen in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2017, ISBN 978-3-525-37053-7.
  • Auf Abstand. Eine Gesellschaftsgeschichte der Coronapandemie. Campus, Frankfurt am Main 2021, ISBN 978-3-593-51423-9.

Herausgeberschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besprechung von Hans Walden in: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte. 94, 2008, S. 224–228 (uni-hamburg.de).