Mama Africa

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Dieser Artikel behandelt ein Studioalbum von Peter Tosh. Die südafrikanische Sängerin und Menschenrechtlerin Miriam Makeba („Mama Afrika“) wird unter Miriam Makeba beschrieben
Mama Africa
Studioalbum von Peter Tosh
Veröffentlichung 1983
Label Capitol/EMI
Format LP (CD)
Genre Reggae
Anzahl der Titel 9 (12)
Laufzeit  ? (44′)
Produktion Chris Kimsey, Peter Tosh
Studio Dynamic Sound, Kingston (Jamaika)
Chronologie
Wanted Dread & Alive Mama Africa Captured Live

Mama Africa ist das fünfte Studioalbum von Peter Tosh und das letzte. das zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde. Er nahm es im Laufe des Frühjahrs 1983 in den Dynamic Sound Studios in Kingston (Jamaika) auf.[1]

Es war seine kommerziell erfolgreichste Langspielplatte außerhalb Jamaikas.[2] In Großbritannien und den Vereinigten Staaten wurde es im April 1983 veröffentlicht.[3] In den USA konnte sich das Album in den Charts platzieren und stieg bis auf Position 59.[3]

Stil und Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Mama Africa legte Tosh sein Augenmerk weniger als bei den vorherigen Alben auf die Textaussagen, sondern konzentrierte sich auf die Musik, die er gemeinsam mit Chris Kimsey produzierte. Dabei mischte er neue Lieder mit Neuaufnahmen älterer Songs, so seine eigenen Titel „Stop That Train“ und „Maga Dog“ aus seiner Zeit bei den Wailers. Vom Titeltrack, den karibischer Flair und Afrobeat kennzeichnet,[2] über das Anti-Atomraketen-Lied „Peace Treaty“ mit den Geräuschen fallender Bomben[1] bis zu einer eigenwilligen Interpretation von Chuck BerrysJohnny B. Goode“, die sich zu einem „absoluten Crescendo der Klänge“[2] entwickelt, bewegte Tosh sich sicher durch verschiedene Stilrichtungen. Mit Carlton Davis und Lebert Morrison sowie Sly & Robbie standen Tosh als Rhythm Section zwei unterschiedliche Duos zur Seite. Die Backing Vocals dreier Stücke der LP wurden von den Tamlins, dem zu jener Zeit in der Reggaemusik meistbeschäftigten Vokalensemble seiner Art bestritten. Auch Betty Wright ist auf der LP zu hören. Gitarre spielte Donald Kinsey, der auch den Song Where You Gonna Run für die LP schrieb.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mama Africa
  2. Glass House
  3. Not Gonna Give It Up
  4. Stop That Train
  5. Johnny B. Goode (Chuck Berry)
  6. Where You Gonna Run (Donald Kinsey)
  7. Peace Treaty
  8. Feel No Way
  9. Maga Dog

Auskopplungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einen Monat vor der Langspielplatte war „Johnny B. Goode“ als Single ausgekoppelt und veröffentlicht worden, auf deren B-Seite sich mit „Peace Treaty“ ein weiterer Song des Albums befindet. Die Single wurde auf beiden Seiten des Atlantiks ein kleinerer Hit (Platz 48 in den UK Top 40 und Platz 84 in den Billboard Hot 100[3]). In Großbritannien wurden im Mai und September des Jahres mit „Where You Gonna Run“ (B-Seite: „Stop That Train“) und „Mama Africa“ (B-Seite: „Not Gonna Give It Up“) zwei weitere Single-Auskopplungen herausgebracht, von denen es aber weder die eine noch die andere in die Hitparade schaffte.

Wiederveröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 2002 wurde Mama Africa digital nachbearbeitet auf CD veröffentlicht. Die Neuabmischung enthielt mit jeweils einer langen Version (long version) von „Johnny B. Goode“ und „Where You Gonna Run“ sowie der Single-Version von „Mama Africa“ drei zusätzliche Tracks.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Review bei CD Universe
  2. a b c Jo-Anne Green, Review im All Music Guide
  3. a b c M.C. Strong: The Great Rock Discography, Edinburgh/Ffm., 19963, ISBN 0-86241-604-3, S. 838