Man of Steel (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Man of Steel
Originaltitel Man of Steel
Superman man of steel.png
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 143 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 12[1]
Stab
Regie Zack Snyder
Drehbuch David S. Goyer
Christopher Nolan (Story)
Produktion Christopher Nolan
Lloyd Phillips
Charles Roven
Deborah Snyder
Musik Hans Zimmer
Kamera Amir M. Mokri
Schnitt David Brenner
Besetzung

Man of Steel ist eine US-amerikanische Comicverfilmung des Regisseurs Zack Snyder, die am 13. Juni 2013 in den US-amerikanischen Kinos anlief. Man of Steel ist der erste Film des sogenannten DC Extended Universe, eine Verfilmung des fiktiven Universums von DC Comics. Die deutschsprachige Fassung trägt den Originaltitel und hatte am 20. Juni 2013 Premiere.

Handlung[Bearbeiten]

Um seinen Sohn Kal-El, den ersten auf natürlichem Wege geborenen Kryptonier seit Jahrhunderten, zu retten und damit den Untergang des eigenen Volks zu verhindern, schickt Jor-El ihn zusammen mit dem vorher gestohlenen „Codex“ – einer Sammlung des Genoms aller Kryptonier – auf die Erde, kurz bevor sein Heimatplanet Krypton explodiert.

Auf der Erde angekommen, findet ihn das Ehepaar Kent und beschließt, den Jungen zu adoptieren und „Clark“ zu nennen. Doch es dauert nicht lange, bis der junge Clark Kent und seine Adoptiveltern erkennen, dass ihr Ziehsohn außergewöhnlich ist: Clark Kent entdeckt Fähigkeiten an sich selber, die er laut seinem Vater unter allen Umständen verbergen muss. Trotzdem benutzt Kent diese Fähigkeiten mehrmals, um beispielsweise seine Mitschüler aus einem Bus zu retten, der von der Fahrbahn abkam und in einen Fluss fiel.

Als Clark mit ansehen muss, wie sein Ziehvater Jonathan Kent bei einem Wirbelsturm stirbt, beschließt er, seinen Ursprung zu erforschen und begibt sich auf eine Selbstfindungsreise. Nach langer Zeit findet er den Ort, an dem sein leiblicher Vater Jor-El als Datengeist ihn über seine kryptonische Herkunft aufklärt und ihn anweist, ein Symbol für das Gute in der Welt zu werden. Dort trifft Clark auch auf die junge Journalistin Lois Lane, welche ihm fortan nachreist und seine vergangenen Heldentaten untersucht, bis sie schließlich auf der Türschwelle von Clarks Adoptivmutter, Martha Kent, steht. Clark gibt sich ihr zu erkennen und sie versteht, dass sie sein Geheimnis für sich behalten muss.

Kurze Zeit darauf landet ein Raumschiff auf der Erde und sendet eine Nachricht an alle Menschen. General Zod, der für den Tod von Jor-El verantwortlich ist, gibt sich zu erkennen und fordert die Auslieferung des auf der Erde verborgenen Kryptoniers Kal-El. Clark Kent/Kal-El schließt sich mit dem Militär zusammen, damit dieses ihn nicht als Bedrohung ansieht, und liefert sich daraufhin selbst an General Zod aus. Lois Lane wird zusätzlich als vermeintliche Geisel mitgenommen.

An Bord des Raumschiffs erfährt Kent Zods Plan: Dieser will auf der Erde mithilfe des sogenannten Codex sowie eines Planetenwandlers ein neues Krypton erschaffen. Geschwächt durch die Atmosphäre des Raumschiffs wird Kent gefangen genommen und Lane weggesperrt. Mit Hilfe des Datengeistes von Jor-El kann Lane in einer Rettungskapsel fliehen, die aber durch einen voran gegangenen Angriff beschädigt ist und nun droht auf der Erde abzustürzen. Kent gelingt es, seine Kräfte zu mobilisieren und Lane zu retten, bevor ihre Kapsel aufschlägt.

Im Anschluss entbrennt ein Kampf zwischen Kent und zwei kryptonischen Soldaten, wobei sich auch das US-amerikanische Militär einmischt. Bei diesem Kampf wird ein Großteil von Smallville, Kents Heimatstadt, zerstört.

Zod startet den Planetenwandler, eine Terraforming–Maschine, und verfolgt damit weiter den Plan, die Erde in ein neues Krypton zu verwandeln. Kent, welcher nun anonym gegen Zod kämpft und Superman genannt wird, kann noch rechtzeitig die Maschine zerstören. Mit der Sonde, mit der Kent auf die Erde gelangt war, gelingt es dem Militär schließlich, das außerirdische Raumschiff von General Zod zu zerstören.

Als es scheint, dass die Bedrohung beendet ist, bemerkt Kent, dass Zod überlebt hat und wird von diesem angegriffen. Die beiden Kryptonier kämpfen sich durch die Großstadt Metropolis, bis sie schließlich in einer Halle ankommen, in der Superman Zod fest im Griff hat und ihm befiehlt aufzugeben. Zod sieht dies aber nicht ein und versucht, mit seinem Hitzeblick eine am Rande des Geschehens stehende Familie zu töten. Da Zod nicht von seinem Tun ablässt, sieht Superman keinen Ausweg mehr und bricht seinem Widersacher das Genick, bevor er der Familie Schaden zufügen kann. Superman bricht zusammen und wird von Lane in den Arm genommen.

Einige Zeit später, als sich die Situation beruhigt hat, zerstört Kent eine Spionagedrohne des Militärs und verkündet, dass er auf deren Seite stehe, aber sich nicht kontrollieren lasse. Am Ende des Films erzählt Kent seiner Adoptivmutter, dass er sich eine Tarnidentität zulegen will und er ist zu sehen, wie er mit aufgesetzter Brille beim Daily Planet als Journalist und somit Kollege von Lois Lane anfängt.

Produktion[Bearbeiten]

Besetzung[Bearbeiten]

Henry Cavill ist der erste britische Superman-Darsteller.
Amy Adams spielt Lois Lane.

Als Supermandarsteller wollte man einen Schauspieler suchen, der noch nicht bekannt und zwischen 28 und 32 Jahre alt war.[2] So fiel die Entscheidung auf Henry Cavill. Da auch Kevin Costner an einer Rolle im Film interessiert war,[2] bekam er die Rolle des Adoptivvaters von Superman zugesprochen, wobei Russell Crowe kurz vor Drehbeginn als leiblicher Vater ausgesucht wurde.[3] Ursprünglich sollte die britische Schauspielerin Julia Ormond die Rolle von Supermans kryptonischer Mutter Lara Lor-Van spielen. Ormond wurde später jedoch gegen Ayelet Zurer ausgetauscht.[4] Für die Rolle der Lois Lane fiel die Wahl Ende März 2011 auf Amy Adams, da sie laut dem Regisseur eine smarte, lustige und schöne Frau darstellt.

Als Gegenspielerin wurde unter anderem die deutsche Schauspielerin Antje Traue als Faora-Ul gewählt.[5] Als Hauptschurke wurde Michael Shannon als General Zod gecastet.[6]

Im Januar 2012 wurde Richard Schiff als Dr. Hamilton besetzt.[6][7] Dieser ist in den Comics sowohl Verbündeter als auch ein Feind Supermans.

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Mit einem Budget von 225 Millionen US-Dollar begannen am 1. August 2011 die Dreharbeiten zum Film in einem Industriepark in der Nähe von DuPage Airport, West-Chicago.[8] Es wurde ursprünglich mit einer Drehzeit von zwei bis drei Monaten gerechnet, doch die Dreharbeiten endeten erst im Februar 2012.

Musik[Bearbeiten]

Hans Zimmer, der mit Produzent Christopher Nolan bereits an der Dark-Knight-Trilogie zusammengearbeitet hatte, lehnte anfangs ab, für Man of Steel als Komponist zu fungieren, änderte jedoch seine Meinung später und trat Mitte 2012 dem Filmteam bei.[9] Regisseur Snyder verzichtete in Absprache mit Zimmer auf die von John Williams komponierte Titelmelodie, obwohl sie dem Filmemacher gefiel. In einem Interview äußerte er sich dazu so: „Wir wollen, dass dies als der erste Supermanfilm überhaupt angesehen wird und dann können wir nicht einfach (…) [die Original-Musik stehlen].“[10]

Marketing[Bearbeiten]

Das Filmlogo wurde am 30. März 2012 veröffentlicht.[11] Das erste Poster erschien auf der Comic-Con.[12] Ein erster Trailer erschien im Sommer 2012.[13] Dieser enthielt in zwei verschiedenen Versionen unterschiedliche Tonspuren mit Monologen von Jor-El (Russell Crowe) und Jonathan Kent (Kevin Costner).[14] Der zweite Trailer erschien am 11. Dezember 2012, der dritte am 17. April 2013 und der vierte am 22. Mai 2013.

Rezeption[Bearbeiten]

Erfolg[Bearbeiten]

Bei Produktionskosten von 225 Millionen US-Dollar spielte der Film 668 Millionen US-Dollar ein, davon alleine 291 Millionen US-Dollar in den Vereinigten Staaten.[15]

In den USA wurde der Film vorwiegend unter der Woche relativ häufig besucht, vor allem im Vergleich zu anderen Startfilmen einer Filmreihe wie Iron Man oder The Amazing Spider-Man, während die Zahlen für das Wochenende stark abfielen.[16] Am zweiten Wochenende sanken die Einnahmen um 64,6 %.[17] Bis Ende 2013 wurden in Deutschland 9,8 Millionen US-Dollar eingespielt.[18]

Im Jahr 2013 wurden bundesweit 754.653 Besucher an den deutschen Kinokassen gezählt, womit der Film den 45. Platz der meistbesuchten Filme des Jahres belegte.[19]

Kritiken[Bearbeiten]

Der Film erhielt gemischte Kritiken. Die Rezensionssammlung Rotten Tomatoes listet über 200 Kritiken, von denen 56 % einen positiven Tenor haben.[20] Die Nutzer der Internet Movie Database bewerteten den Film mit 7,5 von 10 möglichen Punkten, basierend auf über 217.000 Stimmen.[21]

„Wohl noch nie zuvor in der Filmgeschichte hat ein Superheldenfilm derart plausibel ästhetisch auf den Punkt gebracht, was es heißt, wenn Kräfte, wie sie Superman eigen sind, auf eine Welt treffen, die nach Maß des Menschen eingerichtet ist: Wenn dieser Franchise-Neustart das Wort "Superman" in Titel und Film auffällig umgeht, liegt das nicht allein daran, dass in der Bezeichnung "Superman" immer auch das peinliche, nicht zuletzt leicht schwule Erbe der Naivität frühester Superheldengeschichte mitschwingt, sondern auch daran, dass Snyder und sein Team den "Mann aus Stahl" als solchen vollkommen und wahrscheinlich zu ernst nehmen: Dieser Superman ist ein Geschoss, ein Bolide von nie gekannter Durchschlagskraft. […] Nachdem man ausgiebig im Bilderkanon der frühesten Katastrophe des 21. Jahrhunderts gebadet hat, wird diese allumfassende Zerstörung noch zum historischen Sieg umgedeutet. Es hat den Anschein, als gelangt mit "Man of Steel" ein weiteres Kapitel der US-amerikanischen Traumabewältigung im Kino an ihr logisches Ende.“

Perlentaucher[22]

„Zack Snyder gelingt ein furioses Reboot des Superhelden-Franchise, das neben spektakulärer 3D-Action vor allem auf präzise gezeichnete Figuren setzt.“

Kino.de[23]

„Mit ‚Man Of Steel‘ zelebrieren Zack Snyder und Christopher Nolan trotz einiger Schwächen puren und bitter-ernsten Action-Bombast. Hier kracht es fast in jeder Minute.“

Filmstarts[24]

„Man of Steel affirmiert Supermans besonderen Status im Superheldenkosmos – dass er nämlich, verglichen mit anderen Figuren, eigentlich alles übernatürlich gut kann – und antwortet dem durch diese Unspezifik drohenden erzählerischen Dilemma mit konsequentem Überwältigungskino. Letztlich vereinigt Man of Steel damit auch motivisch den so heterogenen Blockbusterkanon der letzten 30 Jahre – ein Suprafilm für einen Suprahelden. Der zeitgenössische 3D-Effekt war vielleicht niemals zweckmäßiger eingesetzt als hier. Die vor allem durch die Flüge der Figur evozierte Geste der Entgrenzung wird auch auf die Plot-Dynamik des Films angewandt: Die Versuche maximaler räumlicher Ausmessung – gerade noch in den zerstörten Straßenzügen Smallvilles, landen Superman und sein Gegenspieler General Zod nach einem Schlagabtausch im Endkampf mal eben auf einem Satelliten im All – werden von einer nicht-linearen, ständig zwischen Kindheit und frühem Erwachsensein hin und her pendelnden Erzählweise eingefasst.“

Critic.de[25]

Fortsetzung[Bearbeiten]

Für Mai 2016 wurde ein Sequel mit dem Titel Batman v Superman: Dawn of Justice angekündigt. Im Film, der wieder unter der Regie von Zack Snyder entstehen soll, werden neben Cavills Superman diesmal auch Ben Affleck als Batman und die israelische Schauspielerin Gal Gadot als Wonder Woman zu sehen sein.[26]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kennzeichnung der Jugendmedienkommission.
  2. a b http://www.filmreporter.de/kino/news/7056;Zack-Snyders-Suche, abgerufen am 1. Juni 2011
  3. Russell Crowe als Supermans Vater Jor-El bei Moviepilot, abgerufen am 25. Juni 2011
  4. Neubesetzung bei Superman nötig bei Moviejones (24. Dezember 2011)
  5. Superman bekommt deutsche Gegnerin bei Moviepilot, abgerufen am 6. Mai 2011
  6. a b http://www.spielfilm.de/news/14030/casting-updates-man-of-steel-riddick-llewlyn-davis-und-star-trek-2.html (6. April 2012)
  7. Richard Schiff als Dr. Hamilton in "Man of Steel" bei Moviejones, (6. April 2012)
  8. Superman flying into Chicago in August for filming
  9. http://www.movie-infos.net/news_detail.php?newsid=31503 (6. Juli 2012)
  10. http://www.filmering.at/news/17418-man-of-steel-superman-melodie-kommt-nicht-im-film-vor (23. August 2012)
  11. Ein fettes neues Logo für den Man of Steel bei Moviepilot, abgerufen am 6. April 2012
  12. http://www.moviejones.de/news/news-das-erste-man-of-steel-poster-3dkonvertierung-moeglich_10280.html (24. Juli 2012)
  13. http://movies.yahoo.com/movie/man-of-steel/trailers/ (21. Juli 2012)
  14. 2 Teaser Trailer für Zack Snyders Superman-Film (24. Juli 2012)
  15. Man of Steel. Box Office Mojo, 10. November 2013, abgerufen am 15. Juni 2013.
  16. Superhero Origin Showdown. Box Office Mojo, abgerufen am 7. Juli 2013.
  17. Man of Steel (domestic total weekends). Box Office Mojo, abgerufen am 7. Juli 2013.
  18. Man of Steel (foreign by country). Box Office Mojo, abgerufen am 1. Januar 2014.
  19. KINOaktuell: Was ihr wolltet: Münsters Kinojahr 2013, C. Lou Lloyd, Filminfo Nr. 4, 23. – 29. Januar 2014, S. 24f
  20. http://www.rottentomatoes.com/m/superman_man_of_steel/
  21. Man of Steel in der Internet Movie Database (Stand 23. August 2013)
  22. Die Welt ist zu groß. perlentaucher.de, abgerufen am 20. Juni 2013.
  23. Kritik zu "Man of Steel". Kino.de, abgerufen am 15. Juni 2013.
  24. Kritik der FILMSTARTS.de „Man Of Steel“. Filmstarts.de, abgerufen am 15. Juni 2013.
  25. Man of Steel - Filmkritik. Critic.de, abgerufen am 20. Juni 2013.
  26. Batman v Superman: Dawn of Justice. moviepilot.de, abgerufen am 28. Mai 2014.