Manadas

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Manadas (Santa Bárbara)
Wappen Karte
Wappen von Manadas (Santa Bárbara)
Manadas (Santa Bárbara) (Azoren)
Manadas (Santa Bárbara)
Basisdaten
Autonome Region: Azoren
Concelho: Velas
Koordinaten: 38° 38′ N, 28° 6′ WKoordinaten: 38° 38′ N, 28° 6′ W
Einwohner: 390 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 11,2 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 9800-026
Politik
Bürgermeister: Vasco Fernandes Matos (PS)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Manadas (Santa Bárbara)
Rua St. Bárbara 6
9800-026 Manadas (Santa Bárbara)

Manadas (Santa Bárbara) ist eine Gemeinde (Freguesia) im portugiesischen Kreis (Concelho) von Velas, auf den Azoren. In ihr leben 390 Einwohner (Stand 30. Juni 2011).[1]

Die Kirche Igreja de Santa Bárbara

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Festung von Manadas
Heilig-Geist-Kapelle in Manadas

Nachdem 1460 die Kreisstadt Velas gegründet wurde, setzte die Besiedlung der Insel São Jorge ein. 1510 entstand in Manadas eine erste Kirche. Seit 1559 ist Manadas eine eigenständige Gemeinde, und gehört damit zu den ersten sechs Pfarrgemeinden.[3]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manadas ist Sitz einer gleichnamigen Gemeinde (Freguesia). Folgende Ortschaften liegen in der Gemeinde:

  • Fajã das Almas
  • Manadas
  • Terreiros

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manadas ist bekannt wegen seiner Kirche Igreja de Santa Bárbara, deren ältester Teil gegen Ende des 15. Jahrhunderts erbaut wurde, und die als eine der schönsten Kirchen der Azoren gilt. In der Nähe der Kirche befinden sich eine Bastion sowie gut erhaltene weitere Mauerreste der Festung Forte das Manadas, die 1647 fertiggestellt wurde.[4]

Hinter der Kirche liegt der Weiler Manadas mit einer kleinen Heilig-Geist-Kapelle und mehreren älteren Häusern aus Lavagestein. Manadas verfügt über einen kleinen Fischereihafen, neben dem auch eine Badestelle angelegt wurde.

Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Manadas und Umgebung wachsen mehrere Drachenbäume, aus deren Rinde man früher durch Anritzen einen rötlichen Saft gewann, der zum Färben von Textilien diente. Auch die Purgiernuss kommt noch in Manadas und Umgebung vor. Ihre Früchte dienten zur Herstellung eines Öles, das sich zum Schmieren von Maschinen eignet und früher eine wichtige Handelsware darstellte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manadas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.azoren-online.com, abgerufen am 23. August 2013
  4. Stéphan Szeremeta: Açores, S. 246. Paris 2014