Mandel (Gemeinde)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mandel
Mandel (Gemeinde)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mandel hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 7° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Rüdesheim
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 6,33 km2
Einwohner: 901 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 142 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55595
Vorwahl: 0671
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 061
Adresse der Verbandsverwaltung: Nahestraße 63
55593 Rüdesheim
Webpräsenz: www.gemeinde-mandel.de
Ortsbürgermeister: Peter Schulz
Lage der Ortsgemeinde Mandel im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild
Mandel aus westlicher Sicht, rechts die evangelische Kirche

Mandel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rüdesheim an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mandel liegt im Naheland, südlich des Hunsrücks, etwa fünf Kilometer von Bad Kreuznach entfernt. Angrenzende Gemeinden sind Weinsheim, Sponheim, Sankt Katharinen (bei Bad Kreuznach), Roxheim und Rüdesheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahr 962 als Mannendal erstmals urkundlich erwähnt. Mandel war zu der Zeit Reichslehen der Abtei St. Maximin bei Trier. Die Vogtei hatten die Wild- und Rheingrafen inne. Grundbesitz in Mandel gehörte mit zur Grundausstattung des 1101 vom Sponheimer Grafen Stefan II. gestifteten Klosters Sponheim. Im Jahre 1439 lag die Ortsherrschaft über Mandel in den Händen der Familie von Dalberg, den Kämmerern von Worms.

Sie übertrugen das Dorf als Lehen an die Familie von Koppenstein, einer Nebenlinie der Sponheimer, die sich nach ihrer Stammburg Koppenstein im Hunsrück nannten. Mitglieder dieser Familie standen über lange Zeit als Ritter, Geistliche oder Amtleute im Dienste verschiedener Territorialherren, auch der Grafen von Sponheim. Verwaltungssitz und teilweise auch Wohnsitz war das neu errichtete Schloss in Mandel.

Als die Familie der Koppensteiner im Jahre 1768 ausstarb, fiel das Dorf Mandel an die Lehnsherren, die Freiherren von Dalberg, zurück und wurde 1786 mit allen Rechten an den Reichsgrafen Karl August von Bretzenheim verkauft.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Region besetzt und nach dem Frieden von Campo Formio (1797) annektiert. Von 1798 bis 1814 gehörte Mandel zum französischen Rhein-Mosel-Departement und war dem Kanton Kreuznach und dem Arrondissement Simmern zugeordnet. Mandel wurde um 1800 Hauptort (chef-lieu) einer Mairie.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen. Ab 1816 war die Gemeinde Mandel dem Kreis Kreuznach im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mandel, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][2]

Jahr Einwohner
1815 565
1835 687
1871 687
1905 664
1939 645
1950 741
Jahr Einwohner
1961 711
1970 687
1987 717
1997 855
2005 846
2016 901

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Mandel besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtliche Ortsbürgermeister als Vorsitzender. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ortsbürgermeister wurde am 2. Februar 2017 Peter Schulz vom Gemeinderat gewählt.[4] Bis April 2016 war Karin Gräff Ortsbürgermeisterin, die ihr Amt aus persönlichen Gründen niederlegte.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Geschacht von Blau und Gold; oben rechts eine goldene Vierung, darin ein schwarzer Rabe auf zwei grünen Mandeln.

Begründung: Das Wappen ist der Adelsfamilie von Koppenstein entlehnt.

Historische Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelische Kirche, 1829/1830 im klassizistischen Stil erbaut.
  • Evangelisches Pfarrhaus, 1789/1791 in der Bauweise des frühen Klassizismus errichtet.
  • Renaissance-Jagdschlösschen, Anfang des 17. Jahrhunderts von den Freiherren von Koppenstein erbaut. Die Fassade weist einen fünfseitig vorspringenden Treppenturm auf.
  • Katholische Kirche St. Antonius, 1897 im neoromanischen Stil auf einem Grundstück errichtet, das Freiherr von Salis-Soglio, Nachfahre der Koppensteiner, gestiftet hatte.
  • Haus Dreher, Wohnhaus von 1594 mit einer in die Mauer eingelassenen sogenannten „Spottmaske“, Kopf-Plastik eines Knechtes mit Mütze.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Mandel

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Titelblatt eines Buches von Johann Andreas Coppenstein (1625), mit Hinweis auf den Geburtsort Mandel

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bodo Lipps: Entdeckungsreisen im Landkreis Bad Kreuznach. Kreisverwaltung Bad Kreuznach, Bad Kreuznach 1991, S. 154.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mandel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Ortsgemeinschaft Mandel - Mandel hat wieder einen Bürgermeister. Abgerufen am 4. Februar 2017.