Manderscheid (Islek)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Manderscheid
Manderscheid (Islek)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Manderscheid hervorgehoben
Koordinaten: 50° 6′ N, 6° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Arzfeld
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 4,25 km2
Einwohner: 54 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54649
Vorwahl: 06554
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 264
Adresse der Verbandsverwaltung: Luxemburger Straße 6
54687 Arzfeld
Webpräsenz: www.manderscheid-net.de
Ortsbürgermeister: Ewald Hermes
Lage der Ortsgemeinde Manderscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
BW

Manderscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Arzfeld an.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im Islek, einem westlichen Höhenzug der Eifel. Die Gemeinde zieht sich etwa 3 km in Ost-West-Richtung entlang der Kreisstraße 140 hin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegend war bereits in römischer Zeit besiedelt – Reste eines Bauwerks, wohl einer Signalstation, finden sich auf einer nahen Anhöhe. Der heutige Ort entstand in der spätmittelalterlichen Rodungsphase. Innerhalb der zum Herzogtum Luxemburg gehörigen Herrschaft Neuerburg war Manderscheid Hauptort einer Meierei, auch „Hof Manderscheid“ genannt, wobei der Verwaltungsbezirk auch die Nachbarorte Heilhausen, Kinzenburg (Teil), Kopscheid, Lauperath (mit dem Berscheider Hof und dem Weiler Scheidchen) und Pintesfeld umfasste. Die Meierei Manderscheid gehörte zum Gericht Waxweiler.[2] Die Manderscheider Mühle taucht in den Urkunden erstmals im 16. Jahrhundert auf, sie war bis in die 1960er Jahre in Betrieb. In der Franzosenzeit gehörte Manderscheid zum Kanton Arzfeld im Wälderdepartement. Ab 1815 war der Ort preußisch und gehörte zur Bürgermeisterei Waxweiler im Kreis Prüm. 1939 lebten 108 Einwohner im Ort, seitdem ist die Zahl rückläufig. Seit der Kommunalreform 1970 gehört Manderscheid der Verbandsgemeinde Arzfeld im Kreis Bitburg-Prüm an.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Manderscheid, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 70
1835 85
1871 89
1905 104
1939 108
Jahr Einwohner
1950 103
1961 77
1970 83
1987 74
2005 43

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Manderscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Manderscheid
Wappenbeschreibung:

„In Silber (Weiß), gespalten durch eine eingeschweifte rote Spitze, darin eine silberne (weiße) bewurzelte Kiefer, vorn ein schwarzes lateinisches Kreuz, hinten ein schwarzes achtspeichiges Mühlrad.“[5]

Wappenbegründung:

Die Farben Silber und Rot sind die Farben der Grafen von Vianden, denen seit dem 14. Jahrhundert die luxemburgischen Herrschaft Neuerburg und damit Manderscheid gehörte. Das schwarze Kreuz symbolisiert den Ortsteil Manderscheider Hof, das Mühlrad steht für den Ortsteil Heilhauser Mühle. Die Kiefer stellt Manderscheid (keltisch: mantara - Kiefer) als redendes Wappenbild dar.

Das Wappen wurde von Christian Credner aus Lambertsberg entworfen. Die Genehmigung zur Führung eines Gemeindewappens durch die Kommunalaufsicht des Eifelkreises Bitburg-Prüm wurde der Ortsgemeinde Manderscheid am 4. April 2011 erteilt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manderscheid ist traditionell landwirtschaftlich geprägt. Von den Bauernhöfen sind heute jedoch nur noch zwei aktiv.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Gemarkung finden sich verschiedene Wegkreuze, besonders sehenswert das „Schwarz Kreuz“.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manderscheid (Islek) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 38
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Mitteilungsblatt der Verbandsgemeinde Arzfeld, 20. Mai 2011 (PDF; 3,9 MB)
  6. Eintrag zu Schwarzkreuz in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 26. September 2015.