Mandibel

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Dieser Artikel befasst sich mit der Mandibel als Mundwerkzeug verschiedener Gliederfüßer, die Mandibel als Unterkiefer von Wirbeltieren findet sich unter Mandibula.
Schwarz-Weiß-Zeichnung des Kopfes eines Grashüpfers
Mandibel eines Grashüpfers (englische Beschriftung)
schwarz/weiss-Zeichnung verschiedener Insektenköpfe in Frontalansicht, Mundwerkzeuge mit identischer Bezeichnung haben bei allen Insektenköpfen die gleiche Farbe
Mandibeln (in grün dargestellt) bei Grashüpfer (A), Honigbienen (B), Schmetterling (C), Stechmücke (D).
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Die Mandibeln sind die typischen Mundwerkzeuge einiger großer Gruppen der Gliederfüßer, darunter der Krebstiere sowie der Insekten, Hundertfüßer und Tausendfüßer.

Die Mandibeln stellen eine Umgestaltung des 3. Beinpaares im Kopfbereich der Tiere dar und entsprechen damit den Pedipalpen der Spinnentiere. Die Mandibel besteht im Wesentlichen aus einer kräftigen Kaulade.

Die Mandibeln dienen zum Zerbeißen und Zerkauen pflanzlicher und tierischer Nahrung oder als Greifwerkzeug beim Transport bzw. Manipulieren von Objekten. Räuberische Arten benutzen ihre Mandibeln zum Beutefang.

Bei vielen Insekten sind die Mandibeln umgestaltet in verschiedene andere Mundwerkzeugstypen wie die Saugrüssel der Wanzen. Abgesehen von den Urmotten ist bei den Schmetterlingen die Mandibel beinah vollständig rückentwickelt.

Mandibeltiere[Bearbeiten]

In der Phylogenetik werden die Mandibeltiere (Mandibulata) innerhalb der Gliederfüßer (Arthropoda) gegen die Kieferklauenträger (Chelicerata) abgegrenzt. Die Mandibeltiere umfassen die Krebstiere (Crustacea) und die Tracheentiere (Tracheata) mit den Hundertfüßern, Tausendfüßern (Myriapoda) und Insekten. Es gibt jedoch auch die Hypothese, dass die Tausendfüßer näher mit den Kieferklauenträgern verwandt sind als mit den anderen Mandibeltieren. Embryologische Untersuchungen stützen diese Hypothese. Dies wirft jedoch die Frage auf, ob die Krebstiere und die Tracheentiere die Mandibeln nicht unabhängig voneinander erworben haben und mandibelartige Mundwerkzeuge im Laufe der Evolution mehrmals entstanden sind.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Georg Meyer, Paul M. Whitington: Velvet worm development links myriapods with chelicerates. In: Proceedings of the Royal Society. Series B: Biological Sciences. Bd. 276 = Nr. 1673, 22. Oktober 2009, ISSN 0962-8452, S. 3571–3579, doi:10.1098/rspb.2009.0950.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Mandibel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen