Manfred Bender

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Manni Bender

Manfred Bender (2015)

Spielerinformationen
Geburtstag 24. Mai 1966
Geburtsort MünchenDeutschland
Größe 189 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1974–1979
1979–1982
1982–1985
TSV Turnerbund München
TSV 1860 München
MSV München
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1985–1989
1989–1992
1992–1996
1996–1999
1999–2000
2000–2002
2003
2003–2004
2004
SpVgg Unterhaching
FC Bayern München
Karlsruher SC
TSV 1860 München
Karlsruher SC
1. FC Saarbrücken
SV Wilhelmshaven
FC Ismaning
TSV Eching
 ? 0(?)
77 0(9)
101 (29)
51 0(4)
2 0(0)
35 0(5)
16 0(2)
17 0(4)
1 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006–2007
2007–2008
2010–2011
2014–2016
1. FC Vöcklabruck
SCR Altach
Nigeria U-20 (Co-Trainer)
SK Austria Klagenfurt
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Manfred Bender (* 24. Mai 1966 in München), oft nur „Manni“ genannt, ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und nunmehriger -trainer. Er spielte in der Bundesliga von 1989 bis 1999 für den FC Bayern München, den Karlsruher SC und den TSV 1860 München und bestritt für diese Vereine insgesamt 229 Spiele und erzielte 42 Tore.

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Bayern München (1989–1992)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1989 wechselte Manfred Bender vom Zweitligaaufsteiger SpVgg Unterhaching zum FC Bayern München. Er kam als Talent und Gewinner des Länderpokals, den er mit der Auswahl des Landesverbandes Bayern mit 4:2 im Elfmeterschießen gegen die Auswahl des Landesverbandes Hessen gewann. Trotz der großen Konkurrenz – Jürgen Kohler (1. FC Köln), Alan McInally (Aston Villa) und Radmilo Mihajlović (Dinamo Zagreb) wechselten ebenfalls zum Rekordmeister – kam er in seiner ersten Saison immerhin zu 20 Einsätzen in denen er zwei Tore erzielte. Sein Bundesligadebüt gab er am 5. August 1989 (2. Spieltag) als er beim torlosen Unentschieden im Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach in der 71. Minute für Radmilo Mihajlović eingewechselt wurde. Sein erstes Bundesligator war der Treffer zum 2:0-Endstand am 27. Oktober 1989 (15. Spieltag) beim FC St. Pauli. Am Ende der Saison gewann er seinen ersten Titel als Fußballprofi – den Meistertitel.

Benders zweite Saison begann wie die erste geendet hatte – mit einem Titelgewinn. Am 31. Juli 1990 gewann er mit den Bayern den DFB-Supercup mit 4:1 Toren gegen den 1. FC Kaiserslautern. In seiner zweiten Saison, 1990/91, wurden die Bayern Zweiter der Meisterschaft und Bender war dabei mit 33 Einsätzen und fünf Toren als Stammspieler gesetzt. Die darauf folgende Saison 1991/92 verlief für den FC Bayern München allerdings ungewöhnlich schlecht. Drei Trainer (Jupp Heynckes, Søren Lerby und Erich Ribbeck) „verschliss“ der Verein, das Abrutschen auf den zehnten Tabellenplatz konnte trotzdem nicht verhindert werden. Es wurde auch im Spielerkader nach Schuldigen gesucht und man schaute sich gleichzeitig nach neuen Spielern um. Bender wechselte im Sommer 1992 nach Karlsruhe und Mehmet Scholl kam im Gegenzug nach München.

Karlsruher SC (1992–1996)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Bender kam auch der Flügelstürmer Sergej Kirjakow zum KSC, so dass die Schäfer-Schützlinge sich zu einer angriffsstarken Mannschaft entwickelten. In der Saison 1992/93 erreichte die Mannschaft den sechsten Rang und qualifizierte sich damit für den UEFA-Pokal-Wettbewerb. Zum erfolgreichen Abschneiden des KSC in diesem Wettbewerb (der Höhepunkt war sicherlich der 7:0-Sieg im Heimspiel gegen den FC Valencia) trug der offensivstarke Mittelfeldspieler Bender wesentlich bei. Ein weiterer Erfolg mit dem KSC war das Erreichen des DFB-Pokal-Finales 1996.

TSV 1860 München / Karlsruher SC (1996–2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 wechselte Bender zu den „Löwen“, für die er drei Spielzeiten – mit abnehmender Anzahl an Einsätzen, letztere mit nur sechs – absolvierte. Danach kehrte er für eine Saison zum Zweitligisten Karlsruher SC zurück, kam aber nur zu zwei Einsätzen.

1. FC Saarbrücken und Ausklang (2000–2004)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2000 bis 2002 war er 35 Mal für den Zweitligisten 1. FC Saarbrücken aktiv und erzielte fünf Tore. Zum Abschluss seiner Fußballer-Karriere spielte er noch für die Oberliga-Vereine SV Wilhelmshaven und FC Ismaning, danach für den bayrischen Landesligisten TSV Eching.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bender begann seine Trainerkarriere im Mai 2006 beim österreichischen Regionalligisten 1. FC Vöcklabruck. Von Juni 2007 bis Januar 2008 trainierte er den österreichischen Bundesligisten SCR Altach, von dem er sich aber einvernehmlich trennte.

Von Dezember 2010 bis Juli 2011 war er Co-Trainer der U-20-Nationalmannschaft Nigerias, die am 1. Mai 2011 das Endspiel der Afrikameisterschaft mit 3:2 gegen Kamerun gewann.

Seit dem 1. Juli 2014 stand er beim österreichischen Zweitligisten SK Austria Klagenfurt als Trainer unter Vertrag. Am 16. März 2016 wurde er vorzeitig entlassen.

Karriere als Manager[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von März bis Juni 2013 war Bender als Sportmanager bei Kickers Offenbach tätig.[1]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor allem bei Standards sorgte das „schlampernde Genie“ für Gefahr. Seine Stärke war das „Hereindrehen“ von Freistößen aus der rechten Halbfeldseite mit seinem starken linken Fuß, wobei der Ball entweder von einem Mitspieler mit dem Kopf in Richtung Tor verlängert wurde oder ohne Berührung direkt Richtung Tor gelangte.

Legendär ist immer noch sein Tor gegen Oliver Kahn (FC Bayern München), das er per Freistoß aus fast unmöglichem Winkel direkt erzielte. Der Karlsruher SC gewann die Begegnung in München am 17. Februar 1996 (19. Spieltag) mit 4:1 Toren.

In Anlehnung an Manfred Bender wird Sven Bender von Borussia Dortmund von seinen Mitspielern „Manni“ genannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manfred Bender – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel auf op-online.de