Manfred J. Holler

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Manfred J. Holler (* 25. Juli 1946 in München)[1] ist ein deutscher Volkswirt und emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre (VWL) an der Universität Hamburg.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred J. Holler besuchte von 1952 bis 1956 die Volksschule in der Ostpreußenstraße in München und von 1956 bis 1966 das Maria-Theresia-Gymnasium München.

Von 1966 bis 1968 studierte er Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1968 bis 1969 folgte das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Lausanne. Von 1969 bis 1971 setzte er sein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München fort, welches er im Juni 1971 als Diplom-Volkswirt (Dipl.-Vw.) ab schloss. Von 1972 bis 1974 studierte Holler Politikwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Im Juli 1975 erfolgte seine Promotion zum Dr. rer. pol.

Von 1976 bis 1984 war Manfred J. Holler als wissenschaftlicher Assistent am Fachbereich Volkswirtschaftslehre der Ludwig-Maximilians-Universität München beschäftigt, wo er im November 1984 seine Habilitation (Dr. rer. pol. habil. und Privatdozent) erlangte.

1986–1991 lehrte er als Associate Professor an der Universität Aarhus in Dänemark. Im September 1991 wurde er als ordentlicher Universitätsprofessor (C 4) für Volkswirtschaftstheorie (und Sozialpolitik) an den Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Hamburg berufen. Im Herbst 2011 trat er in den Ruhestand, ist aber noch Mitglied der Universität Hamburg. Seit 2008 ist er auch Senior Researcher am Public Choice Research Centre an der Universität Turku in Finnland.[3]

Er ist Founding Editor des European Journal of Political Economy und war verantwortlicher Herausgeber dieser Zeitschrift im Zeitraum von 1985 bis 1993. Seit fast dreißig Jahren verantwortet er, mit einer Unterbrechung von zwei Jahren, die Herausgabe der Vierteljahreszeitschrift HOMO OECONOMICUS.[1]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Hollers Forschungsschwerpunkten zählen Spieltheorie, Industrieökonomik, Law and Economics sowie Arbeitsmarkt­theorie. Ein Schwerpunkt sind Arbeiten zu Macht-Indizes. Holler führte den sogenannten Public Good Index (auch als Holler-Index oder Holler-Packel-Index bezeichnet) in die Literatur ein.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Claus J. Tully: Arbeit und Mensch. Vom reduzierten Maß der Humanität in der Arbeit (= Schriftenreihe des Münchner Instituts für Integrierte Studien. Bd. 1). N. Leudemann, München 1981, ISBN 3-88628-210-4.
  • als Herausgeber: Power, Voting, and Voting Power. Physica-Verlag, Würzburg u. a. 1982, ISBN 3-7908-0266-2.
  • als Herausgeber: Coalitions and Collective Action. Physica-Verlag, Würzburg u. a. 1984, ISBN 3-7908-0299-9.
  • als Herausgeber: The Logic of Multiparty Systems (= International Studies in Economics and Econometrics. 17). Kluwer Academic Publishers, Dordrecht u. a. 1987, ISBN 90-247-3515-7.
  • als Herausgeber mit Ray Rees: The Economics of Market Structure (= European Journal of Political Economy. Bd. 4, Nr. 1, 1988, ISSN 0176-2680). Transfer-Verlag, Regensburg 1988.
  • mit Gerhard Illing: Einführung in die Spieltheorie. Springer, Berlin u. a. 1991, ISBN 3-540-53769-4 (Zahlreiche Auflagen).
  • als Herausgeber mit Jacques-François Thisse: The Economics of Standardization (= European Journal of Political Economy. Bd. 12, Nr. 2, 1996). Elsevier, Amsterdam u. a. 1996.
  • mit Laszlo Goerke: Arbeitsmarktmodelle. Springer, Berlin u. a. 1997, ISBN 3-540-62693-X.
  • als Herausgeber: Scandal and Its Theory. 2 Bände. Accedo-Verlags-Gesellschaft, München 1999–2002;
    • Band 1. (= Homo Oeconomicus. 16, 1 = Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. 36). ISBN 3-89265-037-3;
    • Band 2. (= Homo Oeconomicus. 19, 2 = Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. 47). ISBN 3-89265-048-9.
  • Power Measures. 3 Bände. Accedo-Verlags-Gesellschaft, München 2000–2005;
    • Band 1: als Herausgeber mit Guillermo Owen: Selected Papers from „Power indices and coalition formation“ (= Homo Oeconomicus. 17, 1/2 = Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. 40). 2000, ISBN 3-89265-041-1;
    • Band 2: als Herausgeber mit Guillermo Owen. (= Homo Oeconomicus. 19, 3 = Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. 48). 2002, ISBN 3-89265-049-7;
    • Band 3: als Herausgeber mit Gianfranco Gambarelli. (= Homo Oeconomicus. 22, 4 = Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. 60). 2005, ISBN 3-89265-060-8.
  • mit Barbara Klose-Ullmann: Spieltheorie für Manager (= Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. Bd. 55). Accedo-Verlags-Gesellschaft, München 2005, ISBN 3-89265-090-X (Spieltheorie für Manager. Handbuch für Strategen. 2., überarbeitete Auflage. Vahlen, München 2007, ISBN 978-3-8006-3398-2).
  • mit Martin Leroch und Nicola Maaser: Spieltheorie Lite HLM. Aufgaben und Lösungen. Accedo-Verlags-Gesellschaft, München 2008, ISBN 978-3-89265-100-0.
  • als Herausgeber mit Timo Airaksinen: Secrets of Secrets (= Homo Oeconomicus. 26, 1 = Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. 70). Accedo-Verlags-Gesellschaft, München 2009, ISBN 978-3-89265-070-6.
  • als Herausgeber mit Andreas Nohn und Hannu Vartiainen: Essays in Honor of Hannu Nurmi. 2 Bände. Accedo-Verlags-Gesellschaft, München 2009–2011;
    • Band 1. (= Homo Oeconomicus. 26, 3/4 = Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. 72). ISBN 978-3-89265-072-0;
    • Band 2: als Herausgeber mit Guillermo Owen. (= Homo Oeconomicus. 28, 1/2 = Schriftenreihe des „Munich Institute of Integrated Studies“, Gesellschaft für Integrierte Studien. 74 (recte 75)). 2011, ISBN 978-3-89265-076-8.
  • als Herausgeber mit Nurmi Hannu: Power, Voting, and Voting Power. 30 Years after. Springer, Berlin u. a. 2013, ISBN 978-3-642-35928-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Manfred J. Holler - Curriculum Vitae (Stand: Februar 2013) PDF-Datei auf der Website der Universität Hamburg. Abgerufen am 25. November 2013.
  2. Emeriti des Fachbereichs Volkswirtschaftslehre Website der Universität Hamburg. Abgerufen am 5. Oktober 2012.
  3. Profil von Manfred J. Holler auf den Seiten der Universität Turku (Finnland)