Manfred Krupp

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Manfred Krupp (2016)

Manfred Krupp (* 25. Februar 1956 in Troisdorf) ist ein deutscher Journalist. Er ist seit 1. März 2016 Intendant des Hessischen Rundfunks (hr), in dem er zuvor unter anderem Fernseh-Chefredakteur und Fernsehdirektor war. Er ist der Nachfolger von Helmut Reitze in der Position des Intendanten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krupp, dessen Eltern Elektroingenieur und Apothekerin waren, wuchs mit drei Geschwistern in Neuwied auf. Schon als 14-Jähriger schrieb er einen Artikel für die Lokalzeitung. Nach seinem Abitur 1974 verpflichtete er sich bei der Bundeswehr und wurde bei der Pressestelle des III. Korps in Koblenz eingesetzt. Danach studierte er von 1976 bis 1983 in Marburg und Gießen Politik, Soziologie und öffentliches Recht.

Der Zeit als Studiengangplaner an der Gesamthochschule Kassel zwischen 1983 und 1984 folgte ein Volontariat beim Hessischen Rundfunk, wo er 1986 Redakteur wurde. Danach war er landespolitischer Korrespondent sowie Leiter des Studios Wiesbaden. 1995 wurde er als Nachfolger von Uwe Günzler Chef der hessenschau, deren Chefredakteur er als Nachfolger von Luc Jochimsen am 1. April 2001 wurde, sowie Abteilungsleiter „Hesseninformation“. Nach Angaben der FAZ konnte er damals „für sich in Anspruch nehmen, daß sich wenig hausinterner Widerstand gegen seine Berufung regte. Seither ist er zuständig für Aktuelles, Regionales, Sport und Wirtschaft, auch Zulieferung für die Tagesthemen; für Kultur, Fernsehspiel und Unterhaltung sind beim Sender andere verantwortlich.“[1] Einem breiteren Publikum wurde er als politischer Kommentator in den Tagesthemen sowie als landespolitischer Korrespondent aus Wiesbaden und früherer Moderator der hessenschau bekannt.[2] 2001 wurde Krupp Chefredakteur Fernsehen sowie 2005 Fernsehdirektor des hr-fernsehen, seit 2011 war Krupp Stellvertreter des Intendanten des Hessischen Rundfunks.

Eine Findungskommission unter Leitung des Rundfunkratsvorsitzenden Jörn Dulige votierte Ende 2015 einstimmig dafür, Krupp als Nachfolger Helmut Reitzes zum Intendanten vorzuschlagen.[3] Er setzte sich somit gegen Jan Metzger durch, der auf seine Bewerbung daraufhin verzichtete.[4] Am 5. Februar 2016 wurde er vom Rundfunkrat zum neuen Intendanten gewählt. Seine Amtszeit legte der Rundfunkrat auf sechs Jahre fest. Er trat sein Amt am 1. März an.[5]

Im August 2018 wurde Krupp von der Hessischen Landesregierung in den Rat für Digitalethik berufen.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frankfurter Gesichter: Manfred Krupp, Peter Lückemeier in FAZ.net vom 12. Dezember 2003, abgerufen am 15. Januar 2016
  2. Krupp soll Intendant werden, Frankfurter Rundschau vom 8. Dezember 2015, abgerufen am 15. Januar 2016
  3. Manfred Krupp führt den hr ab Februar, Frankfurter Rundschau vom 22. Dezember 2015, abgerufen am 15. Januar 2016
  4. Eine Intendantenwahl ist kein Karneval, Frankfurter Rundschau vom 13. Januar 2016, abgerufen am 15. Januar 2016
  5. Manfred Krupp zum neuen hr-Intendanten gewählt, hessenschau.de vom 5. Februar 2016, abgerufen am 5. Februar 2016
  6. Kabinettssitzung mit dem Schwerpunkt „Digitalisierung“. In: egovernment.hessen.de. 20. August 2018 (hessen.de [abgerufen am 29. August 2018]).