Manfred Spieker

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Manfred Spieker (2015)

Manfred Spieker (* 4. April 1943 in München) ist ein deutscher Sozialwissenschaftler und emeritierter Professor für Christliche Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred Spieker studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte in Freiburg im Breisgau, Berlin und München, wo er als akademischer Schüler des Politologen Hans Maier promoviert wurde. Von 1972 bis 1982 war er Wissenschaftlicher Assistent am Forschungsinstitut für politische Wissenschaft und europäische Fragen der Universität zu Köln. 1982 habilitierte er sich im Fach Politische Wissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln. 1983 erfolgte seine Berufung zum Professor für Christliche Sozialwissenschaften am Institut für Katholische Theologie an der Universität Osnabrück.

Seit 1985 ist er – zusammen mit Hans Maier, Heinrich Oberreuter und Otto B. Roegele – Herausgeber der Politik- und Kommunikationswissenschaftlichen Veröffentlichungen der Görres-Gesellschaft (bis 2014 32 Bände). Spieker war Begründer und Leiter der Osnabrücker Friedensgespräche (1984–1992). Von 1995 bis 2001 war er darüber hinaus als Beobachter des Hl. Stuhls im Lenkungsausschuss für Sozialpolitik des Europarates sowie bei Konferenzen der Sozialminister des Europarates tätig. 2002 war er Mitbegründer der Joseph-Höffner-Gesellschaft. Von 2002 bis 2007 war er Präsident der Association Internationale pour l’Enseignement Social Chrétien (AIESC). 2012 wurde er durch Papst Benedikt XVI. zum Consultor des Päpstlichen Rates Justitia et Pax berufen.[1] Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft.[2] Zudem schreibt er unter anderem in der Zeitschrift Die Neue Ordnung.

43 Jahre lang war er Mitglied der CDU. Nach dem Beschluss des Bundestages zur Ehe für alle trat er im Juli 2017 aus der CDU aus.[3] In seiner Begründung nannte er gleichgeschlechtliche Beziehungen generationenblind und lebensfeindlich.

Spieker ist ein Unterstützer und Referent der Demo für alle.[4]

Spieker ist verheiratet und hat sechs Kinder.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. PONTIFICIO CONSIGLIO DELLA GIUSTIZIA E DELLA PACE.
  2. http://www.dijg.de/ueber-uns/wissenschaftlicher-beirat-des-dijg/.
  3. Mark Otten: Manfred Spieker kritisiert Angela Merkel: Wegen „Ehe für alle“: Osnabrücker Professor tritt aus CDU aus. In: noz.de. 5. Juli 2017, abgerufen am 5. Juli 2017.
  4. Wer wir sind. In: demofueralle.wordpress.com. 23. Mai 2017, abgerufen am 5. Juli 2017.
  5. Österreich ehrt deutschen katholischen Sozialethiker Spieker, 11. Dezember 2009.