Manfred Zapatka

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Manfred Zapatka mit seiner Frau Margarete (2017)

Manfred Zapatka (* 2. Oktober 1942 in Bremen) ist ein deutscher Schauspieler und Hörbuch- sowie Hörspielsprecher. Seinen Durchbruch hatte er in der Rolle des intriganten Geschäftsmanns Hans-Otto Gruber in der ZDF-Serie Rivalen der Rennbahn.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manfred Zapatka, der Sohn eines Redakteurs und einer Hausfrau, wuchs in Cloppenburg auf, wo er 1962 sein Abitur machte. Nach seiner Ausbildung an der Schauspielschule Bochum (ehemals Westfälische Schauspielschule) spielte er am Theater Freiburg und am Theater in Essen. Den Durchbruch erlebte er am Staatstheater Stuttgart, als Claus Peymann ihn engagierte. Als Peymann ans Schauspielhaus Bochum wechselte, ging Zapatka an die Münchner Kammerspiele. Mehr als zwanzig Jahre lang war er einer der Protagonisten des Theaters von Dieter Dorn. Später wechselte er an das Residenztheater München, wo er bis 2019 zum festen Ensemble gehörte.

In den Jahren 2003, 2004 und 2005 stand er als Hagen von Tronje bei den Nibelungenfestspielen in Worms auf der Bühne. Im Sommer 2019 beendete Zapatka seine Bühnenkarriere.[1]

Seine erste Kinohauptrolle war die des Zuhälters Heinz in Utopia von Sohrab Shahid Saless, der 1983 im Wettbewerb der Berlinale gezeigt wurde. Dem breiten Publikum wurde er an der Seite von Maja Maranow durch seine Rolle als intriganter Geschäftsmann Hans-Otto Gruber in der ZDF-Serie Rivalen der Rennbahn (1989) bekannt. Auch zahlreiche Gastauftritte in Krimiserien (z. B. Eurogang), vor allem regelmäßige Rollen in den Serien Der Alte und Derrick, sorgten für seine Popularität. Zapatka spielte 1989 die Hauptrolle des Oberleutnants Karl Krafft im vierteiligen Film Fabrik der Offiziere. 1993 folgte seine Rolle als Richard Maiers in dem Vierteiler Der große Bellheim als Nachfolger des von Mario Adorf verkörperten Kaufhausgiganten Bellheim. In Heinrich Breloers Doku-Drama Todesspiel über die Entführung Hanns Martin Schleyers und die Entführung der Lufthansa-Maschine „Landshut“ nach Mogadischu spielte er 1997 den Bundeskanzler Helmut Schmidt.

In den 2000ern arbeitete er wiederholt mit dem Filmregisseur Romuald Karmakar zusammen. Unter dessen Regie verlas er eine Rede Heinrich Himmlers in Das Himmler-Projekt, spielte 2004 in Die Nacht singt ihre Lieder, der auch im Wettbewerb der Berlinale 2004 zu sehen war, und 2006 in Karmakars Hamburger Lektionen. 2005 besetzte ihn Matti Geschonneck in seiner Romanverfilmung Mord am Meer in der Rolle des Veith Seewald. Im Film Autopiloten von Regisseur Bastian Günther interpretierte Zapatka 2007 in der Rolle des alternden Schlagersängers Chris Kaiser die für diesen Film von Bernd Begemann geschriebenen Stücke Komm schon, Katharina und Geh mit mir viel zu weit. In Niki Steins Filmdrama Der Tote im Eis übernahm er 2013 die Hauptrolle des Bauunternehmers Karl Kress, dessen ältester Sohn seit einer gemeinsamen Bergtour vor zwanzig Jahren als verschollen gilt.

Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler spricht Zapatka auch zahlreiche Hörspiele und Hörbücher ein, unter anderem wirkte er 2012 als Erzähler im Hörspiel Ulysses nach James Joyce mit, dem mit einer Laufzeit von mehr als 22 Stunden bis dahin längsten Hörspiel des Südwestrundfunks und einer der aufwändigsten Hörspielproduktionen der ARD.

2004 war Zapatka Mitglied der 12. Bundesversammlung. Er wurde von der SPD nominiert und vertrat das Land Niedersachsen.

Manfred Zapatka war in erster Ehe mit der Schauspielerin Regine Vergeen zusammen. Aus dieser Beziehung entstammt die Schauspielerin Katharina Zapatka sowie ein weiteres Kind. Seit 1978 ist er in zweiter Ehe mit Margarete verheiratet; aus dieser Ehe stammen drei Kinder (davon ein Adoptivkind). Er lebt in Berlin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehserien und -reihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christoph Cadenbach, Fabian Zapatka: Der Vorhang fällt. 9. Januar 2020, abgerufen am 9. Januar 2020.
  2. BR Hörspiel Pool - Hoffmann, Die Serapions-Brüder
  3. BR Hörspiel Pool - Bulgakow, Meister und Margarita