Mangaia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mangaia
Satellitenbild von Mangaia
Satellitenbild von Mangaia
Gewässer Pazifischer Ozean
Inselgruppe Cookinseln
Geographische Lage 21° 55′ 17″ S, 157° 55′ 23″ WKoordinaten: 21° 55′ 17″ S, 157° 55′ 23″ W
Mangaia (Cookinseln)
Mangaia
Länge 9,2 km
Breite 6,6 km
Fläche 51,8 km²
Höchste Erhebung Rangi-motia
169 m
Einwohner 654 (2006)
13 Einw./km²
Hauptort Oneroa
Karte von Mangaia
Karte von Mangaia

Mangaia, einst AʻUaʻU genannt, was so viel wie „terrassenförmig“ bedeutet, ist die südlichste und mit einer Fläche von 52 km² die zweitgrößte der südpazifischen Cookinseln. Die Insel liegt etwa 200 km südöstlich von Rarotonga, der Hauptinsel der Inselgruppe.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel wurde am 29. März 1777 von dem englischen Seefahrer James Cook entdeckt, nach welchem der gesamte Archipel benannt ist. Da Cook von der einheimischen Bevölkerung Mangaias nicht freundlich empfangen wurde, geriet sie für Jahre in Vergessenheit.

Im Juni 1823 wurde Mangaia von dem englischen Missionar John Williams, bei der Suche nach der Insel Rarotonga, zufällig wiederentdeckt, welchen die Insulaner - im Gegensatz zu Cook - diesmal freundlich aufnahmen.

Die Insel wurde mit den anderen Cookinseln 1888 von England „unter Schutz gestellt“ (Protektorat) und 1900 annektiert. Heute stehen die Inseln als Teil der Cookinseln in einer freien Assoziierung mit Neuseeland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mangaia ist, wie auch Atiu und Mitiaro, ein Gehobenes Atoll vulkanischen Ursprungs, und gilt als eine der ältesten Inseln im Pazifik. Geologische Untersuchungen datieren das Alter der Insel, die aus einem 4750 m vom Meeresgrund aufsteigenden Vulkan besteht, auf etwa 18 Millionen Jahre. Die Insel selbst ragt an ihrer höchsten Stelle, dem Vulkankegel Rangimotia, nur 169 m über die Wasseroberfläche hinaus und ist von einem bis zu 60 m hohen, ringförmigen Korallenriff umschlossen.

Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mangaia wird in sechs Distrikte (puna) untergliedert, und diese weiter in 38 Subdistrikte (tapere).[1] In der Verfassung der Cook Islands jedoch werden die sechs Distrikte als tapere bezeichnet.[2] Diese sind in der nachstehenden Übersicht in der Reihenfolge des Uhrzeigersinns wiedergegeben, beginnend im Nordwesten der Insel:

Tava'enga District Karanga District Ivirua District Tamarua District Veitatei District Kei'a District

Ta'iti
Te-rupe
Maro
Au-ruia
Te-mati-o-Pa'eru
Te-pueu

Teia-roa
Teia-poto
Teia-pini
Kaau-i-miri
Kaau-i-uta

Avarari
Te-i'i-maru
Te-uturei
Te-ara-nui-o-Toi
Te-korokoro
Te-pauru-o-Rongo

Maru-kore
Poutoa-i-uta
Poutoa-i-miri
Akaea
Te-vai-kao
Angauru
Vaitangi (Pukuotoi)
Te-vai-taeta-i-uta
Te-vai-taeta-i-tai

Te-noki
Te-tuaroa (Te-tukono)
Te-tuapoto
Te-tarapiki
Kaikatu
Angarinoi

Akaoro
Tapuata
Tongamarama
Te-inati
Rupetau-i-miri
Rupetau-i-uta

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Mangaia, die vor allem wegen ihrer Höhlen ein beliebtes Urlaubsziel ist, gibt es einige kleinere Hotels. Die Insel ist über eine Landebahn im Norden per Flugzeug von der Hauptinsel (Air Rarotonga) erreichbar.

2006 hatte Mangaia etwa 650 Einwohner.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gill, William Wyatt: From darkness to light in Polynesia. With illustrated clan songs. Suva/Fidschi 1994: University of the South Pacific.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DISTRICTS AND SUBDISTRICTS|work=MANGAIAN SOCIETY, Victoria University of Wellington (abgerufen am 27. Januar 2013)
  2. Constitution Amendment (No 11) Act 1982

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mangaia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien