Manifestation

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Als Manifestation (von lateinisch manifestare ‚handgreiflich machen‘) wird das Sichtbarwerden oder Sich-offenbaren von Dingen aller Art bezeichnet, die vorher unsichtbar bzw. gestaltlos oder gar nicht-existent waren.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Hinduismus wird die körperliche Manifestation des Gottes Vishnu, der die Gestalt eines Menschen oder Tieres annimmt, als Avatar bezeichnet.[1] Im Christentum wird das Wort „Manifestation“ für Wundererscheinungen gebraucht, die Gott zugesprochen werden. Im Bahaitum charakterisiert der Begriff der Manifestation Gottes die großen Propheten und Religionsstifter der Weltgeschichte, da sich in ihnen die Attribute Gottes manifestieren.

In der Medizin steht der Begriff überwiegend für das Sichtbarwerden bestimmter Krankheitssymptome (z.B. Quaddeln bei Nesselsucht). In der Dialektik steht „Manifestation“ für das Offenbarwerden von kommunikativen wie sprachlichen Zusammenhängen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Larisa Schippel: Translationskultur: Ein innovatives und produktives Konzept. Frank & Timme GmbH, Berlin 2008, ISBN 3-86596-158-4, S. 75.
  • Thomas Collmer: Hegels Dialektik der Negativität. Focus, Gießen 2002, ISBN 3-88349-501-8, S. 277.
  • Jörg Eberspächer, Wolf von Reden: Umhegt oder abhängig?: Der Mensch in einer digitalen Umgebung. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2005, ISBN 3-540-28143-6, S. 206.
  • Johanna Klatt, Robert Lorenz: Manifeste: Geschichte und Gegenwart des politischen Appells (= Studien des Göttinger Instituts für Demokratieforschung, Bd. 1). transcript, Bielefeld 2011, ISBN 3-8376-1679-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die hinduistische Götterwelt. wissen.de. Abgerufen am 29. Dezember 2015.