Manja Tzatschewa

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Manja Tzatschewa 1922 auf einer Fotografie von Alexander Binder

Manja Tzatschewa (oder Tzwetta Tzatschewa) war eine möglicherweise aus Bulgarien oder Österreich-Ungarn stammende Schauspielerin. Sie trat überwiegend als Nebendarstellerin im deutschen Stummfilm auf.

Lebensdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Manja schreibt das Filmportal als Geburtsdaten den 27. Januar 1893 und Lemberg, Österreich-Ungarn (heute: Lwiw, Ukraine) sowie das Todesjahr 1966. Bei Tzwetta steht, sie sei am 27. Dezember 1900 Peschtera in Bulgarien geboren und gestorben am 12. Dezember 1975 in Frankreich. Ob es sich dabei um ein- und dieselbe Person handelt (oder möglicherweise Schwestern) ist nicht bekannt. Vermutlich sind beide Todesangaben falsch, da die österreichische Arbeiter-Zeitung in einem Artikel über vergessene Filmschauspieler am 15. August 1931[1] schreibt, dass Tzatschewa zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben gewesen sei.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihr Filmdebüt hatte sie 1917 in Rudolf Meinerts Die sterbenden Perlen. Danach spielte sie unter Lupu Pick, Richard Oswald und Ewald André Dupont. 1920/21 war Tzatschewa in mehreren Filmen von Manfred Noa zu sehen. Ihre erste Hauptrolle hatte sie 1921 in Die Perle des Orients von Karl Heinz Martin. Neben einigen kommerziell erfolgreichen Serienfilmen wie Georg Jacobys Der Mann ohne Namen (1921) gilt die von ihr gespielte Titelfigur in Friedrich Wilhelm Murnaus Film Marizza, genannt die Schmugglermadonna (1921) als ihre wichtigste Rolle. Der Film ist jedoch verschollen.

Ihre letzte nachgewiesene Rolle hatte Tzatschewa 1926 in Hans Steinhoffs Tragikomödie Die Tragödie eines Verlorenen.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manja Tzatschewa – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vergessene Gesichter in Arbeiter-Zeitung v. 15. August 1931, S. 6