Mannus (Zeitschrift)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mannus
Beschreibung deutsche archäologische Zeitschrift
Erstausgabe 1909 / 1969
Einstellung 1942 / 1994
ISSN (Print) 0025-2360

Die Zeitschrift Mannus war gemäß Untertitel eine „Zeitschrift für Vorgeschichte“ (Ab dem 26. Band, 1934, lautete der Untertitel „Zeitschrift für Deutsche Vorgeschichte“). Sie wurde von Gustaf Kossinna und der von ihm gegründeten Deutschen Gesellschaft für Vorgeschichte (später: Gesellschaft für Deutsche Vorgeschichte, Reichsbund für Deutsche Vorgeschichte) herausgegeben. Der erste Band erschien 1909, der vorerst letzte 34. Band 1942. Erscheinungsort war zunächst Würzburg, ab Band 9 Leipzig. Neben den 34 Hauptbänden veröffentlichte man in den Jahren 1910 bis 1930 acht Ergänzungsbände.

Mitherausgeber wurde später der Greifswalder Historiker Carl Engel, Mitglied im SS-Ahnenerbe. Mannus war eine der wichtigsten deutschen archäologischen Zeitschriften dieser Zeit. Aufgrund ihres an Kossinnas Ansichten orientierten Inhalts ist sie bis heute heftig umstritten. Kossinna gilt als „Wegbereiter der nationalsozialistischen «Propaganda-Archäologie»“.[1] Nicht wenigen Beiträgen wird die Wissenschaftlichkeit abgesprochen.

Von 1969 bis 1994 erschien im rechtsextremen Verlag Peter Wegener Mannus erneut als Zeitschrift der unter der Ägide von Bolko von Richthofen neu gegründeten Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörg Eckert: Die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte. Der Schleswiger Kreis und der Unkeler Kreis. In: Archäologische Informationen. 25 Nr. 1 & 2, 2002, S. 15–21 (Neugründung).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilfried Loth (Hrsg.): Europäische Gesellschaft. Grundlagen und Perspektiven. VS, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14758-7, S. 28.