Manpupunjor-Felsen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Abbildung der Manpupunjor-Felsformation auf einer russischen Briefmarke
Luftaufnahme der Manpupunjor-Felsen, Blick von Nordosten (2008)

Koordinaten: 62° 15′ 26″ N, 59° 17′ 52″ O

Reliefkarte: Europa
marker
Manpupunjor-Felsen
Magnify-clip.png
Europa

Die Manpupunjor-Felsformation (russisch und mansisch Маньпупунёр; auch Мань-Пупу-Нёр, Man-Pupu-Njor), auch Sieben starke Männer oder Pole der Republik Komi, besteht aus sieben Felssäulen. Sie befindet sich an der westlichen Flanke des Ural im Rajon Troizko-Petschorsk der Republik Komi in Russland, im Petschoro-Ilytschski-Reservat (benannt nach den Flüssen Petschora und Ilytsch) auf dem gleichnamigen Berg beziehungsweise Hochplateau Man-Pupu-Njor, zwischen den Flüssen Ilytsch und Piusa. Die 30 bis 42 Meter hohen, deplatziert wirkenden Felsen ähneln menschlichen Umrissen, weswegen sie in der Mythologie der Mansen als Götzen auftauchen. Sie zählen heute zu den „Sieben Wundern Russlands“.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Felsformationen sind die Überreste eines erodierten Gebirgszuges, welcher sich vor etwa 200 Millionen Jahren an dieser Stelle befand. Die Felsen bestehen aus metamorphem Gestein (Glimmerschiefer).[1]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Manpupunjor-Säulen sind eine nationale Touristenattraktion. Sie sind recht abgelegen: der nächste größere Ort Troizko-Pechorsk liegt 165 km westlich.[2] Die Besucherzahlen steigen allerdings jährlich. Derzeit gibt es vier Wege zur Hochebene:

  • aus der Republik Komi entlang der Gebirgskette des Reservates
  • einen in der Oblast Swerdlowsk beginnenden Wanderweg über den Djatlowpass, die Otorten-Berge und die Petschoraquelle
  • touristisch organisiert per Hubschrauber.
  • aus östlicher Richtung via Ski-Wanderweg von „Trjochretschje“ („Dreiflussland“, die Mündung der Flüsse Kotlija und Luzoulja in die Große Soswa, den linken Quellfluss der Nördlichen Soswa)

Ein Teil des Wegs aus der Oblast Swerdlowsk wurde 2004 in Reaktion auf von Touristen verursachte Verschmutzungen offiziell für den PKW-Verkehr gesperrt, um das Petschoro-Ilytschski-Reservat und das Iwdel-Reservat zu schützen. Gemäß Artikel 8.39 des russischen Ordnungswidrigkeitsgesetzbuchs darf nur nach Koordination mit der Reservatsleitung im Reservat campiert werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Manpupunjor-Felsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel Steinerne Zeugen - Manpupuner auf steine-und-mineralien.de
  2. Reise-Blog mit Beschreibung der Anreiserouten