Manschnow

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Koordinaten: 52° 33′ 8″ N, 14° 32′ 58″ O

Manschnow
Höhe: 13 m
Einwohner: 2435 (2015)
Eingemeindung: 31. Dezember 1997
Postleitzahl: 15328
Vorwahl: 033472
Manschnow (Brandenburg)
Manschnow

Lage von Manschnow in Brandenburg

Manschnow wurde 1336 erstmals erwähnt und ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Küstriner Vorland im Landkreis Märkisch-Oderland im Bundesland Brandenburg. Zusammen mit vier weiteren Orten gehört die Gemeinde Küstriner Vorland zum Amt Golzow.

Ortsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bewohnte Gemeindeteile sind die Schäferei, Herzershof und Neu Manschnow.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1875 1890 1910 1925 1933 2006 2014
Einwohnerzahl[1] 1183 1117 860 983 1032 1252 1172
Erdgasförderung

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bislang einzige Erdölförderstätte in Brandenburg befindet sich bei Neu Manschnow. Der Betreiber GDF Suez fördert hier täglich rund 60 Tonnen Erdöl und 20.000 Kubikmeter Erdgas. Das Erdgas wird in einem Blockheizkraftwerk in Manschnow verarbeitet, während das Erdöl nach Schwedt/Oder in die PCK Raffinerie zur Weiterverarbeitung per Lkw gefahren wird. Das Förderfeld arbeitet seit 2002 und bohrte auf eine Tiefe von 2350 m.[2][3]

Im Gemeindeteil Herzershof befand sich bis 2007 die Versuchsstation Manschnow des Landesamtes für Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Flurneuordnung Brandenburgs. Die seit 45 Jahren bestehende Versuchsstation machte für die Gemüseanbauer im Oderbruch Sortenversuche.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch das Gemeindegebiet verläuft in west-östlicher Richtung die Bundesstraße 1 und kreuzt sich mit der Bundesstraße 112 Richtung Frankfurt (Oder) in der Ortsmitte.

Bis zur Stilllegung der Bahnstrecke 1999 existierte ein Haltepunkt in Neu Manschnow auf der Bahnverbindung „Küstrin-Kietz nach Frankfurt (Oder)“.

Durch den Busverkehr Märkisch-Oderland ist der Ort mit Frankfurt (Oder) und der Kreisstadt Seelow täglich mehrmals verbunden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sowjetisches Ehrenmal in Manschnow.

In der Liste der Baudenkmale in Küstriner Vorland stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale aller Ortsteile.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die ehemalige Getreidemühle an der Alten Oder liegt direkt an der Bundesstraße 1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Manschnow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manschnow. Das Genealogische Orts-Verzeichnis
  2. Fackel brennt noch sechs Jahre. In: Märkische Oderzeitung, 4. Februar 2009.
  3. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www4.moz.deSchwarzes Gold geht zur Neige. In: Märkische Oderzeitung, 11. Dezember 2005.
  4. Rund um Gurken und Bohnen. In: Märkische Oderzeitung, 28. Juli 2006.