Manuel Möglich

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Manuel Möglich (rechts) und Thorsten Nagelschmidt (links) bei einer Lesung beim Immergut Festival im Jahr 2016

Manuel Möglich (* 26. Januar 1979 in Weilburg) ist ein deutscher Journalist, Autor und Vertreter des Gonzo-Journalismus. Bekannt wurde er vor allem durch die Wild Germany-Dokumentationen, die auf ZDFneo und Netflix ausgestrahlt wurden.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manuel Möglich absolvierte in Köln ein Volontariat in der Musikbranche und studierte danach Medien- und Kulturwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Parallel dazu arbeitete er als freier Journalist und schrieb über Musik und Popkultur wie etwa das Phänomen Body Integrity Identity Disorder (BIID). Er führte mehrere hundert Interviews mit den unterschiedlichsten Personen und Künstlern (z.B. Lou Reed, Metallica, Oasis, Henry Rollins) und etablierte sich als Autor und Reporter beim Radiosender 1LIVE. Neben dem Hörfunk (u. a. Moderator bei Radio Eins[1]) arbeitet Möglich fürs Fernsehen und schreibt Bücher.

Nach seinem Studium war er in Köln, Madrid und New York tätig. Heute lebt er in Berlin.

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Dokumentationsreihe Wild Germany widmet sich Manuel Möglich gesellschaftlichen Randgruppen und Extremen.[2] So recherchiert er etwa, warum einige HIV-negative schwule Männer sich absichtlich mit dem Aidsvirus infizieren wollen, wie man in Oberfranken die Droge Crystal Meth bekommt oder wie in Deutschland Menschen Opfer von Satanskulten werden. "Möglichs Sendung ist ein Unikat - wegen ihrer Umsetzung" (Süddeutsche Zeitung vom 9. Februar 2013). Das Format wurde von der Produktionsfirma der deutschsprachigen Ausgabe der Zeitschrift Vice realisiert.

Ab Herbst 2013 führte er durch die Sendung "Heimwärts mit…", in der er Prominente wie Heinz Strunk, Dolly Buster, Wolfgang Niedecken oder Jürgen Drews an den Ort ihrer Kindheit begleitet. Ausgestrahlt wird die Sendung auch auf ZDFneo.[3]

Im Oktober 2014 zeigte ZDFneo zum ersten Mal die vier Reportagen der Reihe "Deutschland von außen". Manuel Möglich reist für das Format in Länder, die einen historischen Bezug zu Deutschland haben. In Namibia, Brasilien, Rumänien und Lettland trifft er Menschen mit deutschen Wurzeln oder solche, die sich mit Deutschland eng verbunden fühlen. Von ihnen erfährt er, wie Deutschland und seine Bürger in der Ferne wahrgenommen werden.[4]

Am 27. Februar 2015 erschien "Deutschland überall - Eine Suche auf fünf Kontinenten" bei Rowohlt Berlin. Für sein erstes Buch besuchte Möglich innerhalb eines Jahres ehemalige deutsche Kolonien und Länder, die mit der deutschen Geschichte eng verflochten sind. Seine Reisen führten ihn u. a. nach Swakopmund, Pomerode, Liberec, auf den Inselstaat Samoa, nach Qingdao, Siebenbürgen und New York City. Lüderitz, im Südwesten Namibias, dient Möglich als Aufhänger für seine erste Reise, denn dort sollen Bewohner noch immer den Geburtstag von Adolf Hitler feiern.[5] "Klug, kritisch, aber auch voller Witz - ein Reisebericht der besonderen Art." (HR Fernsehen vom 7. Mai 2015). Mit dem Buch ging Manuel Möglich 2015 auf eine ausgedehnte Lesereise.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Manuel Möglich wird Moderator bei Radioeins vom rbb, RBB, 18. Januar 2016
  2. Kirsten Riesselmann: Doku-Reihe „Wild Germany“: Wir gehen dahin, wo es wehtut. In: Tageszeitung. 12. Februar 2012, abgerufen am 3. April 2012.
  3. ZDFneo legt nach: Das Programm für Sommer/Herbst
  4. / ZDFneo schickt Möglich um die Welt
  5. Manuel Möglich auf der Suche nach Deutschland
  6. Live: Deutschland überall & Geschichten aus Wild Germany
  7. Deutscher Fernsehpreis