Manuel Schmitt (Regisseur)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Manuel Schmitt (* 8. November 1988 in Oberhausen) ist ein deutscher OpernregisseurTheaterregisseur und Filmemacher.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmitt wuchs in Mülheim an der Ruhr auf, wo er in jungen Jahren Klavierunterricht und später Cellounterricht erhielt. Als Kinderdarsteller stand er von 1999 bis 2001 in Peter Maffays Musical „Tabaluga und Lilli“ im damaligen Teatro Centro, dem heutigen Metronom Theater, auf der Bühne. Als Jugendlicher begann er erstmals bei Laientheatern selbst Regie zu führen und hospitierte am Aalto Musiktheater in Essen bei Tilman Knabe und Andreas Baesler.

Von 2009 bis 2013 studierte Schmitt Regie an der Theaterakademie August Everding in München. Von 2013 bis 2016 studierte er Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München. Über drei Jahre war Schmitt Regieassistent von Willy Decker bei der Ruhrtriennale in Bochum. Es folgten fünf Jahre als Regieassistent bei den Bayreuther Festspielen.[1] Später folgten Assistenzen an der Royal Opera Covent Garden in London, sowie an der Oper Frankfurt.

Während des Studiums inszenierte Schmitt in München unter anderem eine Bearbeitung von Nuran David Calis „Frühlings Erwachen“, „Bungee Jumping“ von Jaan Tätte, sowie Lukas Bärfuss Schauspiel „Parzival“. 2012 folgte die erste Opernregie mit Gioachino RossinisL'inganno felice“ im Akademietheater in München. Der Richard Wagner Verband München nahm ihn 2012 in seine Stipendienstiftung auf. Mit einem Cross-over Projekt aus Philip Glass Musiktheater „Galileo Galilei“ und Heinar Kippardts Schauspiel „In der Sache J. Robert Oppenheimer“ in der Reaktorhalle in München schloss er Schmitt sein Regiestudium mit dem Diplom ab.

2013 begann Schmitt seine Karriere als freischaffender Regisseur. Zunächst am Theater an der Rott in Eggenfelden, wo er das Schauspiel „Quartetto“ von Ronald Harwood inszenierte.[2] In der Hauptrolle spielte Gerd Lohmeyer. Es folgte in der nächsten Spielzeit Jacques Offenbachs Operette Die Großherzogin von Gerolstein, ebenfalls im Theater an der Rott, wo Intendant Karl Sibelius die Titelpartie übernahm.[3]

2014 arbeitete er mit dem ungarischen Regisseur Arpad Schilling gemeinsam an der Bayerischen Staatsoper. Zusammen entwickelten und inszenierten Schmitt und Schilling das Theaterprojekt „Jugend einer Stadt“ zu den Münchner Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper.[4]

Es folgten zwei Inszenierungen am Nordharzer Städtebundtheater. Dort inszenierte Schmitt zunächst 2015 Johanna Jägers Schauspiel „Frau Holle“ nach den Brüder Grimm, sowie 2016 „Die goldene Gans“ von Raphael Protiwensky.

2015 wurde seine Inszenierung von „Die Großherzogin von Gerolstein“ ans Theater Trier übernommen, wo sie in einer überarbeiteten Fassung erneut von Schmitt umgesetzt wurde.

Im Juli 2016 führte Schmitt Regie auf der Lueg Arena in der Schweiz bei einer Berndeutschen Fassung von Rossinis „IL barbiere di Siviglia“ unter dem Berndeutschen Titel „Der Schärer vo Ämmewil“.[5]

Schmitt hält Vorträge über seine Arbeit als Nachwuchsregisseur, unter anderem bei den Bayreuther Festspielen im Rahmen des „Zäsuren“ Programms, wo er Festspielbesuchern Einblicke in die Entstehungsprozesse der Inszenierungen bietet.[6] Im März 2015 referierte er im Rahmen des Richard Wagner Verbands München zum Thema „Kinder, schafft Neues – über junge Regie und neue Inszenierungsansätze“ im Künstlerhaus am Lenbachplatz in München.[7]

2017 stellte Schmitt seinen Debütfilm Glass Between Us[8] fertig, der am 22. März beim Sydney World Film Festival Australien Weltpremiere feierte. Der Dokumentarfilm über einen Insassen im texanischen Todestrakt und dessen Familie ist seine erste Arbeit im Genre Film. Für diesen Film wurde er beim International Filmmaker Festival in Berlin als "Best Director of a Short Documentary" ausgezeichnet.[9]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017: Glass Between Us (Regie, Produktion)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayreuther Festspiele » Deutsch » Mitwirkende » Inszenierungen » Regieassistenz / Soufflage / Inspizienz. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.bayreuther-festspiele.de. Archiviert vom Original am 2. Dezember 2016; abgerufen am 2. Dezember 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bayreuther-festspiele.de
  2. Edith Rabenstein: Theater an der Rott: Das Altersheim als Bühne des Lebens. In: Eggenfelden - Nachrichten - Zeitung - Rottaler Anzeiger. (pnp.de [abgerufen am 2. Dezember 2016]).
  3. Raimund Meisenberger: Die Ära des Mutes: Sibelius setzt ein Rufzeichen als „Großherzogin“. In: Eggenfelden - Nachrichten - Zeitung - Rottaler Anzeiger. (pnp.de [abgerufen am 2. Dezember 2016]).
  4. Bayerische Staatsoper: Schmitt Manuel. In: Bayerische Staatsoper. Abgerufen am 2. Dezember 2016.
  5. [1]
  6. Bayreuther Festspiele » Deutsch » Einblicke » Zäsuren. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.bayreuther-festspiele.de. Ehemals im Original; abgerufen am 2. Dezember 2016.@1@2Vorlage:Toter Link/www.bayreuther-festspiele.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  7. Biografie auf den Seiten des Richard Wagner Verbandes. In: www.rwv-muenchen.de. Abgerufen am 13. Dezember 2017.
  8. Website Glass Between Us. Abgerufen am 13. Dezember 2017.
  9. International Filmmaker Festival of World Cinema Berlin - Film Fest International. In: Film Fest International. (filmfestinternational.com [abgerufen am 24. Oktober 2017]).